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Schweiz

Schweiz

2
:
0

Halbzeitstand
0:0
Portugal

Portugal


SCHWEIZ
PORTUGAL
15.
30.
45.




60.
75.
90.













Gruppe A, 3. Spieltag: Erster EM-Sieg

Yakin versüßt Kuhns Abschied

Einen versöhnlichen Abschluss feierte die Schweiz im letzten Gruppenspiel gegen Portugal. Durch zwei Yakin-Tore kamen die Eidgenossen zum ersten Sieg bei einer EM-Endrunde und versüßten gleichzeitig dem scheidenden Trainer Jakob Kuhn den Abschied. Für Portugal, das die Stars schonte, geht es am Donnerstag in Basel im Viertelfinale weiter.

Eren Derdiyok (li.) gegen Bruno Alves
Schenkten sich nicht: Eren Derdiyok (li.) im Kopfballduell mit Bruno Alves.
© dpaZoomansicht

Der Schweizer Trainer Jakob "Köbi" Kuhn änderte seine Mannschaft im Vergleich zum 1:2 gegen die Türkei, das verbunden war mit dem Aus bei der EM, auf zwei Positionen: Im Tor erhielt Zuberbühler den Vorzug vor Wolfsburgs Benaglio, Vonlanthen vertrat Leverkusens Barnetta im linken Mittelfeld. Felipe Scolari dagegen ließ kräftig rotieren. Nachdem Portugal mit dem 3:1 gegen Tschechien Tabellenplatz eins und das Viertelfinale gesichert hatte, schonte Scolari seine Stars und gab der zweiten Garnitur Spielpraxis. So nahmen auch Deco und Cristiano Ronaldo nur auf der Bank Platz.

Im ausverkauften St. Jakob-Park in Basel kam die Partie, in der es um nichts mehr ging, nur schwer in die Gänge. Die Schweiz begann zwar engagiert, aber der Spielaufbau war mit vielen Fehlern und leichten Ballverlusten behaftet. Die neu zusammengestellte portugiesische Elf suchte ihren Rhythmus und hatte nach einer Viertelstunde Pech, als Nani die erste gelungene Kombination nicht zu Ende spielen konnte. Der portugiesische Offensivmann wurde von Lichtsteiner unsanft von den Beinen geholt, die Pfeife von Schiedsrichter Plautz blieb aber stumm.

Die Schweiz erhöhte den Druck, zwingend waren die Aktionen des Gastgebers aber nicht wirklich. Vielmehr hatte das Team von Jakob Kuhn Glück, dass ein von Pepe (18.) abgefälschter Freistoß von Zuberbühler noch an die Querlatte gelenkt wurde. Die Eidgenossen agierten zu umständlich, hatten aber in der 22. Minute den Torjubel auf den Lippen. Ricardo brachte die Fingerspitzen noch an einen Inler-Schuss, der so knapp über die Latte strich.

Die Antwort Portugals ließ in einer nun munteren, da ohne taktische Zwänge ablaufenden Begegnung, nicht lange auf sich warten: Helder Postiga (24.) brachte aber aus elf Metern den Ball nicht im Tor unter. Der gleiche Akteur war es auch, der gegen eine optisch leicht überlegene Schweiz zweimal gefährlich vor dem Tor der Eidgenossen auftauchte. Köpfte er erst noch knapp am rechten Tordreieck vorbei (34.), brachte der portugiesische Stürmer nur eine Minute später den Ball im Gehäuse der Schweizer unter - Referee Plautz verweigerte dem Treffer aber auf Grund einer angeblichen Abseitsstellung die Anerkennung.

Die zweite Hälfte begann, wie die erste endete - ohne großes Abtasten und mit einigermaßen sorglosen Abwehrreihen. Inler (46.) konnte ohne Bedrängnis abziehen, auf der Gegenseite stand Helder Postiga (49.) bei einem Kopfball völlig frei. Beide Akteure verfehlten das Ziel, ebenso wie Nani (53.). Der hatte freie Bahn, schob den Ball an Zuberbühler vorbei jedoch an den linken Pfosten.

