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Rumänien

Rumänien

0
:
1

Halbzeitstand
0:1
Albanien

Albanien


RUMÄNIEN
ALBANIEN
15.
30.
45.




60.
75.
90.












Rumänien muss als Gruppenletzter die Koffer packen

Sadikus Tor hält Albaniens Hoffnung am Leben

Albanien hat sich durch den 1:0-Sieg über Rumänien, der gleichzeitig die ersten Punktgewinne bei einer Europameisterschaft darstellte, als Gruppendritter zumindest die theoretische Möglichkeit auf den Einzug ins Achtelfinale offen gehalten. Rumänien konnte in den ersten 20 Minuten überzeugen, ließ sich dann allerdings von aufopferungsvoll kämpfenden Albanern den Schneid abkaufen. Rumäniens Schlussoffensive brachte die "Kuq e zinjte" zwar noch einmal in Bedrängnis, kam letztlich aber zu spät.

Sadiku trifft zum 1:0
Mit goldenem Köpfchen zum historischen ersten EM-Tor: Albaniens Sadiku.
© getty imagesZoomansicht

Anghel Iordanescu warf in seinem 100. Spiel als Trainer der rumänischen Nationalmannschaft nach dem 1:1 gegen die Schweiz die Rotationsmaschine an und wechselte gleich auf fünf Positionen: Rat, Pintilii, Torje, Chipchiu und Keseru mussten auf der Bank Platz nehmen, dafür starteten Matel, Hoban, Popa, Stanciu und Alibec von Beginn an.

Albaniens Coach Giovanni de Biasi beließ es nach der 0:2-Niederlage gegen Gastgeber Frankreich bei nur einer Änderung. Basha rutschte in die Startformation und ersetzte dort Kukeli.

Die Voraussetzungen für beide Teams, noch das Achtelfinale zu erreichen, waren vor dem Anpfiff nicht die besten: Rumänien hätte bei einem eigenen Sieg auf französische Schützenhilfe hoffen müssen, um mit Platz zwei die Runde der letzten 16 sicher zu erreichen, die Albaner hätten selbst bei einem Sieg nur noch theoretische Chancen auf ein Weiterkommen.

Rumänien drängt - Albanien wirkt unsicher

In den Anfangsminuten nahmen die Rumänen das Heft des Handelns in die Hand, erste Annäherungen durch Stancu (3.) und Hoban (5.) blieben aber erfolglos. Das Team von Trainer-Jubilar Iordanescu ließ sich aber nicht beirren und rannte weiterhin an. Nach einem verunglückten Hysaj-Befreiungsschlag zog Stancu in der achten Minute aus 17 Metern volley ab, aber Berisha war zur Stelle. Die Albaner, die sich bei gegnerischem Ballbesitz tief am eigenen Strafraum positionierten, wirkten in Bedrängnis defensiv nicht sattelfest und ließen durch Alibec einen weiteren Abschluss zu (14.).

Spielanteile drehen sich - "Kuq e zinjte" nun überlegen

Nachdem sich Basha in der 20. Minute das erste Mal dem rumänischen Tor angenähert hatte, ergab sich für Lenjani die bis dato größte Chance der Partie, er jagte das Leder aus sieben Metern aber freistehend über das Gehäuse (23.). Dies war für die Albaner eine Art Schlüsselmoment - die "Kuq e zinjte" (Rot-Schwarzen) rissen nun die Spielanteile an sich und trieben das Leder vorwiegend über die linke Seite in Richtung rumänisches Tor. Bei den "Tricolorii" hingegen ging nicht mehr viel zusammen, das Flügelspiel um Rechtsaußen Popa war vollkommen zum Stillstand gelangt. Ganz im Gegensatz dazu die Albaner: Erst scheiterte Memushai am rumänischen Keeper (35.), dann verzog Basha nach einer Ecke freistehend aus elf Metern (36.). In der 44. Minute, es hatte sich angedeutet, passierte in Lyon historisches: Der Weltranglisten-42. ging durch Sadiku in Führung und erzielte damit das erste Tor Albaniens bei einer Europameisterschaft. Nach einer Memushaj-Vorlage konnte Sadiku, begünstigt durch einen Tatarusanu-Patzer beim Herauslaufen, aus kurzer Distanz einköpfen.

Albanien feiert
Kollektiver Jubel über das erste EM-Tor der albanischen Nationalmannschaft.
© getty images

Tricolorii zu harmlos

In der Pause schien Coach Iordanescu nicht die richtigen Worte gefunden zu haben, denn sein Team zeigte sich kaum bis gar nicht verbessert. Stattdessen hätte Albanien mit einem Konter beinahe nachgelegt, aber Sadiku blieb an Hoban hängen (50.). In den Folgeminuten ging nicht viel zusammen - die Albaner ließen ihr klares Aufbauspiel vermissen und produzierten so vermehrt einfache Ballverluste. Trotzdem schaffte es Rumänien nicht, diese Schwächeperiode des Gegners zu nutzen. In der 63. Minute meldete sich Albanien in Person von Memushai wieder in der Partie zurück, aber Tatarusanu konnte die Situation trotz erneuter Unsicherheit bereinigen.

