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Island

Island

1
:
1

Halbzeitstand
1:0
Ungarn

Ungarn


ISLAND
UNGARN
15.
30.
45.



60.
75.
90.












Ungarn rettet spät noch einen Punkt

Island feiert Sigurdsson - bis der Nackenschlag folgt

Island hat bei der EM in Frankreich den ersten Sieg der Geschichte verpasst! Nach dem ersten EM-Punkt der Geschichte beim 1:1 gegen Portugal um Cristiano Ronaldo mussten die Insulaner im zweiten Gruppenspiel gegen Ungarn ein spätes 1:1 schlucken. Die Magyaren um den einmal mehr auffälligen Kleinheisler betrieben dabei enorm viel Aufwand - allein im Abschluss haperte es über 90 Minuten gewaltig. Da musste schon ein spätes Eigentor helfen.

Gylfi Sigurdsson, Kolbeinn Sightorsson und Birkir Bjarnason (v.l.n.r.)
Isländische Boygroup: Torschütze Gylfi Sigurdsson, Kolbeinn Sightorsson und Birkir Bjarnason (v.l.n.r.) feiern den Treffer zum 1:0.
© picture allianceZoomansicht

Islands Trainergespann Lars Lagerbäck und Heimir Hallgrimsson vertrauten vor dem zweiten Gruppenspiel exakt derselben Startelf, die Favorit Portugal um Cristiano Ronaldo ein 1:1 abgetrotzt hatte.

Ungarns deutscher Coach Bernd Storck veränderte seine Formation dagegen nach dem 2:0-Überraschungscoup gegen Österreich, das zugleich den ersten EM-Dreier seit 52 Jahren (1964) bedeutet hatte: Juhasz, Torschütze Stieber und Priskin verdrängten Fiola (Knöchelverletzung), Nemeth und 1:0-Schütze Szalai. Die Euphorie im Lande und in der Mannschaft war nach dem Auftaktsieg natürlich riesig. Nun sollte nachgelegt werden.

Bödvarsson nickt drüber

Nach einer eher überschaubaren Anfangsphase waren es allerdings die Insulaner, die sich erstmals gefährlich annäherten. Bei einer Ecke wurde EM-Methusalem Kiraly zunächst komplett eingekesselt, sodass er nicht gut herauskommen konnte und der Ball gefährlich durch den Strafraum flog (9.), ehe Bödvarsson aus sehr guter Lage seinen Kopfball übers Gehäuse setzte (10.).

Auf der anderen Seite meldeten sich wenig später aber auch die Ungarn, die Feldvorteile hatten und mit Dampf über Stieber & Co. oftmals konsequent und schnell gen Strafraum marschierten, zu Wort: Priskin per Kopf (14.) und Kapitän Dzsudzsak per abgeblocktem Schuss (17.) generierten ordentliche Annäherungen.

Gudmundsson vergibt - Sigurdsson verwandelt

Laszlo Kleinheisler
Immer umtriebig: Bremens Laszlo Kleinheisler.
© picture alliance

Die beste Chance im ersten Durchgang hatten allerdings die Isländer: Nach einem eigentlich schwachen Pass von Bjarnason in Richtung Strafraum hatte Abwehrmann Kadar die Ruhe weg und ließ sich letztlich viel zu leicht von Gudmundsson zur Seite drängen. Der Mittelfeldmann stand hernach frei vor Keeper Kiraly, scheiterte mit seinem Linksschuss jedoch an einer starken Fußparade des früheren Berliners und 1860-Akteurs (31.). Die Magyaren hielten sich aber nicht lange mit diesem Abwehrpatzer auf: Bremens Kleinheisler, der vom FC Bologna umworben ist, doch laut SVW-Geschäftsführer Frank Baumann keine Freigabe erhalten wird, dribbelte über die linke Seite und zog seinen Linksschuss gefährlich am Tor vorbei (34.).

Vor der Pause fingen sich die Ungarn dann trotzdem noch das Gegentor gegen offensiv insgesamt gefährlichere Isländer: Nachdem Kiraly einen sicher geglaubten Ball fallen gelassen hatte, lief Gunnarsson auf Kadar auf. Es gab den durchaus diskutablen Elfmeter (38.), den nach einigen Diskussionen der Ex-Hoffenheimer und aktuelle Swansea-Spieler Sigurdsson eiskalt verwandelte (39.).

Abseits?

Der zweite Abschnitt startete wie der erste: Beide Nationen tasteten sich zunächst ab, wenige Chancen entstanden. Erst in der 60. Minute wurde es mal wieder richtig brenzlig - die Vorentscheidung lag in der Luft: Sigthorsson schraubte sich nach perfekter Gylfi-Sigurdsson-Flanke nach oben und nickte das Leder hauchdünn vorbei. Allzu sehr ärgern musste er sich aber nicht, denn es wurde auf Abseits entschieden - eine knappe Entscheidung.