Paulo Ferreira (am Boden) gegen Valon Behrami
Ausgehebelt: Paulo Ferreira (am Boden) grätscht Valon Behrami ab uns sieht dafür Gelb.
© dpa

Die Schweiz, angetrieben von Inler, erhöhte nach einer Stunde den Druck. Während der Mittelfeldspieler von Udinese Calcio mit einem Schuss noch am Außenpfosten scheiterte (65.), machte es Yakin etwas genauer. Der Routinier, von Derdiyok reaktionsschnell in Szene gesetzt, behielt frei vor Ricardo die Nerven. Yakin tunnelte den portugiesischen Schlussmann und brachte die Eidgenossen mit seinem zweiten Turniertor in Führung.

Die Portugiesen versuchten in der Folge vergeblich zum Ausgleich zu kommen, vielmehr erhöhte die Schweiz durch einen fragwürdigen Elfmeter auf 2:0. Yakin schnappte sich das Leder und hämmerte den Ball vom ominösen Punkt aus ins linke obere Eck. Der dritte Turniertreffer von Yakin reichte der Schweiz zum Sieg.

Während für die Nationalmannschaft der Schweiz das Turnier zu Ende ist, geht es für Portugal am Donnerstag im Viertelfinale erneut in Basel um 20.45 Uhr weiter.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Schweiz
Aufstellung:
Zuberbühler (2,5) - 
Lichtsteiner (5)    
Müller (3,5) , 
Senderos (3,5) , 
Magnin (3,5) - 
Fernandes (4)    
Inler (3) - 
Behrami (3,5) , 
Vonlanthen (4,5)        
H. Yakin (2)                

Einwechslungen:
61. Barnetta     für Vonlanthen
84. Grichting für Lichtsteiner
86. Cabanas für H. Yakin

Trainer:
Kuhn
Portugal
Aufstellung:
Ricardo (3) - 
Miguel (3,5)    
Pepe (3) , 
Bruno Alves (4) , 
Paulo Ferreira (3,5)        
Fernando Meira (3)    
Miguel Veloso (4)    
Nani (2,5) , 
Helder Postiga (4)    

Einwechslungen:
41. Jorge Ribeiro (4)     für Paulo Ferreira
71. Joao Moutinho für Miguel Veloso
74. Hugo Almeida für Helder Postiga

Trainer:
Scolari

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
H. Yakin (71., Rechtsschuss, Derdiyok)
2:0
H. Yakin (83., Foulelfmeter, Linksschuss, Barnetta)
Gelbe Karten
Schweiz:
H. Yakin
(1. Gelbe Karte)
,
Vonlanthen
(2.)
,
Barnetta
(2.)
,
Fernandes
(1.)
Portugal:
Paulo Ferreira
(1. Gelbe Karte)
,
Jorge Ribeiro
(1.)
,
Fernando Meira
(1.)
,
Miguel
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
15.06.2008 20:45 Uhr
Stadion:
St.-Jakob-Park, Basel
Zuschauer:
39730 (ausverkauft)
Spielnote:  3
kein packendes, aber abwechslungsreiches Spiel.
Chancenverhältnis:
7:4
Eckenverhältnis:
5:2
Schiedsrichter:
Konrad Plautz (Österreich)   Note 5,5
erkannte den Treffer von Helder Postiga (36.) zu Unrecht wegen Abseits nicht an, verweigerte Portugal gleich zwei Foulelfmeter: Lichtsteiner an Nani (15.) und Müller an Nani (43.) und gönnte der Schweiz einen äußerst fragwürdigen.
Spieler des Spiels:
Hakan Yakin
Beim Tor zur Stelle, beim Elfmeter eiskalt sicherte der fleißige Torjäger, der damit alle Schweizer EM-Tore, schoss den Sieg.