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Deutschland

Deutschland

3
:
0

Halbzeitstand
2:0
Slowakei

Slowakei


DEUTSCHLAND
SLOWAKEI
15.
30.
45.




60.
75.
90.











Deutlicher Achtelfinalsieg gegen die Slowakei

Löw hat bei Draxler den richtigen Riecher

Die DFB-Elf steht nach einem überzeugenden 3:0-Auftritt gegen die Slowakei im EM-Viertelfinale. Die Mannschaft von Joachim Löw dominierte gegen jenes Team, die sie vor Turnierbeginn noch geschlagen hatte, nach Belieben und leistete sich sogar noch den Luxus eines verschossenen Elfmeters - den ersten bei einer Europameisterschaft seit 40 Jahren. Beim Mann des Tages hatte der Bundestrainer bei seiner Aufstellung ein gutes Näschen.

Jerome Boateng
Von Wadenproblemen keine Spur: Jerome Boateng brachte die DFB-Elf mit einem krachenden Volley-Schuss in Führung.
© Getty ImagesZoomansicht

Bundestrainer Joachim Löw entschied sich gegenüber dem 1:0-Erfolg im letzten Gruppenspiel über Nordirland für eine Veränderung in der Startformation: Im linken offensiven Mittelfeld verdrängte Draxler Götze, der erstmals bei dieser EM nicht in der Startelf stand. Dagegen wurde Abwehrchef Boateng (Wadenprobleme) rechtzeitig fit und erhielt ebenso das Vertrauen wie Kimmich, der wieder als Rechtsverteidiger fungierte, oder auch Gomez, der nach seinem Siegtreffer gegen Nordirland erneut das Sturmzentrum bekleidete.

Jan Kozak, Trainer der Slowaken, nahm nach dem torlosen Remis gegen England vier Wechsel vor: Gyömber, Skriniar, Hrosovsky und Duris ersetzten Hubocan, Pecovsky, Mak und Duda.

Anders als noch vor 28 Tagen bei der "Regenschlacht von Augsburg", als die Slowakei die DFB-Elf mit 3:1 besiegt hatte, herrschten in Lille trockene Bedingungen. Dazu wurde im Vorfeld der Partie noch ein neuer Rasen im Stade Pierre Mauroy verlegt.

Boateng-Kracher aus 20 Metern - Özil beerbt Hoeneß

Auf diesem zeichnete sich sofort eine klare Rollenverteilung ab: Die Slowakei, als einer der vier besten Gruppendritten in die K.-o.-Runde eingezogen, zog sich erst einmal zurück und überließ dem Weltmeister die Initiative. So generierte die DFB-Elf auch die erste Chance des Spiels, als der slowakische Keeper Kozacik einen Khedira-Kopfball noch mit den Fingerspitzen über den Querbalken lenkte (7.). Keine 60 Sekunden später war der 32 Jahre alte Schlussmann aber machtlos: Boateng nahm eine verunglückte Abwehr von Skriniar aus 20 Metern volley und versenkte das Leder krachend links unten im Netz - das erste Länderspieltor im 63. Spiel für Boateng.

Dem Traumstart folgte Einbahnstraßen-Fußball in Lille: Nur die DFB-Elf tat etwas für die Offensive und hätte frühzeitig die Weichen auf Sieg stellen können. Nach einem leichten, aber plumpen Skrtel-Foul an Gomez zeigte Schiedsrichter Szymon Marciniak aus Polen auf den Elfmeterpunkt, doch Özil vergab die dicke Möglichkeit zum 2:0, weil Kozacik die Ecke ahnte und den lasch und halbhoch geschossenen Ball zur Seite abwehrte (13.). Für Deutschland war es der erste verschossene Elfmeter bei einer Europameisterschaft seit 1976 (Uli Hoeneß im Finale gegen die Tschechoslowakei) und für Özil der erste Fehlschuss im Nationaldress (bei sechs Versuchen).

So aber blieb es bei der knappen 1:0-Führung, welche auch nach 30 Minuten noch Bestand hatte. Zu diesem Zeitpunkt dominierte die Löw-Elf das Spiel nach Belieben: 87 Prozent Passquote, 65 Prozent Ballbesitz und 11:0-Torschüsse sprachen eine mehr als nur deutliche Sprache. Einzig die Chancenverwertung war einmal mehr nicht weltmeisterlich bei der deutschen Mannschaft.

Neuer ist auf den Punkt hellwach - Gomez holt Klinsmann ein

Manuel Neuer
Weltklasse-Tat eines Welttorhüters: Manuel Neuer bewahrt die DFB-Elf vor dem schmeichelhaften 1:1-Ausgleich.
© Getty Images

Torwart Neuer war unterdessen nahezu beschäftigungslos, ehe mit Hector ein eigener Teamkollege den Welttorhüter prüfte: Neuer reagierte bei einer zu kurzen Rückgabe aber reaktionsschnell (38.). Drei Minuten später musste Neuer erstmals gegen einen Gegenspieler eingreifen. Der 1,93 Meter große Bayern-Keeper kratzte einen Kucka-Kopfball spektakulär von der Linie (41.). Doch statt den Spielverlauf auf den Kopf zu stellen, schraubte 120 Sekunden später Gomez das Ergebnis nach oben. Der Besiktas-Angreifer traf nach toller Draxler-Vorarbeit aus kurzer Distanz zum 2:0 und markierte damit nicht nur die verdiente Pausenführung für die Nationalmannschaft, sondern zog nach seinem insgesamt fünften EM-Treffer mit dem bisherigen Spitzenreiter und Europameister von 1996 Jürgen Klinsmann gleich.

