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20.08.2018, 23:32

DFB-Pokal, 1. Runde: Hertha BSC wackelt nur kurz

BVB-Thriller in Fürth - Freiburg entscheidet Elfer-Krimi

Bereits sechs höherklassige Teams sind in der 1. Runde des DFB-Pokals gescheitert: St. Pauli, Dresden, der amtierende Titelträger Frankfurt, Stuttgart, Bochum und Regensburg. Am Montagabend verhinderten Hertha und Freiburg derweil ein frühes Ausscheiden nur knapp - der Sport-Club zitterte sich gar erst im Elfer-Krimi weiter. Später trafen sich zum Abschluss außerdem noch Zweitligist Fürth und Bundesligist Dortmund - und zwar zu einem waschechten Hitchcock-Thriller mit Happy End für den BVB.

Thriller zum Abschluss: BVB zittert und dankt Neuzugang Witsel

Pokal-Drama in Fürth
Fassungslose SpVgg Greuther Fürth: Der Zweitligist war nah dran an der Überraschung - und verlor am Ende doch gegen Dortmund.
© imagoZoomansicht

Borussia Dortmund und Fürth? Da war doch was: Zuletzt hatten sich beide Klubs in diesem Wettbewerb in der Saison 2011/12 duelliert, im Halbfinale hatte die Verlängerung die Entscheidung gebracht - kurz vor dem Elfmeterschießen war ein Schuss von Gündogan höchst unglücklich aus Fürther Sicht erfolgreich drin (Stichwort: Torwart Fejzics Rücken). Außerdem hatten die Mittelfranken den turmhohen Favoriten 1990 einst als Landesligist mit 3:1 aus der 1. Runde gekegelt.

Davon wusste offenkundig auch das aktuelle Team. Denn das Kleeblatt zeigte sich von Minute eins an gewillt, den Westfalen das Leben äußerst schwer zu machen. Außerdem wurden sogar ein paar Nadelstiche gesetzt, während eine stabile Defensive im gesamten ersten Durchgang sehr wenig zuließ (Reus näherte sich gefährlich an) und sich so ein 0:0 nach 45 Minuten verdiente.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich nicht allzu viel: Weiterhin stand der Außenseiter sicher, während sich Dortmund immens schwer tat, Kreatives zu entwickeln. Favre brachte so logischerweise Impulse von draußen: Philipp kam als Stürmer für Götze, der belgische Hoffnungsträger Witsel löste Delaney ab. Alles brachte nichts, denn plötzlich stachen die Mittelfranken kurz nach einer vergebenen Reus-Großchance (75.): Nach Keita-Ruel-Ablage tauchte Ernst im Strafraum auf und verbuchte das 1:0 (77.).

Alles deutete in der Folge auf ein BVB-Aus hin, da die Hausherren durchaus geschickt und mit der nötigen Portion Glück verteidigten. In der fünften Minute der Nachspielzeit tauchte allerdings Witsel am langen Pfosten auf, drückte die Kugel zum 1:1 über die Linie und rettete seine Farben in die Verlängerung. Dort verzeichnete dann ein nimmermüdes und stets präsentes Fürth die großen Chancen aufs 2:1 - doch Gugganig (103.) und Reese (114.) scheiterten. Auf der anderen Seite vergab Philipp (117.).

Und als alles mit dem Elfmeterschießen rechnete, schlug der Bundesligist zum zweiten Mal in der Nachspielzeit zu: Nach starkem Sancho-Antritt und cleverem Rückpass stand Kapitän Reus goldrichtig und schoss aus nächster Nähe ein (120.+1). Das Kleeblatt zog trotz Top-Leistung am Ende den Kürzeren - und das wieder einmal nach einem Drama gegen den BVB.


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Cottbus wehrt sich, schockt Freiburg - und scheidet dann doch bitter aus

SC Freiburg
Der SC Freiburg zittert sich eine Runde weiter.
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Auch der SC Freiburg war an diesem Tage gefordert - und wie im Falle Herthas führte das Los die Breisgauer in ein schweres Duell mit einem Drittligisten: Es ging bei Aufsteiger Cottbus zu Werke. Die Lausitzer hantierten dabei besonders in den ersten 45 Minuten mit konsequenter Zweikampfarbeit und hielten den sicherlich spielstärkeren SCF in Schach. So stand zur Pause ein gerechtes 0:0.

Direkt nach dem Seitenwechsel folgte gar der Nackenschlag für den vermeintlichen Favoriten: Marcelo Freitas rauschte in der 47. Minute aus dem Hinterhalt an, fackelte nicht lang und feuerte die Kugel flach links unten ins Eck (47.). Fortan glaubte ganz Energie erst recht an die Überraschung gegen den Bundesligisten - was die Aufgabe für Freiburg natürlich merklich erschwerte. Lösungen fand die Elf von Trainer Christian Streich nur schwer. Immerhin: Petersen verfehlte haarscharf (74.). Doch umso mehr die Zeit verstrich, umso hektischer wurden die gestandenen Bundesliga-Profis. Einem Geniestreich von Frantz war es zu verdanken, dass sich der SCF doch noch in die Verlängerung rettete (90.+1).

In der Extrazeit war Freiburg einen Hauch besser - und erarbeitete sich in der 98. Minute einen Strafstoß. Experte Petersen legte sich die Kugel zurecht, scheiterte zunächst an FCE-Schlussmann Spahic und traf mit dem direkt folgenden Nachschuss (99.). In höchster Not machten die Breisgauer somit aus einem 0:1 ein 2:1 - und kassierten doch wenig später den nächsten Rückschlag: Viteritti erzielte dank einer waschechten Energie-Leistung das 2:2 (103.). Der verdiente Lohn war das Erreichen des Elfmeterschießens. Im Krimi allerdings setzte sich doch der Bundesligist durch, der FC Energie schied somit auf bittere Art und Weise mit 3:5 i.E. aus.

