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10.08.2017, 17:05

Werders Manager will wieder Selbstverständnis etablieren

Baumann und der "kürzeste Weg zu einem Titel"

Wie man als Pokal-Underdog einen Profiverein aufs Kreuz legt, weiß Alexander Nouri aus eigener Erfahrung. So stand der heutige Bremer Coach als offensiver Mittelfeldspieler in jenem Team des KFC Uerdingen, das im November 2001 den SV Werder aus der Zweiten Runde kickte. Auf der Gegenseite mit dabei: Sein heutiger Chef Frank Baumann.

Er will das alte Selbstverständnis wieder haben: Bremens Manager Frank Baumann.
Er will das alte Selbstverständnis wieder haben: Bremens Manager Frank Baumann.
© imagoZoomansicht

Nun wollen beide gemeinsam verhindern, dass die Grün-Weißen am Samstagabend in Offenbach gegen die Würzburger Kickers erneut eine böse Überraschung erleben. Schließlich ist der Pokal, betont Baumann, "der kürzeste Weg, einen Titel zu gewinnen und international zu spielen".

Eine Ansage, die vor allem verdeutlicht, welche Ambitionen und welches Selbstverständnis der Double-Kapitän von 2004 als Manager wieder im Klub etablieren will. Die in der jüngeren Vergangenheit regelmäßigen Ausrutscher gegen Drittligisten (Heidenheim, Saarbrücken, Münster, Lotte) sollen ganz gewiss nicht zur prägenden Tradition werden. "Werder hat eine große Historie im Pokal", sagt Baumann, "auch wenn die letzten Jahre nicht ganz so erfolgreich waren."

Ein erneutes Aus in Runde eins, das wird im Umkehrschluss deutlich, würde den Klub nach der erfolgreichen vergangenen Rückrunde nun gleich wieder im Mark erschüttern. Erst Recht im Hinblick auf den immens schweren Ligastart in Hoffenheim und gegen den FC Bayern. Der Blick zurück spielt für Nouri und auch dessen Profis indes keine Rolle: "Für uns zählt nur, dass zwei Mannschaften auf dem Feld stehen, die dieses Spiel mit allen Mitteln gewinnen wollen. Wir wissen, dass bei Würzburg jeder Einzelne über sich hinauswachsen will. Dem müssen wir mit der entsprechenden Einstellung begegnen."

Ein ungutes Gefühl beschert die Favoritenrolle, durch die man in der öffentlichen Betrachtung sprichwörtlich nur verlieren kann, dem Fußballlehrer nicht. Nouris Motto: "Man will sich wieder messen und Erfolge einfahren. Deshalb sind wir froh, dass es wieder losgeht. Und wir fühlen uns definitiv bereit."

Thiemo Müller

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14. August 1994: Meister Bayern mit Kahn, Matthäus, Scholl und Papin wird in der 1. Runde vom Drittligisten Vestenbergsgreuth düpiert, der in der damaligen Regionalliga Süd kickt. Roland Stein macht in der 43. Minute in Nürnberg das entscheidende Tor, vom Jubel existiert nur eine Schwarz-Weiß-Aufnahme.
© picture alliance

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Vorname:Alexander
Nachname:Nouri
Nation: Deutschland


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