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Polen

Polen

1
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0

Halbzeitstand
0:0
Nordirland

Nordirland


POLEN
NORDIRLAND
15.
30.
45.





60.
75.
90.












Nordiren sind beim EM-Debüt spielerisch klar unterlegen

Nicht Lewandowski, sondern Milik erlöst Polen

Am Ende war es ein richtig dickes Brett, was die Polen am frühen Sonntagabend zu bohren hatten. Gegner Nordirland verteidigte mit Mann und Maus und hatte nur eines im Sinn: ein torloses Remis. Dieses Vorhaben ging bis zur 51. Minute auch auf. Dann erlöste der ehemalige Bundesliga-Stürmer Milik die Osteuropäer, die nach erfolglosen Teilnahmen an den Europameisterschaften 2008 und 2012 nun den ersten Schritt in Richtung Achtelfinale setzten.

Kein Durchkommen: Die Nordiren, hier mit Shane Ferguson (#3) und Torwart Michael McGovern, verteidigen mit Mann und Maus.
Kein Durchkommen: Die Nordiren, hier mit Shane Ferguson (#3) und Torwart Michael McGovern, verteidigen mit Mann und Maus.
© Picture AllianceZoomansicht

Polens Nationaltrainer Adam Nawalka setzte zum EM-Auftakt natürlich auf seinen Superstar Lewandowski im Sturm. Neben dem Bayern-Angreifer fand sich mit Rechtsverteidiger Piszczek (BVB) ein weiterer Bundesliga-Legionär in der Anfangsformation. Mit "Kuba" Blaszczykowski stand auch ein ehemaliger Dortmunder von Beginn an auf dem Rasen. Von Europa-League-Sieger FC Sevilla war Krychowiak dabei.

Beim EM-Debütanten aus Nordirland stürmte Birmingham-Angreifer Lafferty. Ansonsten stellte Coach Michael O'Neill eher defensiv auf. Bis auf Aaron Hughes (Melbourne) verdienen sämtliche Spieler ihr Geld auf der Insel, viele davon in der englischen Premier League.

25 Prozent Ballbesitz: Nordiren rühren Beton an

Schon direkt nach dem Anstoß deutete sich an, auf welches Stilmittel die Nordiren, die immerhin seit zwölf Spielen ungeschlagen waren, setzten: Der Ball wurde gleich hoch und weit nach vorne gedroschen. Doch viele Möglichkeiten, lange Pässe zu schlagen, boten sich den Briten gar nicht, denn die Mannschaft war nur selten in Ballbesitz. In der Anfangsviertelstunde waren es nur äußerst magere 25 Prozent. Auch die Passquote war mit 33 Prozent sehr dürftig. Die Polen hingegen waren bemüht, das Spiel zu machen, fanden zunächst aber keinen Weg durch das nordirische Bollwerk. Gerade auf Lewandowski warfen die Nordiren ein Auge: Der Bayern-Star konnte sich nur selten von einem Verteidiger lösen.

Dabei blieb es erst einmal auch: Der mit 30 Treffern überragende Spieler der abgelaufenen Bundesliga-Spielzeit musste sich in der ersten halben Stunde mit nur neun Ballkontakten begnügen. Lewandowski hing förmlich in der Luft. Aktiver war sein Sturmkollege Milik, der deutlich besser ins Spiel der Polen integriert war und seine Mannschaft nach 31 Minuten hätte in Führung bringen müssen. Der Ajax-Angreifer (einst in Leverkusen und Augsburg) verzog zentral im Strafraum denkbar knapp. Ansonsten fehlte es der Nawalka-Elf an Kreativität und Ideen, Nordirlands Mauer-Taktik ging weiterhin blendend auf.

Einbahnstraßen-Fußball, doch bei McGovern ist Endstation

Es ging weiterhin nur in eine Richtung, denn von der "Green and White Army", die auf den Rängen herausragend unterstützt wurde, war offensiv gar nichts zu sehen. Ihr einziges Ziel war es, kein Gegentor zu kassieren. Dass dies zur Pause auch gelang, war allen voran der Verdienst von Torhüter McGovern, der bei Kapustkas Volleykracher gerade noch rechtzeitig die Hände hochriss (39.).

Milik erlöst die Polen - Szczesny stoppt Washington

Der zweite Durchgang glich einer Kopie der ersten Hälfte. Die Polen nahmen sofort wieder das Zepter in die Hand und spielten nach vorne. Und jetzt auch mit Erfolg: Nach Vorarbeit von Blaszczykowski traf Milik kurz nach Wiederbeginn zur hochverdienten Führung Polens (51.).

