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19.08.2018, 10:46

Wo Fürth dem BVB einen kleinen Schritt voraus ist

Favre und die Frage nach dem richtigen System

Dass Lucien Favre vor allem dann ins Plaudern kommt, wenn der BVB-Trainer über Fußball reden darf, ist kein Geheimnis. Daran hat sich auch vor dem DFB-Pokalspiel seiner neuen Mannschaft bei der SpVgg Greuther Fürth nichts geändert. Der Schweizer warnt vor der gar nicht mal so leichten Aufgabe beim bereits im Spielbetrieb stehenden Zweitligisten - und zollt vor allem der Variabilität des Gegners Respekt. Bei seinem Team dagegen sieht er in diesem Punkt noch Nachholbedarf.

Lucien Favre, Trainer Borussia Dortmund
Will noch eine dritte System-Variante einstudieren lassen: BVB-Trainer Lucien Favre.
© picture allianceZoomansicht

Wer es in der Schule mit dem Mathe-Unterricht nicht so hatte, dem konnte schon ein wenig schwindelig werden, als Favre vor dem Pokal-Auftakt die Flexibilität des kommenden BVB-Gegners beschrieb: "Fürth hat in der 2. Bundesliga gegen Sandhausen zum Beispiel erst 4-2-3-1 und 4-3-3 gespielt, nach 25 Minuten aber haben sie alles geändert. Das war dann ein 5-3-2 oder ein 3-5-2. Sie können also mehrere Systeme spielen. 4-3-3, 4-4-2, 3-5-2 oder 5-3-2. Damit haben sie aus zwei Liga-Spielen vier Punkte geholt", erklärte der Schweizer Fußballlehrer - und musste anschließend selbst über die vielen Zahlen schmunzeln, die er binnen kürzester Zeit in den Raum geworfen hatte.

Der Respekt von Favre vor dem Auftaktgegner ist groß, das belegte sein langer Monolog, der damit endete, dass er auch noch die körperliche Robustheit und die Stärke bei Standards der Fürther hervorhob. "Und auch sie haben Spieler, die den Unterschied ausmachen können." Kurzum: "Das Los ist kein Geschenk. Aber wir wissen auch, egal gegen wen du spielt, es ist selten einfach."

Standortbestimmung nach dem ausgerufenen Neustart

Nichtsdestotrotz geht der BVB am Montag als Favorit in das Pokal-Duell, das neben dem Pflichtteil - der Qualifikation für die zweite Runde - als Bonus auch noch eine zusätzliche Portion Selbstvertrauen vor dem Liga-Start gegen Leipzig sechs Tage später abwerfen soll. Denn trotz der langen Vorbereitung weiß bei der Borussia niemand so recht, wo der Klub nach dem ausgerufenen Neustart steht. Die Vorbereitung sei zwar "eine gute" gewesen, sagte Favre, "wir sind langsam bereit". Gleichwohl seien viele Nationalspieler erst spät zur Mannschaft gestoßen, der Kennenlernprozess daher noch nicht abgeschlossen.

"Wir wollen mehrere Lösungen haben"

Und auch die Systemfrage, die Favre bei Fürth so lobte, ist in Dortmund noch nicht abschließend beantwortet. Was dazu führte, dass der 60-Jährige in seinen rund 15 Minuten langen Ausführungen ein zweites Mal Zahlen durch den Raum warf. "Wir wollen", sagte er, "mehrere Lösungen haben, denn es kann immer passieren, dass zwei wichtige Spieler ausfallen und andere in dem System nicht so stark spielen können wie die, die wir ersetzen müssen. Darauf musst du vorbereitet sein." Neben den bisher einstudierten Grundordnungen 4-3-3 und 4-2-3-1, das situativ zu einem 4-4-2 werden kann, soll daher in Zukunft noch eine dritte Variante einstudiert werden. Zumindest in diesem Punkt ist Fürth dem BVB also vor der Partie am Montag einen kleinen Schritt voraus.

Matthias Dersch

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weitere Infos zu Favre

Vorname:Lucien
Nachname:Favre
Nation: Schweiz
Verein:Borussia Dortmund


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