Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?

Deutschland

 - 

Belgien

 

3:1 (2:0)

Seite versenden

Deutschland
Belgien
1.
15.
30.
45.


46.
60.
75.
90.










DFB-Team mit blütenweißer Weste

Rekord! Löw-Elf macht die 30 voll

Deutschland siegte verdient mit 3:1 gegen Belgien und marschierte so erstmals verlustpunktfrei durch die EM-Qualifikation. Nach ganz starker Anfangsphase der Gäste fand sich die Löw-Elf immer besser zurecht und nahm dem Gegner mit einem Doppelschlag nach einer halben Stunde den Wind aus den Segeln. Das schnelle dritte Tor nach Wiederanpfiff entschied die Partie vorzeitig und begrub alle belgischen Hoffnungen auf die EM-Qualifikation, weil sich die Türkei gegen Aserbaidschan keine Blöße gab.

Kollektiver Jubel
Trio infernale: Mesut Özil, Mario Gomez und André Schürrle (v. li.) beim Torjubel.
© Getty ImagesZoomansicht

Im Vergleich zum 3:1-Erfolg in der Türkei stellte Bundestrainer Joachim Löw auf fünf Positionen um: Für Boateng, Badstuber, Schweinsteiger, Götze und Podolski rückten Höwedes, Hummels, Kroos, Özil und Schürrle in die Startelf.

Bei Belgien brachte Coach Georges Leekens nach dem 4:1-Sieg gegen Kasachstan drei Neue: Für van Buyten (Gelbsperre), Mertens und de Camargo (Teilabriss des Innenbandes im linken Knie) spielten Lombaerts, Fellaini und Ogunjimi.

Belgien drückte in den ersten Minuten mächtig auf die Tube, attackierte offensiv wie defensiv mit Leidenschaft. Trotz einiger Standardsituationen überstand die zunächst komplett in der Abwehr gebundene Löw-Elf die Angriffswellen der Gäste unbeschadet, weil auch Kompany beim einzigen ernsthaften Torschuss aus der Distanz vorbeizielte (12.).

- Anzeige -

Nach einer Viertelstunde machten sich die Gastgeber etwas vom Druck der Leekens-Schützlinge frei, ohne Struktur in den eigenen Aufbau zu bringen, was vor allem der anhaltenden Aggressivität des Gegners geschuldet war. Simons nahm Özil des Öfteren in Manndeckung und damit dem deutschen Spiel eine Triebfeder.

Dennoch bekamen Khedira & Co. im Mittelfeld langsam aber sicher mehr Zugriff auf den Kontrahenten und über mehr Ballkontrolle auch mehr Spielanteile. Schürrle schlenzte rechts vorbei (26.), Gomez, von Müller klasse freigespielt, scheiterte frei vor Mignolet am belgischen Keeper (30.).

Noch in derselben Minute klingelte es doch im belgischen Kasten: Kroos brachte eine Ecke von links, Khediras Schuss wurde abgeblockt. Der Mittelfeldmann setzte nach und legte quer zu Vereinskollege Özil, der den Hammer auspackte und den Ball mit links aus 18 Metern unter die Latte nagelte. Drei Minuten später war der Doppelschlag perfekt: Özil behielt nach einer belgischen Ecke am eigenen Strafraum die Ruhe und passte zu Gomez, der im Vollsprint einen Konter fuhr. Der Münchner nahm links Schürrle mit, der frei vor Mignolet über den Keeper hinweg einnetzte.

Es war schon wichtig, dass wir das Finish durchziehen, und auch wichtig als Botschaft an die Konkurrenz.Bundestrainer Joachim Löw

Bis zur Pause kontrollierte der WM-Dritte die Partie, hatte aber Glück, dass Vertonghen nach einer Ecke den Anschlusstreffer knapp verpasste (42.). Auf der Gegenseite blieb Gomez gegen Mignolet ein zweites Mal zweiter Sieger (45.).

Wenn Belgien, nach Wiederanpfiff mit Lukaku für Ogunjimi, noch Hoffnung auf zumindest einen Punktgewinn hatte, so wurde diese ganz schnell getrübt: Özil und Gomez spielten sich durch den belgischen Abwehrverbund. Der Goalgetter umkurvte Kompany und ließ Mignolet aus 16 Metern per trockenem Linksschuss keine Abwehrchance (48.).

