Deutschlands EM-Qualifikationsgegner
Aserbaidschan: Wieder Vogts
Dabei birgt dieses Duell für den DFB gleich eine doppelte Begegnung mit der eigenen Vergangenheit. Zum einen wird die Auswahl des Staates zwischen Kaukasus und Kaspischem Meer eben vom früheren Bundestrainer Berti Vogts trainiert, der die deutsche Nationalmannschaft zwischen 2000 und 2008 betreute und 1996 den EM-Titel in England holte.
Zum anderen trägt das Nationalstadion Aserbaidschans einen Namen, der hierzulande nicht in bester Erinnerung ist. Das Tofik-Bachramow-Stadion der Hauptstadt Baku ist nach jenem sowjetischen Linienrichter benannt, der 1966 im WM-Endspiel gegen England (2:4 n.V.) Schiedsrichter Gottfried Dienst das Wembley-Tor angezeigt hatte.
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Fußballerisch ist Aserbaidschan ein nahezu unbeschriebenes Blatt. Bereits in der WM-Qualifikation kam es zum Duell mit Deutschland, das sich 2:0 und 4:0 durchsetzte. Aufhorchen ließen Vogts und sein Team, als Nummer 114 der Weltrangliste knapp vor Libyen und Vietnam platziert, insbesondere durch ein 1:1 gegen Russland.
All diese Ergebnisse hat man in Aserbaidschan als ein Verdienst von Vogts gewertet, der sich in Baku wertgeschätzt fühlt, seinen Vertrag verlängerte und beteuert, die Fußball-Strukturen langfristig aufbauen zu wollen.
Natürlich war der frühere Gladbacher Abwehrspieler mit dem liebvollen Spitznamen "Terrier" über die erneute Zulosung der DFB-Elf sehr zufrieden. "Mit den Spielen gegen Deutschland bekommen wir sehr viel Geld, damit können wir mehr Stadien bauen und mehr Geld in die Jugendarbeit investieren. Ich hatte es vorher schon gewusst. Wir freuen uns, wieder gegen die großen Deutschen, von denen man sehr viel lernen kann, spielen zu dürfen. Wir wissen, dass wir uns noch verbessern müssen, aber wir sind auf einem guten Weg", so der 63-Jährige nach der Auslosung in Warschau.
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