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Rumänien

Rumänien

1
:
1

Halbzeitstand
1:0
Schweiz

Schweiz


RUMÄNIEN
SCHWEIZ
15.
30.
45.









60.
75.
90.











Stancu trifft schon zum zweiten Mal vom Punkt

Mehmedi sorgt für Schweizer Erleichterung

Dank eines 1:1 im Pariser Prinzenpark gegen Rumänien am 2. Spieltag der Gruppe A hat die Schweiz beste Chancen auf die Achtelfinalteilnahme. Die Eidgenossen dominierten über weite Strecken das Spiel gegen insbesondere in der zweiten Hälfte müde werdende Rumänen, präsentierten sich allerdings im Abschluss zu wenig durchschlagskräftig.

Rumänische Fans
Die rumänischen Fans bejubeln das 1:0 von Bogdan Stancu.
© Getty ImagesZoomansicht

Rumäniens Nationaltrainer Anghel Iordanescu entschied sich nach der erst kurz vor Schluss zustande gekommenen 1:2-Niederlage im Auftaktspiel gegen Gastgeber Frankreich gleich zu vier Änderungen in seiner Startelf: Im defensiven Mittelfeld spielte Prepelita für Hoban. Mit Torje und Chipciu statt Popa und Stanciu sowie Keseru für Andone im Sturmzentrum baute Iordanescu fast seine komplette Offensive um.

"Nati"-Coach Vladimir Petkovic sah nach dem 1:0-Erfolg gegen Albanien zum Auftakt dagegen keine Veranlassung, seine Anfangsformation umzustellen.

Seferovic scheitert zweimal, Lichtsteiners unnötige Aktion

Die Begegnung begann äußerst munter, weil beide Mannschaften sofort bemüht waren, das Mittelfeld mit direkten Pässen und Tempo zu überbrücken, um in die Strafräume zu gelangen. Die erste gute Chance des Spiels vergab der Frankfurter Seferovic, der aus rund 13 Metern ganz knapp am rechten Pfosten vorbeizielte (6.). Im weiteren Verlauf erspielte sich die Schweiz - immer wieder forciert von Antreiber Dzemaili - Vorteile. Seferovic tauchte in der 16. Minute erneut frei vor Tatarusanu auf, scheiterte jedoch am rumänischen Schlussmann.

Kurz darauf bot sich plötzlich den Osteuropäern die große Gelegenheit zur Führung: Weil Lichtsteiner im eigenen Strafraum ein wenig plump am Trikot von Chipciu gezogen hatte, entschied der russische Schiedsrichter Sergei Karasev auf Strafstoß. Stancu, der bereits gegen Frankreich das rumänische Tor per Foulelfmeter erzielte hatte, verlud Sommer und schob flach ins linke Eck ein (18.). Durch den Treffer avancierte der Offensivakteur zum ersten Spieler bei der EM mit zwei Toren auf dem Konto und gleichzeitig zum ersten Rumänen überhaupt, der bei einer EM mehr als einen Treffer erzielte. Kurios zudem: Mit Ausnahme der beiden durch zwei Spieler von Juventus Turin (Frankreichs Evra und Lichtsteiner) verursachten Strafstöße zugunsten der Rumänen war im Turnierverlauf bislang kein Elfmeter verhängt worden.

EM-Turnierrechner

Die Schweiz antwortete zunächst mit wütenden Angriffen. Schär zwang Tatarusanu aus der Distanz zu einer sehenswerten Flugparade (22.). Die Rumänen, bei denen Stancu als zweite Spitze neben Keseru fungierte, hatten durch das 1:0 jedoch Selbstvertrauen getankt und suchten ihrerseits mit schnörkellosen Angriffen Abschlüsse. So ließ Chipciu links im Strafraum Lichtsteiner stehen und schoss mit einem Aufsetzer aus spitzem Winkel knapp vorbei (26.). Kurz darauf war es der rechte Außenpfosten, der nach einer Standardsituation und einem Schuss von Sapunaru aus dem Gewühl das zweite Gegentor für die Eidgenossen verhinderte (28.).

Das Schweizer Problem: Chancenverwertung

In der Schlussphase der ersten Hälfte fingen sich die Schweizer wieder und erhöhten sukzessive den Druck auf das rumänische Tor. Kurz vor der Halbzeit kam Dzemaili dem Ausgleich nach einer Flanke von Lichtsteiner fast von der Torauslinie sehr nahe, doch der Kopfballaufsetzer des offensiven Mittelfeldspielers strich knapp links am Tor vorbei (40.).

Ciprian Tatarusanu (r.)
Admir Mehmedi (nicht im Bild) schießt zum 1:1 ein, Ciprian Tatarusanu (r.) ist machtlos.
© Getty ImagesZoomansicht

Nach dem Seitenwechsel brachte Iordanesu Hoban für den angeschlagenen Pantilii. Und der Eingewechselte hatte nach noch nicht einmal einer gespielten Minute eine gute Schusschance im Strafraum gegen erneut einen Moment lang unaufmerksame Schweizer, zielte jedoch mit links am Tor vorbei (46.). Der Elf von Coach Petkovic fehlte nach Wiederbeginn zunächst der offensive Esprit, den seine Schützlinge noch über weite Strecken der ersten Hälfte an den Tag gelegt hatten.

