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Griechenland

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Russland

 

0:1 (0:1)

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Griechenland
Russland
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Aus für den Europameister!

Blackout von Nikopolidis

Russland entschied das Duell der Verlierer des ersten Spieltags gegen Griechenland verdient zu seinen Gunsten und kegelt den amtierenden Europameister vorzeitig aus dem Wettbewerb. Die Hiddink-Elf war spielerisch überlegen und nutzte Nikopolidis' katastrophalen Fehler zur Pausenführung. Nach dem Wechsel erlebten die Zuschauer eine chancenreiche und taktisch losgelöste Partie - mit dem besseren Ausgang für die Russen, die weiter im Rennen sind.

Semak flankt, Nikopolidis greift daneben
Der Moment vor dem 1:0: Semak flankt, Nikopolidis greift daneben, in der Mitte staubt Zyryanov ab.
© dpaZoomansicht

Griechenlands deutscher Coach Otto Rehhagel veränderte seine Startelf im Vergleich zur 0:2-Niederlage gegen Schweden auf drei Positionen: Für Antzas, Karagounis und Gekas spielten Patsatzoglou, Liberopoulos und Amanatidis.

Bei Russland nahm der niederländische Trainer Guus Hiddink nach der 1:4-Pleite gegen Spanien zwei Personalwechsel vor: Ignashevich und Torbinskiy kamen für Shirokov und Sychev zum Einsatz.

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Munterer Auftakt in Salzburg, wo beide Teams sofort den Vorwärtsgang einschalteten. Die Fehlerquote freilich war sehr hoch, so dass die Offensivkräfte zunächst das Nachsehen gegen die gut organisierte Deckung des Kontrahenten hatten. Den ersten Warnschuss der Russen gab Bilyaledinov ab, der nach gelungener Kombination vom rechten Strafraumeck zwei Meter über den Balken zielte (11.).

Russland wurde immer überlegener, zeigte das variablere Spiel und kombinierte sicherer. Nikopolidis musste sich bei Pavlyuchenkos Schlenzer gewaltig strecken, um einen Rückstand zu verhindern (15.). Bei der folgenden Ecke hämmerte Zhirkov aus 16 Metern knapp links daneben.

Bei Griechenland, dass die Drangphase des Gegners schadlos überstand, war bis dorthin in der Offensive vieles Stückwerk geblieben. Nur durch Standards zeigten die Hellenen ihre Gefährlichkeit: Basinas' Freistoß segelte in den Fünfmeterraum, wo Charisteas das Leder um Zentimeter verpasste. Semshov allerdings hätte dem Nürnberger fast die Arbeit abgenommen, sein Rettungsversuch landete knapp neben dem Pfosten im Toraus (21.).

Ab Mitte der ersten Halbzeit nahm das Tempo und auch die Qualität ab. Die Rivalen neutralisierten sich im Mittelfeld gegenseitig, spätestens am gegnerischen Strafraum machten die Abwehrreihen dicht und ließen keine Torchancen zu.

Wie aus dem Nichts fiel in dieser Phase der Führungstreffer der Hiddink-Elf, freilich unter gütigster Mithilfe von Nikopolidis: Zhirkov flankte im Strafraum von links über den griechischen Keeper hinweg, der dem Ball hinterhechelte, Semak aber nicht an der Flanke hindern konnte. Die Hereingabe des Kapitäns erreichte Zyryanov, der nur noch den Fuß hinzuhalten brauchte und aus sechs Metern ins leere Tor einschob (33.).

Zyryanov erzielt das 1:0
Gleich jubelt Russland: Zyryanov erzielt das 1:0.
© dpa

Die Russen spielten nun wie entfesselt - der Europameister schwamm gewaltig, Bilyaletdinovs strammer 16-Meter-Schuss flog knapp über die Querstange (39.).