Frühzeitig war so alles entschieden. Belgien blieb zwar stetig um den Torerfolg bemüht, konnte sich aber am gegnerischen Strafraum meist nicht entscheidend in Szene setzen. Das DFB-Team schaltete einen Gang zurück, ohne die Kontrolle wirklich abzugeben und zog nur noch phasenweise das Tempo an.

Lukaku scheiterte an Neuer (68.), auf der anderen Seite verweigerte Referee Moen Gomez nach Strafraumduell mit Lombaerts einen Elfmeter (70.). In der Endphase waren das zweite Länderspiel von Gladbachs Reus sowie das Debüt Gündogans wie auch Fellainis Ehrentreffer (86.) nicht mehr als Randnotizen eines spannungsarmen zweiten Durchgangs. Lahm & Co. absolvierten auch das zehnte Gruppenspiel ohne Punktverlust, Belgien hoffte vergeblich auf Schützenhilfe Aserbaidschans bei Kontrahent Türkei und bleibt bei der EM nur Zuschauer.

Das nächste Länderspiel bestreitet die deutsche Nationalmannschaft am 11. November beim EM-Co-Gastgeber in der Ukraine.

Bilder zum Spiel
30 von 30: Rekordjagd gegen Belgien
Lothar Matthäus
Ehre wem Ehre gebührt

Vor dem Länderspiel gegen Belgien in Düsseldorf wurden die anwesenden deutschen Nationalspieler, die 100 und mehr Länderspiele absolviert haben, gleich doppelt ausgezeichnet. Erst gab's die Mützen, dann die Medaillen. Für Lothar Matthäus (150 Länderspiele), Jürgen Kohler (105), Joachim Streich (102), Thomas Häßler (101) sowie für Hans-Jürgen Dörner und Ulf Kirsten (je 100).
© Getty Images

vorheriges Bild nächstes Bild
11.10.11
 
- Anzeige -

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Deutschland
Aufstellung:
Neuer (3,5) - 
Höwedes (3) , 
Hummels (2,5) , 
Mertesacker (3,5) , 
Lahm (3)       
Khedira (2,5)   
T. Müller (3)   
Özil (1,5)    
Kroos (3) , 
Schürrle (2,5)    
Gomez (2)       

Einwechslungen:
71. Reus für T. Müller
77. Cacau für Gomez
84. Gündogan für Lahm

Trainer:
Löw
Belgien
Aufstellung:
Mignolet (2,5) - 
Ciman (5) , 
Kompany (3) , 
Lombaerts (4,5) , 
Vertonghen (4) - 
Simons (4)    
Dembelé (4,5)   
Fellaini (3)    
Witsel (3,5)   
E. Hazard (3,5) - 
Ogunjimi (5)   

Einwechslungen:
46. Lukaku (3) für Ogunjimi
64. Mertens für Dembelé

Trainer:
Leekens

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Özil (30., Linksschuss, Khedira)
2:0
Schürrle (33., Rechtsschuss, Gomez)
3:0
Gomez (48., Linksschuss, Özil)
3:1
Fellaini (86., Kopfball, Mertens)
Gelbe Karten
Deutschland:
Khedira
(1. Gelbe Karte)
Belgien:
Witsel
(1. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
11.10.2011 19:00 Uhr
Stadion:
Esprit-Arena, Düsseldorf
Zuschauer:
48483
Spielnote:  3
zwischen der 30. und 60 Minute eine mehr als eindrucksvolle Vorstellung der deutschen Elf. Davor suchte man den Zugriff, danach verwaltete man den Vorsprung.
Chancenverhältnis:
5:3
Eckenverhältnis:
3:10
Schiedsrichter:
Svein Oddvar Moen (Norwegen)   Note 1,5
es war ein anständiges und faires Spiel. Doch was das Trio richtig machen musste, machte es richtig. Gute Zweikampfbewertung, starke Vorteilsauslegung.
Spieler des Spiels:
- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

- Anzeige -