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Österreich

Österreich

0
:
2

Halbzeitstand
0:0
Ungarn

Ungarn


ÖSTERREICH
UNGARN
15.
30.
45.







60.
75.
90.













Dragovic fliegt - Kiraly veredelt sein Rekordmatch

Fehlstart: Szalai und Stieber schocken fahrige ÖFB-Elf

Was für eine Rückkehr auf die ganz große Bühne! Seit 1986 mussten die Fans der ungarischen Nationalmannschaft auf ein großes Turnier warten, beim Auftakt in Frankreich gewannen die Magyaren ihr erstes Spiel sensationell gegen favorisierte Österreicher. Der deutsche Nachbar ließ beim ersten ungarischen EM-Sieg überhaupt zu selten die Qualifikations-Form aufblitzen - dabei hätte nach 31 Sekunden bereits alles so schön sein können.

Bundesliga in Action: Während ÖFB-Taktgeber David Alaba (r.) haderte, feierte Adam Szalai sein Tor mit den Fans.
Bundesliga in Action: Während ÖFB-Taktgeber David Alaba (r.) haderte, feierte Adam Szalai sein Tor mit den Fans.
© Getty ImagesZoomansicht

Österreichs Nationaltrainer Marcel Koller vertraute zum Turnierstart auf gleich sechs Bundesligaspieler. Klein (VfB Stuttgart) und Hinteregger (Gladbach) verteidigten für den ÖFB, Alaba (FC Bayern) und Baumgartlinger (Mainz) organisierten die Defensivzentrale. Junuzovic (Bremen) und Stuttgarts Harnik sollten Offensivimpulse setzen.

Ungarns deutscher Coach Bernd Storck bot seinerseits zwei Deutschland-Legionäre auf. Bremens Kleinheisler und Hannovers Szalai standen in der Startelf. Der ehemalige Sechziger und Herthaner Keeper Kiraly schwang sich durch seinen Einsatz zum ältesten EM-Teilnehmer aller Zeiten auf (40 Jahre und 74 Tage) und zog dabei an Lothar Matthäus (39 Jahre und 91 Tage) vorbei.

Alabas früher Wachmacher

Das erste Endrundenspiel für die Ungarn seit 1986 begann mit einem echten Kracher: ÖFB-Anführer Alaba war Nutznießer eines Zusammenpralls von Baumgartlinger und Kleinheißler - und knallte die Kugel nach nur 31 Sekunden aus rund 25 Metern an den rechten Pfosten. Kiraly wäre geschlagen gewesen, durfte in seinem Rekordmatch aber erstmal aufatmen. Bremens Kleinheisler antwortete auf der Gegenseite mit einem harmlosen Schuss, der nicht zum Problem für Almer wurde (4.). Anschließend war der flotte Start der Österreicher bereits verpufft, die Magyaren übernahmen die Ballkontrolle, hatten Feldvorteile und gewannen mehr Zweikämpfe.

Nur Alaba bleibt gefährlich

Wenn es aber gefährlich wurde, dann rückte Kiraly in den Mittelpunkt: Arnautovic tanzte auf links seinen Gegenspieler aus und passte genau im richtigen Moment in die Schnittstelle zum einlaufenden Alaba. Der Profi des FC Bayern aber scheiterte an Kiraly, der beim Versuch aus zwölf Metern sicher zupackte (10.). Bis zur 25. Minute steuerten die Österreicher kaum mehr Konstruktives zum Spiel bei, waren in ihrem Passspiel fahrig und verfügten nach vorne über zu wenig Tempo und Esprit. Ungarn aber wusste das nicht zu nutzen: Szalai holte einen Freistoß heraus und setzte die Hereingabe per Kopf beinahe ins Seitenaus (34.).

Dzsudzsak hat's auf dem Fuß

An allen Österreichern, aber auch am Tor vorbei: Ungarns Kapitän Balazs Dzsudzsak vergibt die Riesenchance.
An allen Österreichern, aber auch am Tor vorbei: Ungarns Kapitän Balazs Dzsudzsak vergibt die Riesenchance.
© Getty Images

Im Gegenzug klappte dann endlich mal das ansonsten wenig effiziente österreichische Allzweckmittel: lange Bälle. Innenverteidiger Dragovic fand den Kopf von Janko, der für Junozovic ablegte. Der Bremer Offensivmann zog humorlos ab, Kiraly aber war blitzschnell unten (35.). Weil Arnautovic kurz darauf eine gute Möglichkeit fahrlässig im Keim erstickte, gehörte den Ungarn der letzte Aufreger der ersten 45 Minuten: Kleinheisler schickte Dzsudzsak klug in die Gasse, doch dem Kapitän der Magyaren versagten die Nerven (43.).

