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20.12.2017, 23:17

DFB-Pokal-Achtelfinale: Bayer bejubelt Bailey

Bremens Nr. 37 - Bayern kegelt BVB raus - SGE weiter

Vier Tickets für das DFB-Pokalviertelfinale sind schon vergeben, vier weitere werden heute Abend ausgespielt. Bremen schnappte sich dank eines irregulären Treffers gegen Freiburg eines. Leverkusen siegte dank größerer Effizient in Gladbach. Das Highlight stieg am Abend in München, wo Borussia Dortmund zu spät aufwachte und ausschied. Frankfurt musste in Heidenheim als turmhoher Favorit in die Verlängerung, setzte sich in dieser jedoch glücklich durch.

Boateng krönt Bayerns furiosen Start

Traf noch vor der Pause zum 2:0: Bayern Münchens Thomas Müller.
Traf noch vor der Pause zum 2:0: Bayern Münchens Thomas Müller.
© imagoZoomansicht

Das mit Hochspannung erwartete Duell zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund, das ohne Aubameyang (Hüftprobleme) antreten musste, entpuppte sich als recht einseitige Angelegenheit. Die Bayern hatten ihre Messer gewetzt und wollten von Anpfiff zeigen, wo der Hammer hängt: Vidal (3.), James (6.), Lewandowski (8.) und Ribery (11.) ließen Top-Chancen aus, ehe Boateng im Anschluss an einen Freistoß per Kopf den Bann brach (13.). Die Führung war hochverdient - und auch im weiteren Verlauf der Partie blieb dies der Fall. Die Bayern waren in allen Belangen besser, das zeigte schon allein ein kurzer Blick auf die Statistik: 8:0 Torschüsse, ein Ballbesitz von 62 Prozent Ballbesitz sowie doppelt so viele Pässe (218:104) machten den Unterschied deutlich. Dortmund hielt lediglich in puncto Zweikämpfen dagegen (56 Prozent).

Es schien nur eine Frage der Zeit, ehe der Rekordmeister wieder zuschlagen würde - und das geschah in Person von Müller in der 40. Minute, der Weltmeister lupfte vom rechten Fünfereck aus sehenswert in die Maschen zum 2:0. Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich auf dem Rasen kaum was: Bayern gab den Takt vor, Dortmund lief meist hinter. Zum Ende hin ließen die Bayern die Zügel schleifen und wurde prompt bestraft: Yarmolenko hauchte mit seinem Anschlusstreffer zum 1:2 dem BVB neues Leben ein - und es kam durchaus unverhofft zu einer spannenden Schlussphase. In dieser probierten es die Dortmunder wieder, konnten das Blatt aber nicht mehr wenden, auch weil Joker Isak in der Nachspielzeit nur wenige Zentimeter fehlten (90.+2). München glückte schlussendlich die Revanche für das Pokal-Aus im Vorjahr.

Heidenheim ärgert Frankfurt - und hadert mit fehlendem Glück

In Heidenheim stand indes das so oft zitierte Duell David gegen Goliath an. Der FCH hatte Eintracht Frankfurt zu Gast. Vor Anpfiff wurde bekannt, dass die Transferrechte von Ante Rebic aufgrund einer automatisch in Kraft getretenen Option auf die SGE übergangen sind. Der Anpfiff verzögerte sich dann um wenige Minuten, weil zahlreiche mitgereiste Frankfurter Anhänger massiv Pyrotechnik gezündet hatten. Als sich die Rauchschwaden verzogen hatten, durfte gespielt werden. Sportlich tat sich die SGE schwer mit dem Zweitligisten, der erbitterten Widerstand leistete.