Arkadius Milik trifft zum erlösenden 1:0 für Polen.
Der Bann ist gebrochen. Arkadius Milik trifft zum erlösenden 1:0 für Polen.
© Getty Images

Damit war die Defensivtaktik der Nordiren über den Haufen geworfen. Dementsprechend schickte Coach O'Neill mit Washington einen zweiten Angreifer aufs Feld. Doch der personelle Wechsel sorgte nicht zwingend für offensivere Nordiren, die bis zu diesem Zeitpunkt nach wie vor kein einziges Mal auf das polnische Tor geschossen hatten. Auch nicht nach einem sehenswerten Washington-Solo, das der herausstürmende Szczesny abrupt beendete (72.).

Die Polen mussten sich den Vorwurf gefallen lassen, dass sie nicht zwingend auf das zweite Tor spielten. So mussten sie in der Schlussphase um den Auftaktsieg noch bangen. Und tatsächlich kamen die Briten noch das ein oder andere Mal vermeintlich gefährlich in den Strafraum, ohne aber zu Abschlüssen zu kommen. Diese verzeichneten in der Schlussphase stattdessen nochmals die Polen. Die beste Möglichkeit hatte dabei Krychowiak, der aus der Distanz nur knapp verzog (87.).

Polen verhindern Fehlstart - Nordirlands Serie endet

So endete die Partie knapp mit 1:0 zu Gunsten der Polen, die damit den dritten EM-Fehlstart (2008 und 2012 schieden sie in der Vorrunde aus) in Folge verhinderten und überhaupt den ersten EM-Sieg ihrer Geschichte einfuhren. Für die Nordiren endet dafür eine Serie von zwölf Spielen ohne Niederlage.

Polen trifft am Donnerstag um 21 Uhr in Paris auf Deutschland. Davor kommt es zur Begegnung zwischen Nordirland und der Ukraine (18 Uhr).

Europameisterschaft, 2016, Vorrunde, 1. Spieltag
Polen - Nordirland 1:0
Polen - Nordirland 1:0
Friedliche Vorfreude

Nordirische und polische Fans fiebern gemeinsam dem Anpfiff entgegen
© picture alliance

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EM-Turnierrechner
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Polen
Aufstellung:
Szczesny (2,5) - 
Piszczek (2,5)    
Glik (3,5) , 
Pazdan (3,5) , 
Jedrzejczyk (4) - 
Krychowiak (3,5) , 
Maczynski (4)    
Blaszczykowski (1,5)    
Kapustka (2)        
Milik (2)    
Lewandowski (4,5)    

Einwechslungen:
78. Jodlowiec für Maczynski
80. Grosicki für Blaszczykowski
88. Peszko für Kapustka

Trainer:
Nawalka
Nordirland
Aufstellung:
McGovern (3,5) - 
Cathcart (3,5)    
McAuley (3,5) , 
J. Evans (3) - 
McLaughlin (4) , 
Ferguson (4,5)    
McNair (4)    
Baird (4)    
Norwood (3,5) - 
St. Davis (4)    

Einwechslungen:
46. Dallas (4,5) für McNair
66. Washington für Ferguson
76. J. Ward für Baird

Trainer:
O'Neill

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Milik (51., Linksschuss, Blaszczykowski)
Gelbe Karten
Polen:
Kapustka
(1. Gelbe Karte)
,
Piszczek
(1.)
Nordirland:
Cathcart
(1. Gelbe Karte)

Spieldaten

Polen       Nordirland
Tore 1 : 0 Tore
 
Torschüsse 18 : 2 Torschüsse
 
gespielte Pässe 503 : 274 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 432 : 175 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 71 : 99 Fehlpässe
 
Passquote 86% : 64% Passquote
 
Ballbesitz 65% : 35% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 51% : 49% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 11 : 12 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 12 : 9 Gefoult worden
 
Abseits 1 : 2 Abseits
 
Ecken 8 : 1 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
12.06.2016 18:00 Uhr
Stadion:
Allianz Riviera, Nizza
Zuschauer:
33742
Spielnote:  4
einseitige Begegnung, in dem nur Polen für Offensivaktionen sorgte. Nordirland war spielerisch zu limitiert, um die Partie ausgeglichen zu gestalten.
Chancenverhältnis:
10:3
Eckenverhältnis:
8:1
Schiedsrichter:
Ovidiu Alin Hategan (Rumänien)   Note 2,5
großzügige Zweikampfbewertung, die dem robusten Spiel der Nordiren entgegenkam. Sonst nahezu fehlerfrei.
Spieler des Spiels:
Jakub Blaszczykowski
Ständiger Unruheherd und Vorbereiter des Siegtors: Jakub Blaszczykowski war an nahezu allen gefährlichen Offensivaktionen der Polen beteiligt.

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