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10.08.2017, 13:34

Leverkusen-Trainer erinnert an Aiglsbach

Herrlich: "Jetzt müssen einfach Taten folgen!"

Es wird sein Pflichtspiel-Debüt als Werkself-Trainer. Am Freitag tritt Heiko Herrlich mit Bayer 04 Leverkusen zum Erstrundenspiel beim KSC an. Bei seiner ersten Bewährungsprobe fordert der Fußballehrer von seinen Profis nach einer verkorksten Saison nun auf dem Platz die angekündigte Wiedergutmachung.

Heiko Herrlich
Klare Ansagen vor dem Pflichtspieldebüt: Bayer Leverkusens Trainer Heiko Herrlich.
© imagoZoomansicht

Die Ansagen sind eindeutig. Vor dem Spiel beim Drittligisten stellt Heiko Herrlich die richtige Einstellung als den entscheidenden Faktor für einen Erfolg im Karlsruher Wildpark heraus. "Es ist ein Spiel um Leben oder Sterben. Weiterkommen oder Ausscheiden. Es gibt keine zweite Chance. Ich habe es als Spieler oft genug erlebt, wie die Kleinen über ihre Grenzen hinausgehen und den Großen ein Bein stellen", sagt der Trainer, der weiß, wovon er spricht, hat er doch zahlreiche Erfahrungen gesammelt mit Außenseitersiegen im DFB-Pokal.

Also warnt der 45-Jährige eindringlich: "In der Liga kann man schlechte Spiele ausgleichen, aber in Karlsruhe müssen 100 Prozent abgerufen werden. Das kann ich aus eigener Erfahrung mit Borussia Dortmund sagen: Ich bin mit dem BVB als Weltpokalsieger gegen Eintracht Trier und als Deutscher Meister gegen Wattenscheid 09 ausgeschieden."

Aiglsbach hat Herrlich nicht vergessen

Unliebsame Sensationen hat Herrlich also schon wiederholt erlebt. Auch als Trainer, wie vor Jahresfrist mit Jahn Regensburg. Nachdem man in der 1. Hauptrunde denkbar knapp im Elfmeterschießen gegen Hertha BSC ausgeschieden war, trat man im bayerischen Landespokal beim Bezirksligisten TV Aiglsbach an. "Wir haben zur Halbzeit 2:0 geführt, haben dann darauf hingewiesen, seriös bis zum Ende zu spielen. Dann haben wir die eine oder andere Torchance vergeben. Wie aus dem Nichts machen die dann noch zwei Tore und gewinnen im Elfmeterschießen. Also: In solchen Spielen ist alles möglich", mahnt der Trainer, der 2011 mit dem Drittligisten SpVgg Unterhaching den SC Freiburg ausschaltete. Herrlich kennt sich also aus mit Überraschungen. In Karlsruhe möchte er keine weitere erleben.

Dass seine Profis, die im Herbst 2016 gegen den Drittligisten Sportfreunde Lotte in der 2. Pokalrunde trotz zweimaliger Führung und mehr als 40-minütiger Überzahl im Elfmeterschießen gescheitert waren, die Aufgabe leichtfertig angehen könnten, glaubt er nicht. "Viele Spieler haben aufgrund der letzten Saison gesagt, dass sie so was nicht nochmal erleben wollen. Nicht nur das Ausscheiden gegen Lotte, sondern die gesamte Saison mit nur Platz zwölf. Ich glaube, dass alle hochmotiviert sind", sagt Herrlich, fordert aber: "Worte können lügen. Jetzt müssen einfach Taten folgen! Da stehen die Mannschaft und die Spieler in der Verantwortung."

Herrlich wird auf personelle Experimente verzichten

Deshalb möchte der Trainer seinen Schützlingen auch nicht das kleinste Alibi liefern. Personelle Experimente schließt Herrlich vor dem Spiel beim Zweitliga-Absteiger aus. "Wir gehen mit der bestmöglichen Mannschaft ins Rennen - nach heutigem Fitnesszustand. Weil wir dieses Spiel unbedingt gewinnen wollen." Der Auftritt beim KSC wird Herrlich einen ersten Eindruck davon liefern, wie seriös die Werkself-Profis ihre Aufgaben nach der zurückliegenden Krisensaison angehen.

Stephan von Nocks

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