Den Frankfurtern fehlte es gegen engagierte Heidenheimer an Esprit, Ideen und Tempo, dafür stand ihnen Glücksgöttin Fortuna zur Seite, als Schiedsrichter Sven Jablonski bei Lankfords vermeintlichem Treffer auf Abseits entschied - eine extrem knifflige Entscheidung (17.). Statistisch war der Bundesligist besser, die etwas klareren Chancen hatten jedoch die Schwaben durch Dovedan (42.) und Titsch-Rivero (45.). Tore fielen lange keine, sodass sich ein echter Pokal-Krimi entwickelte, in dem die ersten Treffer erst in der Verlängerung fielen. Zuerst brachte Gacinovic den Favoriten in Führung (95.), ehe Schnatterer postwendend wie sehenswert antwortete (96.). Haller war es dann, der ein Elfmeterschießen verhinderte. Der bullige Franzose war nach 109 Minuten zur Stelle und markierte den 2:1-Siegtreffer. Besonders bitter für Heidenheim: In der Entstehung des Tores war eine Abseitsstellung von Stendera von den Unparteiischen übersehen worden.

Nr. 37: Werder Bremens Heim-Serie hat Bestand

Jubeltraube: Bremer Spieler freuen sich über das 3;1,
Jubeltraube: Bremer Spieler freuen sich über das 3;1,
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Der SC Freiburg kam mit einer Serie von fünf Spielen ohne Niederlage ins Weserstadion (3/2/0) und wurde dort umgehend eiskalt erwischt: Bereits nach drei Minuten erwischte Belfodil die Breisgauer Defensive sprichwörtlich mit heruntergelassenen Hosen und traf aus 16 Metern zum 1:0. Und auch im weiteren Verlauf hatte Werder Vorteile, während die Freiburger vor allem vorne ihre liebe Mühe hatten und lange Zeit praktisch nicht zu eigenen Chancen kamen. Als dann Kainz das 2:0 für den SVW machte, schien Bremen auf Kurs - doch der Treffer hemmte die Hanseaten, die danach offensiv kaum noch in Erscheinung traten. Dafür verursachte Veljkovic gegen an Ravet einen Foulelfmeter, den Petersen nutzte, um noch vor Halbzeit den Anschluss zu schaffen (28.).

Nach dem 1:2 ließ das Niveau der Begegnung nach, das Duell plätscherte bis tief in die zweite Hälfte hinein vor sich hin, ehe es turbulent wurde: Schiedsrichter Guido Winkmann entschied fälschlicherweise auf 3:1, nachdem Bargfrede genetzt hatte (69.). Es war ein irregulärer Treffer, weil der im Abseits stehende Gondorf aktiv Koch geblockt hatte. Der Treffer zählte aber und war besonders bitter für den Sport-Club, der zwar noch kurz vor Schluss durch Ravet das 2:3 (87.) erzielte, letztlich aber die Segel streichen musste. Damit blieb Bremen auch im 37. Pokal-Heimspiel unbezwungen - die letzte Heimniederlage im Pokal gab es für Werder am 13. April 1988, ein 0:1 im Halbfinale gegen Frankfurt.

Bailey ist Leverkusens Lebensversicherung

Ein interessantes Duell versprach das Aufeinandertreffen zwischen Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen. Zunächst aber verzögerte sich der Anpfiff aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens um zehn Minuten. Dann aber lieferten sich beide Klubs einen flotten Schlagabtausch, der viel zu bieten hatte: Beide Teams spielten mutig nach vorne und kamen zu teils sehr guten Chancen. Je näher die Halbzeit rückte, desto stärker wurden die Borussen, doch ein Torschei ging in Durchgang eins keinem Spieler über die Lippen, sodass es mit 0:0 in die Pause ging. In Hälfte zwei änderte sich das, allerdings lief es dabei nicht nach Wunsch der Gladbacher, die weitaus mehr Torschüsse zu verbuchen hatten als der Werksklub. Bayer hatte aber Bailey auf seiner Seite. In der 70. Minute entwischte der Jamaikaner, traf zum 1:0 und führte sein Team in die Runde der letzten Acht.

drm

DFB-Pokal, 2017/18, Achtelfinale
Bayern München - Borussia Dortmund 2:1
Bayern München - Borussia Dortmund 2:1
Ernste Miene

Dortmunds neuer Trainer Peter Stöger musste sein Team im Achtelfinale des DFB-Pokals auf den FC Bayern München einstellen.
© Getty Images

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