Slowaken starten verbessert ...

Mit verändertem Personal (Gregus für Weiss) betrat die Mannschaft von Jan Kozak den Rasen und wirkte auch gleich etwas mutiger. Kucka versuchte es aus der Distanz, scheiterte mit einem zentralen Schuss aber an Neuer (49.). Dessen Vorderleute wirkten dagegen etwas lasch zu Beginn der zweiten Hälfte. In der ersten Viertelstunde nach Wiederbeginn hatte die slowakische Nationalmannschaft beinahe 60 Prozent Ballbesitz und verlagerte das Spielgeschehen zumeist in die deutsche Hälfte.

... doch dann kommt Draxler

Julian Draxler
Technisch allererste Sahne: Julian Draxler krönte seine Leistung mit diesem tollen Treffer zum 3:0.
© Getty ImagesZoomansicht

Dann aber krönte der beste Mann auf dem Platz seine Leistung mit einem Treffer: Draxler netzte aus kurzer Distanz sehenswert und technisch anspruchsvoll per Drehschuss ein und sorgte just in der Phase, in der die Slowaken noch einmal aufkamen, für die Entscheidung (63.).

EM-Turnierrechner

Mit dem Treffer zum 3:0 war die Messe gelesen und der Widerstand der Slowakei gebrochen. Dem Bundestrainer bot dies die Möglichkeit, einige seiner (Gelb-verwarnten) Leistungsträger zu schonen und den Reservisten etwas Spielpraxis zu gönnen. So kam Fanliebling Podolski zu seinen ersten Einsatzminuten bei der EM in Frankreich. Und auch dessen Kumpel Schweinsteiger sammelte weitere Einsatzminuten auf seinem Weg zurück in die Startelf. Dagegen hatten Boateng, Khedira und Draxler vorzeitig Feierabend.

In der Nachspielzeit verpasste Kroos das vierte deutsche Tor - Kozacik parierte reaktionsschnell. Vor dem deutschen passierte hingegen nichts mehr, sodass Neuer zum fünften Mal in Serie im DFB-Tor zu null spielte und damit nur noch eine Partie ohne Gegentor von der Einstellung eines DFB-Rekordes steht. Diesen kann der Weltmeister mit einem weiteren Sieg im Viertelfinale egalisieren. Dieses bestreitet die Löw-Elf am Samstag (21 Uhr) in Bordeaux. Der Gegner wird entweder Spanien oder Italien heißen.

Europameisterschaft, 2016, Achtelfinale
Deutschland - Slowakei 3:0
Deutschland - Slowakei 3:0
Küsschen gefällig

Kleiner Liebesbeweis, bevor sich diese Fans auf das Spiel konzentrieren.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Deutschland
Aufstellung:
Neuer (2)    
Kimmich (3)    
J. Boateng (2)        
Hummels (2)    
J. Hector (3,5) - 
Khedira (3)    
T. Kroos (3) - 
Özil (3) , 
T. Müller (3) , 
Draxler (1,5)        
Gomez (2)    

Einwechslungen:
72. Höwedes für J. Boateng
72. Podolski für Draxler
76. B. Schweinsteiger für Khedira

Trainer:
Löw
Slowakei
Aufstellung:
Kozacik (2,5) - 
Pekarik (4,5) , 
Skrtel (4)        
Durica (4,5) , 
Gyömber (4,5)    
Skriniar (5) - 
Kucka (4,5)    
Hrosovsky (4,5) , 
Hamsik (4,5) , 
Weiss (5)    
Duris (5)    

Einwechslungen:
46. Gregus (5) für Weiss
64. Sestak für Duris
84. Salata für Gyömber

Trainer:
Kozak

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
J. Boateng (8., Rechtsschuss)
2:0
Gomez (43., Linksschuss, Draxler)
3:0
Draxler (63., Rechtsschuss, Hummels)
Gelbe Karten
Deutschland:
Kimmich
(1. Gelbe Karte)
,
Hummels
(1.)
Slowakei:
Skrtel
(2. Gelbe Karte)
,
Kucka
(2.)

Besondere Vorkommnisse
Kozacik hält Foulelfmeter von Özil (13.)

Spieldaten

Deutschland       Slowakei
Tore 3 : 0 Tore
 
Torschüsse 21 : 7 Torschüsse
 
gespielte Pässe 589 : 391 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 512 : 320 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 77 : 71 Fehlpässe
 
Passquote 87% : 82% Passquote
 
Ballbesitz 61% : 39% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 50% : 50% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 14 : 12 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 12 : 13 Gefoult worden
 
Abseits 1 : 3 Abseits
 
Ecken 8 : 1 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
26.06.2016 18:00 Uhr
Stadion:
Stade Pierre Mauroy, Lille
Zuschauer:
44312
Spielnote:  2
die abwechslungsreiche und unterhaltsame Partie war von beiden Teams vergleichsweise offen geführt. Für die spielerischen Finessen war das deutsche Team verantwortlich.
Chancenverhältnis:
7:3
Eckenverhältnis:
8:1
Schiedsrichter:
Szymon Marciniak (Polen)   Note 4
etliche Probleme, unter anderem in der Zweikampfbeurteilung. Hummels für ein Nicht-Foul die Gelbe Karte zu geben, war ein krasser Fehler (67.).
Spieler des Spiels:
Julian Draxler
Da stand er also in der Start- elf - und drehte mächtig auf: Julian Draxler war fleißig, beweglich. Stark sein Solo, von dem Gomez beim 2:0 profitierte. Schön sein Tor.

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