Nervöse Albaner mit Raum für Konter

Die Rumänen trieb nun der Mut der Verzweiflung an und beinahe hätten sie sich für dieses Risiko belohnt: Doch erst wurde Andone fälschlicherweise einer Abseitsstellung bezichtigt (72.), dann traf er aus sieben Metern halbrechter Position nur Aluminium (76.). Albanien wirkte, wie zu Beginn der Partie, defensiv zwar wieder unsicher, hatte aber gleichzeitig mehr Raum für Konter zur Verfügung. Der eingewechselte Offensiv-Flitzer Roshi hatte zweimal die Gelegenheit, einen schnellen Gegenstoß zu fahren, aber er konnte beide nicht vollenden (85./87.). Die finale Chance hatte Stanciu, dessen Schuss aus dem Rückraum allerdings das Tor klar verfehlte (90.+4).

Falls die drei Punkte der Albaner langen, um als einer der vier besten Gruppendritten ins Achtelfinale einzuziehen, werden sie entweder auf den Sieger der Gruppe B (25. Juni 18 Uhr, LIVE! bei kicker.de) oder C (26. Juni 18 Uhr, LIVE! bei kicker.de) treffen. Für die Rumänen ist nach der Niederlage das Turnier beendet.

Europameisterschaft, 2016, Vorrunde, 3. Spieltag
Rumänien - Albanien 0:1
Rumänien - Albanien 0:1
Auf dem Weg

Die rumänischen Fans sind bereits auf dem Weg zum Spiel: Im letzten Spiel der Gruppe A treffen in Lyon Rumänien und Albanien aufeinander.
© imago

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EM-Turnierrechner
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Rumänien
Aufstellung:
Tatarusanu (4,5) - 
Sapunaru (3,5)    
Chiriches (5)    
Grigore (3,5) , 
Matel (5)    
Hoban (3,5) , 
Prepelita (4,5)    
Popa (5)    
Stanciu (4) , 
Stancu (5) - 
Alibec (4)    

Einwechslungen:
46. Sanmartean (4) für Prepelita
57. Torje (3)     für Alibec
68. Andone für Popa

Trainer:
Iordanescu
Albanien
Aufstellung:
Berisha (3,5) - 
Hysaj (3,5)    
Ar. Ajeti (2,5) , 
Mavraj (3) , 
Agolli (4)    
Basha (3)        
Abrashi (3) , 
Memushaj (1,5)    
Lila (3,5) , 
Lenjani (3)    
Sadiku (2,5)        

Einwechslungen:
59. Balaj (4) für Sadiku
77. Roshi für Lenjani
83. Cana für Basha

Trainer:
de Biasi

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Sadiku (43., Kopfball, Memushaj)
Gelbe Karten
Rumänien:
Matel
(1. Gelbe Karte)
,
Sapunaru
(1.)
,
Torje
(1.)
Albanien:
Basha
(1. Gelbe Karte)
,
Memushaj
(1.)
,
Hysaj
(1.)

Spieldaten

Rumänien       Albanien
Tore 0 : 1 Tore
 
Torschüsse 16 : 14 Torschüsse
 
gespielte Pässe 518 : 302 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 431 : 221 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 87 : 81 Fehlpässe
 
Passquote 83% : 73% Passquote
 
Ballbesitz 63% : 37% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 53% : 47% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 14 : 12 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 12 : 13 Gefoult worden
 
Abseits 1 : 5 Abseits
 
Ecken 2 : 6 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
19.06.2016 21:00 Uhr
Stadion:
Parc Olympique Lyonnais, Lyon
Zuschauer:
49752
Spielnote:  3
in der ersten Hälfte eine muntere Partie, in die Rumänien mit Schwung startete, Albanien jedoch hielt mit erfrischendem und ansehnlichem Fußball dagegen. Nach dem Wechsel wurde die Partie deutlich schwächer, es gab kaum noch Strafraumszenen. Die Schlussphase allerdings war spannend.
Chancenverhältnis:
2:5
Eckenverhältnis:
2:6
Schiedsrichter:
Pavel Kralovec (Tschechien)   Note 6
zwei spielentscheidende Fehler: das Foul von Basha an Hoban (6.) hätte die Rote Karte nach sich ziehen müssen, der Einsatz von Lenjani gegen Sapunaru (23.) war gelbwürdig. Und: falscher Abseitspfiff gegen Torje (72.).
Spieler des Spiels:
Ledian Memushaj
Giftig, spritzig und mit klugen Pässen. Der albanische Mittelfeldspieler bereitete den Siegtreffer vor und hatte selbst viel Zug zum Tor.

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