Junuzovic verletzt raus, Sabitzer kommt

Die Österreicher mühten sich auch nach dem Seitenwechsel, zu brauchbaren Chancen zu kommen. Wirkliche Gefahr entfachten die vielen Flanken vom Flügel aber nicht. Ganz anders der Distanz-Hammer von Dzsudzsak aus 25 Metern, den Almer nur mit beiden Fäusten klären konnte (55.). Der nächste kleinere Nackenschlag folgte nur vier Zeigerumdrehungen später: Junuzovic musste verletzt runter, Leipzigs Sabitzer ersetzte ihn (59.).

Bundesliga-Combo sticht

Eine Bundesliga-Combo verdunkelte die Miene von Marcel Koller endgültig: Kleinheisler und Szalai spielten mit den Österreichern Katz und Maus, ehe der Hannoveraner das Zuspiel des Bremers an Almer vorbei ins Tor spitzelte - 1:0 für Ungarn (62.). Jetzt erst recht? Nicht wirklich, denn Dragovic sah wenig später eine umstrittene Ampelkarte (66.). Die Österreicher antworteten mit wütenden Angriffen, Sabitzer aber zielte knapp drüber (73.).

Stieber hebt rotzfrech

Die Ungarn waren mit der Führung freilich hochzufrieden und lauerten bevorzugt auf Kontermöglichkeiten, die sich in Hülle und Fülle boten. Nemeth und Kleinheisler vergaben ihre Chancen aber leichtfertig (71., 74.). In der Schlussviertelstunde warf der ÖFB nochmal alles in die Waagschale, wartete aber vergebens auf den Lucky Punch. Stattdessen lief die Koller-Elf ins offene Messer: Der eingewechselte Stieber vom Zweitligisten aus Nürnberg war auf Zuspiel von Priskin auf und davon, Almer düpierte er mit einem genialen Heber - 2:0 (87.). Damit war der Favorit endgültig gebrochen: Nach Arnautovics Schuss direkt in die Arme von Kiraly (90.+3), durfte die ungarische Party beginnen.

Nach der enttäuschenden Auftaktpleite sind die Österreicher am Samstag im zweiten Gruppenspiel im Pariser Prinzenpark gegen Portugal bereits unter Druck (21 Uhr). Das siegreiche Ungarn kann schon vorher um 18 Uhr in Marseille gegen Island nachlegen.

Europameisterschaft, 2016, Vorrunde, 1. Spieltag
Österreich - Ungarn 0:2
Österreich - Ungarn 0:2
Oldie bei der EM

Ungarns Keeper Gabor Kiraly ist der älteste Spieler der EM.
© Getty Images

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EM-Turnierrechner
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Österreich
Aufstellung:
Almer (3) - 
Klein (4) , 
Dragovic (4,5)    
Hinteregger (4,5) , 
Fuchs (4)    
Alaba (3,5) - 
Harnik (5)    
Junuzovic (3)    
Arnautovic (3) - 
Janko (4,5)    

Einwechslungen:
59. Sabitzer (4) für Junuzovic
65. Okotie für Janko
77. Schöpf für Harnik

Trainer:
Koller
Ungarn
Aufstellung:
Kiraly (2) - 
Fiola (4) , 
Guzmics (4) , 
Lang (4) , 
Kadar (3) - 
A. Nagy (3) - 
Gera (3) - 
Kleinheisler (2)    
Dzsudzsak (3)    
Nemeth (4)        
Szalai (3)        

Einwechslungen:
69. Priskin für Szalai
79. Stieber     für Kleinheisler
89. Pinter für Nemeth

Trainer:
Storck

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Szalai (62., Rechtsschuss, Kleinheisler)
0:2
Stieber (87., Rechtsschuss, Priskin)
Gelb-Rote Karten
Österreich:
Dragovic
(66.)
Ungarn:
-
Gelbe Karten
Österreich:
-
Ungarn:
Nemeth
(1. Gelbe Karte)

Spieldaten

Österreich       Ungarn
Tore 0 : 2 Tore
 
Torschüsse 14 : 14 Torschüsse
 
gespielte Pässe 428 : 398 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 313 : 298 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 115 : 100 Fehlpässe
 
Passquote 73% : 75% Passquote
 
Ballbesitz 52% : 48% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 53% : 47% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 10 : 16 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 15 : 10 Gefoult worden
 
Abseits 0 : 1 Abseits
 
Ecken 4 : 4 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
14.06.2016 18:00 Uhr
Stadion:
Stade Matmut-Atlantique, Bordeaux
Zuschauer:
34424
Spielnote:  3,5
nach der Auftakt-Offensive Österreichs fand Ungarn besser ins Spiel, wirkte kompakt und entschlossen, hatte dann nach Gelb-Rot für Dragovic das bessere Ende für sich.
Chancenverhältnis:
4:5
Eckenverhältnis:
4:4
Schiedsrichter:
Clement Turpin (Frankreich)   Note 2,5
kleinere Fehler bei der Beurteilung von Zweikämpfen, ansonsten aber souverän. Hart, aber korrekt Gelb-Rot für Dragovic.
Spieler des Spiels:
Laszlo Kleinheisler
bissig und dynamisch, fast fehlerfrei im Aufbau und mit großem Pensum. Bereitete stark das Führungstor vor.

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