Ungarn: im Aufwand stark, im Abschluss schwach

Island
Isländische Mauer: Der Inselstaat warf defensiv alles rein.
© picture alliance

Von den Ungarn kam derweil wenig, auch wenn viel über den quirligen Kleinheisler lief. Der Werderaner aber war oftmals allein auf weiter Flur, weswegen er sich häufig verfranzte oder unglückliche Schussversuche setzte. Insgesamt fehlt es den Magyaren, die oft weit über 60 Prozent Ballbesitz generierten, gerade am Strafraum an guten Ideen und Geistesblitzen. Die isländische Defensive stand enorm sicher und ließ sich kaum zu Fehlern verleiten. Symbolcharakter hatte da die 72. Minute, als Torwart Halldorsson vorbeigriff, doch kein Ungar in der Nähe stand. Oder die 73., als Joker Böde aus bester Lage aus 16 Metern zu schwach und unplatziert abschloss.

Saevarsson hilft fleißig mit

Die Schlussphase brach an - und mit ihr kam der Augsburger Finnbogason ins Spiel. Vom Stürmer war aber nicht viel mehr zu sehen, als das Foul in der 75. Minute, das ihm die zweite Gelbe Karte im Turnier einbrachte (Sperre). Denn die Ungarn begannen, noch einmal den Aufwand gewaltig zu erhöhen. Sie drängten den kompletten Inselstaat weit in die Defensive. Die Sehnsucht nach dem 1:1 war groß, sie würde minütlich größer, doch im Abschluss wurden unübersehbare Schwächen mehr als deutlich. Und dennoch fiel der späte Ausgleichstreffer - dank gütiger Mithilfe eines Isländers: Eine tolle Kombination über Kleinheisler und Nikolic mündete in einen Querpass in den Fünfmeterraum, den Abwehrmann Saevarsson ins eigene Tor drückte (88.).

EM-Turnierrechner

Im letzten Gruppenspiel trifft Island am Mittwoch um 18 Uhr in Paris St. Denis auf Österreich. Zur gleichen Zeit spielt Ungarn in Lyon gegen Portugal um Cristiano Ronaldo.

Europameisterschaft, 2016, Vorrunde, 2. Spieltag
Island - Ungarn 1:1
Island - Ungarn 1:1
Super Victor

Daumen hoch: EM-Maskottchen Super Victor und ein ungarischer Fan im Einklang.
© imago

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Island
Aufstellung:
Halldorsson (4) - 
B. Saevarsson (3,5)    
Arnason (3) , 
A. Skulason (3,5) - 
Gunnarsson (4)        
J. Gudmundsson (4,5)    
G. Sigurdsson (3,5)    
B. Bjarnason (4,5) - 
Sigthorsson (3,5)    
Bödvarsson (4)    

Einwechslungen:
66. Hallfredsson für Gunnarsson
69. Finnbogason     für Bödvarsson
84. Gudjohnsen für Sigthorsson

Trainer:
Lagerbäck
Ungarn
Aufstellung:
Kiraly (3,5) - 
Lang (4) , 
Guzmics (3) , 
Juhasz (3)    
Kadar (3,5)    
A. Nagy (2,5)    
Gera (3,5) , 
Kleinheisler (2,5)    
Stieber (4,5)    
Dzsudzsak (3,5)    
Priskin (5)    

Einwechslungen:
66. Böde für Priskin
66. N. Nikolic für Stieber
84. Szalai für Juhasz

Trainer:
Storck

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
G. Sigurdsson (39., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Gunnarsson)
1:1
B. Saevarsson (88., Eigentor, Linksschuss, N. Nikolic)
Gelbe Karten
Island:
J. Gudmundsson
(1. Gelbe Karte)
,
Finnbogason
(2.)
,
B. Saevarsson
(1.)
Ungarn:
Kadar
(1. Gelbe Karte)
,
Kleinheisler
(1.)
,
A. Nagy
(1.)

Spieldaten

Island       Ungarn
Tore 1 : 1 Tore
 
Torschüsse 8 : 12 Torschüsse
 
gespielte Pässe 260 : 642 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 158 : 544 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 102 : 98 Fehlpässe
 
Passquote 61% : 85% Passquote
 
Ballbesitz 29% : 71% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 46% : 54% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 15 : 15 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 15 : 15 Gefoult worden
 
Abseits 1 : 2 Abseits
 
Ecken 3 : 5 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
18.06.2016 18:00 Uhr
Stadion:
Vélodrome, Marseille
Zuschauer:
60842
Spielnote:  4
überschaubares Niveau, die Partie lebte lange nur vom Engagement der Ungarn. Immerhin spannend.
Chancenverhältnis:
4:1
Eckenverhältnis:
3:5
Schiedsrichter:
Sergei Karasev (Russland)   Note 5
bis zum falschen Elfmeterpfiff (38.) ordentlich, danach fehlerhaft und mit sprunghafter Bemessung bei persönlichen Strafen.
Spieler des Spiels:
Ragnar Sigurdsson
Turm in der isländischen Abwehrschlacht, setzte zudem vor dem Strafstoß entscheidend nach.

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