Sekunden nach dem Seitenwechsel vergab Charisteas in aussichtsreicher Position kläglich, beim direkten Gegenzug prüfte Pavlyuchenko Nikopolidis. Die Begegnung nahm nun deutlich an Fahrt auf und wogte hin und her. Griechenland spielte kompromisslos nach vorne, Russland konterte. Chancen ergaben sich so hüben wie drüben: Pavlyuchenko (53.) und Bilyaletdinov (57., 64.) verpassten das 2:0, Karagounis (54.) und Basinas (56.) den Ausgleich.

Kämpferisch gab der Europameister alles, verzweifelt sein Bemühen um den Ausgleich. Spielerisch aber war es einfach zu wenig, was die Hellenen boten. Karagounis trieb zwar aus der Zentrale unermüdlich an, fand aber vor allem in vorderster Front zu wenig Unterstützung. Nur noch nach Standards drohte den Russen Gefahr, Charisteas platzierte nach einer Ecke genau auf Akinfeev (69.). Für die Russen ackerte Pavlyuchenko unermüdlich, blieb aber im Abschluss glücklos (73.).

Die Schlussviertelstunde brach an. Die Rehhagel-Schützlinge versuchten alles, um den Ausgleich und damit das Ausscheiden zu verhindern, aber es fehlten die Mittel gegen clever verteidigende Russen, die immer wieder für Entlastung sorgen konnten und mehrere Konter nicht konsequent ausspielten, um für die vorzeitige Entscheidung zu sorgen. Es reichte auch so, weil nach einem Tor von Charisteas Gekas vorher im Abseits gestanden haben soll (87.).

Am Mittwoch verabschiedet sich Griechenland um 20.45 Uhr in Salzburg gegen Spanien von der EM. Russland bestreitet zeitgleich in Innsbruck gegen Schweden ein Endspiel um Platz zwei.

14.06.08
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Griechenland
Aufstellung:
Nikopolidis (5) - 
Seitaridis (3,5)   
Dellas (4) , 
Kyrgiakos (3,5) , 
Torosidis (3,5) - 
Patsatzoglu (4,5) , 
Katsouranis (3) , 
Basinas (3,5) - 
Charisteas (3,5) , 
Amanatidis (4)   
Liberopoulos (5,5)      

Einwechslungen:
40. Karagounis (4,5)    für Seitaridis
61. Gekas für Liberopoulos
80. Giannakopoulos für Amanatidis

Trainer:
Rehhagel
Russland
Aufstellung:
Akinfeev (3) - 
Anyukov (3,5) , 
Ignashevich (3) , 
Kolodin (3,5) , 
Zhirkov (2)   
Semak (3) , 
Semshov (3) - 
Zyryanov (3)    
Torbinskiy (3,5)   
Bilyaletdinov (3,5)   

Einwechslungen:
70. Saenko    für Bilyaletdinov
87. V. Berezutskiy für Zhirkov

Trainer:
Hiddink

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Zyryanov (33., Rechtsschuss, Semak)
Gelbe Karten
Griechenland:
Karagounis
(1. Gelbe Karte)
,
Liberopoulos
(1.)
Russland:
Saenko
(1. Gelbe Karte)
,
Torbinskiy
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
14.06.2008 20:45 Uhr
Stadion:
Bullen-Arena
Zuschauer:
31063 (ausverkauft)
Spielnote:  3
ordentliches Tempo, gute Unterhaltung und durchaus spielerische Akzente, für die Russland gesorgt hatte.
Chancenverhältnis:
3:8
Eckenverhältnis:
7:9
Schiedsrichter:
Roberto Rosetti (Italien)   Note 3
souveräner Leiter, einzig bei Gekas' vermeintlichem Abseitstor (87.), entschied er im Zweifel gegen, anstatt für den Stürmer.
Spieler des Spiels:
Yuriy Zhirkov
Etliche unwiderstehliche Vorstöße über die linke Seite, paarte Dynamik und Willenskraft mit hoher Spielintelligenz.
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