Mehmedi bricht den Bann

Gerade als das Offensivspiel der Schweiz vollends zu erlahmen schien, gelang der "Nati" der Ausgleich: Nach einer Hereingabe prallte der Ball eher zufällig zu Mehmedi halblinks im Strafraum. Der Leverkusener zog mit links volley ab und brachte den Ball mit seinem wuchtigen Schuss im rechten Toreck unter - 1:1 (56.). Durch das Tor wurde der Leverkusener zum ersten Schweizer der Fußball-Historie, dem sowohl bei einer EM als auch bei einer WM mindestens ein Tor gelang. Bei der WM in Brasilien 2014 hatte Mehmedi beim 2:1 der Eidgenossen im Auftaktspiel gegen Ecuador zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich getroffen.

Der Ausgleich verlieh den Schweizern abrupt Oberwasser gegen das langsam müde werdende Rumänien, das mit zunehmender Spieldauer immer seltener zu Entlastungsangriffen kam und den Ball zumeist schon früh im Spielaufbau wieder verlor. Bei aller Dominanz, die die Schweiz insbesondere nach dem Ausgleichstreffer entwickelte, fehlte es den Eidgenossen trotz der Hereinnahme von Toptalent Embolo, der in Minute 64 für Seferovic kam, in Tornähe an Durchschlagskraft. So blieb es am Ende beim aus Sicht der Rumänen ein wenig schmeichelhaften Remis.

Am letzten Spieltag in der Gruppe A trifft Rumänien am Sonntag um 21 Uhr in Lyon auf Albanien und benötigt dabei einen Erfolg, um sich als potenziell Drittplatzierter gute Karten im Rennen der besten vier Gruppendritten, die sich noch für das Achtelfinale qualifizieren, zu sichern. Gleichzeitig spielt die Schweiz im Topspiel in Lille gegen Frankreich.

Europameisterschaft, 2016, Vorrunde, 2. Spieltag
Rumänien - Schweiz 1:1
Rumänien - Schweiz 1:1
Sommerwetter in Paris

Endlich zeigt sich in Paris auch blauer Himmel
© getty images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Rumänien
Aufstellung:
Tatarusanu (2) - 
Sapunaru (3,5) , 
Chiriches (3,5)    
Grigore (4)    
Rat (4)    
Pintilii (4)    
Prepelita (3,5)    
Torje (3,5) , 
Chipciu (3)    
Stancu (3,5)        
Keseru (4,5)    

Einwechslungen:
46. Hoban (3,5) für Pintilii
62. Filip für Rat
84. Andone für Stancu

Trainer:
Iordanescu
Schweiz
Aufstellung:
Sommer (3) - 
Lichtsteiner (4,5)    
Schär (3,5) , 
Djourou (3) , 
Behrami (3) , 
G. Xhaka (3)    
Shaqiri (4,5)    
Dzemaili (3)    
Mehmedi (3)    
Seferovic (4)    

Einwechslungen:
64. Embolo     für Seferovic
83. Lang für Dzemaili
90. + 1 Tarashaj für Shaqiri

Trainer:
Petkovic

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Stancu (18., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Chipciu)
1:1
Mehmedi (57., Linksschuss)
Gelbe Karten
Rumänien:
Prepelita
(1. Gelbe Karte)
,
Chipciu
(1.)
,
Keseru
(1.)
,
Grigore
(1.)
Schweiz:
G. Xhaka
(1. Gelbe Karte)
,
Embolo
(1.)

Spieldaten

Rumänien       Schweiz
Tore 1 : 1 Tore
 
Torschüsse 14 : 19 Torschüsse
 
gespielte Pässe 266 : 545 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 173 : 456 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 93 : 89 Fehlpässe
 
Passquote 65% : 84% Passquote
 
Ballbesitz 34% : 66% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 45% : 55% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 23 : 11 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 11 : 23 Gefoult worden
 
Abseits 1 : 5 Abseits
 
Ecken 4 : 7 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
15.06.2016 18:00 Uhr
Stadion:
Parc des Princes, Paris
Zuschauer:
43576
Spielnote:  2,5
von Beginn an entwickelte sich ein temporeiches Spiel mit vielen Torszenen, beide Teams kämpften mit offenem Visier.
Chancenverhältnis:
5:7
Eckenverhältnis:
4:7
Schiedsrichter:
Sergei Karasev (Russland)   Note 1,5
entschied beim Elfmeter richtig, überzeugte durch gute Zweikampfbewertung. Läuferisch stark, immer auf der Höhe des Geschehens.
Spieler des Spiels:
Ciprian Tatarusanu
machtlos beim Gegentor, verhinderte er vor der Pause gegen Seferovic und Schär Treffer der Schweizer, ein souveräner Rückhalt.

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