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Polen

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Kroatien

 

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Polen
Kroatien
1.
15.
30.
45.



46.
60.
75.
90.









Gruppe B, 3. Spieltag: Keine Mühe für die Bilic-Elf

Nur Klasnic überwindet Boruc

Kroatien machte seine Ankündigung wahr und stellte trotz zahlreicher Wechsel gegen Polen eine jederzeit konkurrenzfähige und gut spielende Mannschaft. Auf der anderen Seite stand eine polnische Elf, der Kreativität und Durchsetzungsvermögen über weite Strecken fehlten und die eine verdiente Niederlage kassierte. Einzig ihr Keeper bot über 90 Minuten konsequent Paroli.

Klasnic gegen Krzynowek
Durchgesetzt: Kroatiens Torschütze Ivan Klasnic (links) ist vor Polens Jacek Krzynowek am Ball.
© dpaZoomansicht

Bei den Polen gab es nach dem jüngsten 1:1-Unentschieden gegen Österreich folgende drei personelle Änderungen: Wawrzyniak, Lobodzinski und Murawski rückten für Bak, Jop und Smolarek ins Team.

Kroatiens Trainer Slaven Bilic brachte im Vergleich zum 2:1-Erfolg gegen Deutschland gleich neun neue Leute in seiner Anfangself: Runje, Simic, Vejic, Vukojevic, Pokrivac, Knezevic, Leko, Klasnic und Petric durften beginnen. Dagegen wurden Pletikosa, Simunic, Corluka, Modric, Kranjcar, Srna, Olic sowie das Brüderpaar Robert und Niko Kovac mit Blick auf das Viertelfinale gegen die Türkei geschont.

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Davon war dem Spiel der Kroaten von Beginn an aber nichts anzumerken. Flott und flüssig kombinierten sie Richtung Artur Boruc. Allerdings brachten die Polen die erste nennenswerte Aktion auf des Gegners Tor. Nach einer Ecke von Krzynowek köpfte Dudka nur knapp rechts vorbei (11.). In der Folge fehlten solche Aktionen aber auf Seiten der Beenhakker-Elf.

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Stattdessen fuhren die ohnehin für die nächste Runde qualifizierten Kroaten einen Angriff nach dem anderen, waren jederzeit Herr der Lage. Erst verfehlte Pranjic mit einem Heber das Ziel (15.), dann schlug Rakitic einen Freistoß in den Fünf-Meter-Raum, doch Vejics Kopfball strich links vorbei (20.). Polen wachte davon nicht auf, tat zu wenig für ein Team, das seine letzte Chance auf die Runde der letzten Acht nutzen wollte.

Vielmehr legten die Kroaten, die den verletzten Knezevic nach 26 Minuten durch Corluka ersetzen mussten, munter nach. Aus dem linken Halbfeld brachte Pranjic den Ball in den Strafraum, dort war Petric nahe des Elfmeterpunktes jedoch einen Schritt zu spät und verpasste knapp (30.). Die Bilic-Elf legte zwar in Sachen Chancen nach, ein Treffer blieb ihnen aber verwehrt. Klasnic war es, der die beste Gelegenheit nicht im Kasten versenken konnte. Nach einem Pass von Petric tauchte der Stürmer alleine vor Boruc auf, der aber mit einer tollen Reaktion klärte (33.). Auch drei Minuten später gegen Rakitic konnten sich die Polen wieder bei ihrem Keeper bedanken, dass das 0:0 weiter Bestand hatte (36.).

Artur Boruc
Der beste Pole: Nur Schlussmann Artur Boruc konnte gegen Kroatien voll überzeugen.
© dpaZoomansicht

Erst kurz vor dem Seitenwechsel machten die Polen wieder offensiv auf sich aufmerksam. Krzynoweks Freistoß ging aber völlig harmlos links am Tor von Runje vorbei (43.). Letztlich war es aber zu wenig.

Nachdem die Seiten gewechselt waren, kam von den Polen mehr Dampf, aber die Kroaten schafften den zählbaren Erfolg. Pranjic bediente von links Klasnic, der diesmal sein Visier besser eingestellt hatte und die Kroaten mehr als verdient mit 1:0 in Front schoss (53.). Damit ist er nicht nur der erste Spieler bei einer EM mit einer Spenderniere, sondern auch der erste EM-Torschütze mit einem Spenderorgan.

Das Tor war für die Polen der Genickbruch. Auch, weil Guerreiro im Strafraum zwar Simic mit einer Drehung ins Leere grätschen ließ und abzog, dann aber aus zwölf Metern halblinks haarscharf am rechten Pfosten vorbeizielte (64.). Saganowski per Kopf (68.) scheiterte an Runje, Smolarek köpfte nach präziser Flanke von rechts nur Zentimeter über das Tor, stand dabei aber im Abseits (72.), und ein Schuss von Wawrzyniak von der Strafraumgrenze ging links vorbei (74.). Letztlich stellten diese Chancen aber nicht mehr als ein Strohfeuer dar. Bezeichnend war, als Zahorski nach einem super Pass von Smolarek in die Gasse kläglich am herauseilenden Runje scheiterte (88.). Polen fehlten einfach die Ideen. Kroatien stand hinten sicher, ließ sich nur ganz selten in Bedrängnis bringen und war die deutlich bessere weil aktivere Mannschaft.

Für das Bilic-Team geht das Turnier nun am Freitag in Wien gegen die Türkei mit dem Viertelfinale weiter, Polen muss dagegen die Koffer packen und die Heimreise antreten.

16.06.08
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Polen
Aufstellung:
Boruc (1,5) - 
Wasilewski (4,5) , 
Dudka (3) , 
Wawrzyniak (5) - 
Murawski (5) , 
Lewandowski (5)      
Lobodzinski (5)   
Krzynowek (5) - 
Saganowski (5,5)   

Einwechslungen:
46. Kokoszka (4) für Lewandowski
55. Smolarek (5) für Lobodzinski
69. Zahorski    für Saganowski

Trainer:
Beenhakker
Kroatien
Aufstellung:
Runje (2,5) - 
D. Simic (3,5) , 
Vejic (3,5)   
Knezevic   
Pranjic (3) - 
Vukojevic (3)   
Pokrivac (3,5) - 
J. Leko (3) , 
Rakitic (2,5) - 
Klasnic (3)       
Petric (3,5)   

Einwechslungen:
27. Corluka (3) für Knezevic
75. Kalinic für Klasnic
75. Kranjcar für Petric

Trainer:
Bilic

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Klasnic (53., Linksschuss, Pranjic)
Gelbe Karten
Polen:
Lewandowski
(2. Gelbe Karte)
,
Zahorski
(1.)
Kroatien:
Vejic
(1. Gelbe Karte)
,
Vukojevic
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
16.06.2008 20:45 Uhr
Stadion:
Hypo-Group-Arena
Zuschauer:
30461 (ausverkauft)
Spielnote:  3,5
Chancenverhältnis:
4:8
Eckenverhältnis:
5:1
Schiedsrichter:
Kyros Vassaras (Griechenland)   Note 2,5
ohne Mühe in einem fairen Spiel, aber mit überzogener Theatralik.
Spieler des Spiels:
Artur Boruc
verhinderte mit einer fehlerlosen Leistung und glänzenden Paraden eine höhere Niederlage. Einziger Pole mit internationaler Klasse.
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