Nürnberg bangt nach Pokalsieg um Valentini

Behrens: "Linx hatte mehr Glück als wir"

Pokal - 18.08. 18:50

Nicht mit Ruhm bekleckert, aber weitergekommen: Der 1. FC Nürnberg hat die 2. Pokal-Runde durch ein 2:1 beim SV Linx erreicht. "Es war ein typisches Pokalspiel", bilanzierte Kapitän Hanno Behrens nach dem Schlusspfiff.

Die Chancen auf ein klareres Ergebnis waren da: Hier klärt Linx-Schlussmann Norman Riedinger vor Hanno Behrens. © imago

Zwei Tore von Mikael Ishak - das zweite erzielt in der 88. Minute nach einer Großchance des SV Linx - reichten dem Club, um in die nächste Runde vorzustoßen. "In der Situation hatten wir ein bisschen Glück", sagte Kapitän Behrens im Anschluss an die Partie in Kehl. Tim Leibold klärte im allerletzten Moment, beinahe auf Kosten eines Eigentors.

"Aber Linx hatte über die 90 Minuten gesehen sehr viel mehr Glück als wir", so Behrens nach einem "typischen Pokalspiel". Gleichwohl hätte sich der Blondschopf "gewünscht, dass es klarer und einfacher wird". Doch nach dem frühen Führungstor durch Ishak im Anschluss an Leibolds Pfosten-Freistoß (15.) sei es eben "maximal dumm gelaufen". Linx bekam einen Elfmeter zugesprochen, der wohl eher der Kategorie "Kann" als "Muss" zugeordnet werden muss. Piakai Henkel war nach einem Laufduell mit Leibold clever gestürzt, Marc Rubio verwandelte zum 1:1 (21.).

Und von da an wurde es eine knifflige Aufgabe. Der Club kam vor allem dank zahlreicher Ecken zu Chancen, Linx setzte einige Nadelstiche. "An der Verwertung müssen wir arbeiten", erklärte Behrens, warum es bis in die Schlussphase eine ganz enge Kiste blieb. "In der Liga werden wir nicht so viele Chance bekommen und müssen dann eiskalt sein."

Immerhin zeigte sich Ishak ein weiteres Mal eiskalt und vollstreckte nach Behrens' Steilpass und Zrelaks Kopfballvorlage zum 2:1 (88.). Der Schwede soll am Sonntag noch Verstärkung bekommen in der Offensive. Yuya Kubo wird dann seinen Medizincheck in Nürnberg absolvieren, der Japaner wird für ein Jahr von KAA Gent ausgeliehen . "Ich freue mich darauf und bin gespannt, er soll ein guter Junge sein", schickte Behrens einige Vorschusslorbeeren voraus.

Valentini angeschlagen ausgewechselt

Enrico Valentini konnte das Spiel in Kehl nicht beenden. Der Rechtsverteidiger musste zur Pause mit muskulären Problemen ausgewechselt werden, möglicherweise erlitt der Ecken-Spezialist eine Zerrung. Neuzugang Robert Bauer kam für ihn und ließ eine der hochkarätigen Chancen per Kopf liegen (82.). Ein Grund, warum der Club beim Oberligisten so lange um das Weiterkommen bangen musste.

aho

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