Gruppe B, 1. Spieltag: Auch Österreich verliert zum Auftakt
Modrics Treffer reicht
Zwei Stunden vor dem Anpfiff lüftetete Österreichs Trainer Josef Hickersberger das lang gehütete Torhütergeheimnis: Jürgen Macho erhielt den Vorzug vor Alexander Manninger. Der einzige Bundesliga-Legionär Martin Harnik (Werder Bremen) war auch von Beginn an mit von der Partie.
Auf kroatischer Seite war die Bundesliga deutlich präsenter: Mit Ivica Olic (Hamburger SV), Mladen Petric und Robert Kovac (beide bei Borussia Dortmund) sowie dem Herthaner Josip Simunic setzte Kroatiens Trainer Slaven Bilic gleich auf vier Bundesliga-Legionäre.
Das Spiel begann gleich nach dem Geschmack der Bilic-Elf: Nach nur drei Minuten zog Olic in den Sechzehner, dort wurde der Hamburger dann durch Aufhauser unsanft gestoppt. Dies veranlasste Schiedsrichter Pieter Vink aus den Niederlanden dazu, auf Elfmeter zu entscheiden. Luka Modric trat an und versenkte das Leder souverän im Tor (4.).
EURO 2008
Die Führung gab den "Feurigen" Auftrieb, die nun mit aller Macht auf den zweiten Treffer drängten. Mit schnellen Kombinationen und druckvollem Pressing drängten sie die Hickersberger-Schützlinge weit in die eigene Hälfte. Doch wirklich gefährlich tauchten sie zunächst nicht vor Macho auf. Auf der anderen Seite zeigte sich der Gastgeber beeindruckt und tat sich lange schwer. Nach 19 Minuten gab dann Prödl ein erstes Lebenszeichen für die Rot-Weißen von sich, doch sein Schuss aus 25 Metern ging ein gutes Stück vorbei. Das war's dann aber auch von den Österreichern, die inzwischen kämpferisch stärker wurden, aber im Spielaufbau weiterhin einiges schuldig blieben.
Kroatien blieb spielbestimmend, verpasste es jedoch, einen weiteren Treffer nachzulegen. Vor allem Petric hatte das 2:0 auf dem Fuß, aber sein Volleyschuss aus zehn Metern halblinker Position ging drüber (35.). In der Folge riss dann aber der Faden bei den "Karierten". Österreich kam besser ins Spiel und erspielte sich sogar gute Einschussgelegenheiten. Doch zuerst rettete Pranjic in letzter Minute vor dem einschussbereiten Linz (40.), zwei Minuten danach köpfte Standfest aus guter Position links vorbei. So ging die Hickersberger-Elf dann doch mit einem 0:1-Rückstand in die Pause.
Ohne Wechsel ging es dann im zweiten Durchgang weiter, dafür mit weitaus engagierteren Gastgebern. Österecih erhöhte die Schlagzahl, offenbarte aber beim finalen Zuspiel große Schwächen. Auf der anderen Seite spielten die Kroaten nun defensiver und legten ihr Hauptaugenmerk auf Ergebnissicherung, was dazu führte, dass lange Zeit kaum Torraumszenen zu sehen waren.
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Erst in der Schlussphase ging es dann wieder heiß her: Österreich drängte nun vehement auf den Ausgleich, doch der kroatische Abwehrriegel war einfach nicht zu knacken. Wurde dieser dann doch überwunden, war Kroatiens Schlussmann Pletikosa zur Stelle. So wehrte er zuerst einen sehenswerten Kopfballversuch von Vastic ab (79.), kurz darauf parierte er einen Korkmaz-Schuss (86.). In der Nachspielzeit ergab sich dann für Kienast nocheinmal die Riesenchance, aber der zuvor eingewechselte Angreifer köpfte ganz knapp am rechten Pfosten vorbei und verpasste damit den Ausgleichstreffer (90.+3.).
Österreich steht am Donnerstag in Wien gegen Polen (20.45 Uhr) bereits unter Zugzwang. Für Kroatien hingegen steht dann in Klagenfurt um 18 Uhr das Spiel gegen Deutschland auf dem Programm.