Ein Hammer von Plattenhardt und Ibisevic machen den Unterschied

In der frühen Abendschicht bekam es unter anderem Bundesligist Hertha BSC mit Zweitliga-Absteiger Braunschweig zu tun. Es wurde eine Aufgabe, die sich als äußerst schwer herausstellen sollte - und eine Aufgabe, die besondere Lösungen gegen einen stabil stehenden BSTV benötigte. Diese Lösung präsentierte nach einem vergebenen Ibisevic-Kopfball (31.) Nationalspieler und WM-Fahrer Plattenhardt in der 38. Minute, als er eine geklärte Ecke aus der Distanz volley direkt aus der Luft nahm und den Ball in hohem Bogen unhaltbar unter der Querlatte einschlagen ließ. Ein traumhafter Treffer!

Hertha BSC
Traumtor: Marvin Plattenhardt (verdeckt) brachte Hertha BSC im Pokal bei Zweitliga-Absteiger Braunschweig sehenswert in Front.
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In Abschnitt zwei spielte die Alte Dame indes mit dem Feuer - besonders in der 74. Minute: Hofmann traf nach Vorlage von Bulut nur den Pfosten! Die Führung war zu diesem Zeitpunkt mehr als glücklich, die Löwen waren am Drücker und das bessere Team. Die logische Konsequenz: Fejzullahu stellte Hertha die Quittung aus - 1:1 (81.). Doch dieses Ergebnis währte nur kurz: In der 83. Minute rollte der Berliner Express über Duda und Jastrzembski nach vorn, ehe Ibisevic trocken auf 2:1 stellte. Und dieses Mal ließen sich die Hauptstädter die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Das Weiterkommen geriet nicht mehr in Gefahr für die Mannschaft von Trainer Pal Dardai.

Dank Innenverteidiger-Doppelpack: Zweitliga-Duell geht an Paderborn

Auch ein internes Zweitliga-Duell fuhr der Pokal-Montag noch auf: Aufsteiger Paderborn bekam es vor heimischer Kulisse mit dem FC Ingolstadt 04 zu tun - und drehte nach anfänglich arg überschaubarer Abtastphase, in der die Ostwestfalen allerdings bereits besser drin waren als der ideenlos und defensiv anfällige FCI, mächtig auf. Mann des Abends war Innenverteidiger Hünemeier. Der 32-jährige Ex-Dortmunder zog rechts im Strafraum erfolgreich ab und profitierte dabei von einer entscheidenden Berührung von Lucas Galvao (34.), ehe der Abwehrmann kurz vor der Pause per Kopf das 2:0 nachlegte (44.). Zwischendurch vergab der SCP dann auch noch eine Dreifach-Großchance (38.).

Uwe Hünemeier
Obenauf: Doppelpacker Uwe Hünemeier (rechts) und der SC Paderborn.
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Das Bild sollte sich anschließend etwas ändern: Ingolstadt kam mit etwas Wut aus den Katakomben, riskierte dabei zwar Konter - und belohnte sich in einer Druckphase mit dem 2:1. Kittel verwandelte einen direkten Freistoß zum Anschluss (76.). Kam der SCP nun ins Schwimmen? Nein, wenngleich Leipertz in der Nachspielzeit eine Chance aufs 2:2 vergab (90.+4). Paderborn zog letztlich verdient eine Runde weiter, ein zu spät aufgewachtes Ingolstadt schied aus.

mag

DFB-Pokal, 2018/19, 1. Runde
SpVgg Greuther Fürth - Borussia Dortmund 1:2 n.V.
SpVgg Greuther Fürth - Borussia Dortmund 1:2 n.V.
Objekt der Begierde

Der Pokal im Sportpark Ronhof vor der Begegnung zwischen Fürth und Dortmund.
© imago

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zum Thema

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Vereinsname:SpVgg Greuther Fürth
Gründungsdatum:23.09.1903
Mitglieder:2.550 (01.07.2018)
Vereinsfarben:Weiß-Grün
Anschrift:Kronacher Straße 154, 90768 Fürth
Telefon: 0911/9767680
Telefax: 0911/976768209
E-Mail: info@greuther-fuerth.de
Internet:http://www.greuther-fuerth.de

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Gründungsdatum:19.12.1909
Mitglieder:154.000 (01.07.2018)
Vereinsfarben:Schwarz-Gelb
Anschrift:Rheinlanddamm 207-209
44137 Dortmund
Telefon: (02 31) 90 20 0
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E-Mail: info@bvb.de
Internet:http://www.bvb.de

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Vereinsname:Eintracht Braunschweig
Gründungsdatum:15.12.1895
Mitglieder:4.943 (16.07.2018)
Vereinsfarben:Blau-Gelb
Anschrift:Hamburger Straße 210
38112 Braunschweig
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Gründungsdatum:31.01.1966
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Anschrift:Am Eliaspark 1
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Telefon: (03 55) 75 69 50
Telefax: (03 55) 75 69 514
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Gründungsdatum:30.05.1904
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Vereinsfarben:Rot-Weiß
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Telefon: (07 61) 38 55 10
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Anschrift:Am Sportpark 1b
85053 Ingolstadt
Telefon: (08 41) 88 55 70
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E-Mail: info@fcingolstadt.de
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