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27.10.2016, 23:56

Polizei spricht nicht von "Eingangssturm"

Union übt scharfe Kritik an Dortmunder Organisation

Sportlich hat sich Union Berlin beim 0:3 i.E. im Pokal bei Borussia Dortmund teuer verkauft. Rund um das Duell war es aber zu negativen Begleiterscheinungen gekommen, die dazu geführt haben, dass sowohl der Anpfiff als auch der Wiederanpfiff verzögert wurden. Union Berlin übte nun scharfe Kritik an der Organisation.

Sie erlebten einen durchaus aufregenden Abend in Dortmund: Fans von Union Berlin.
Sie erlebten einen durchaus aufregenden Abend in Dortmund: Fans von Union Berlin.
© imagoZoomansicht

Ursprünglich hatte das Spiel in Dortmund um 20.45 Uhr angepfiffen werden sollen, doch dazu kam es nicht. Wie der BVB eilig via Twitter mitteilte, soll es einen "versuchten Eingangssturm" gegeben haben, der einen "Polizeieinsatz" nach sich zog. Daraufhin wurde der Einlass gestoppt.

In der offiziellen Polizeimitteilung liest sich der Sachverhalt weniger dramatisch: "Im Bereich der Einlasskontrollen der Gäste kam es zu Verzögerungen und Gedränge. Umgehend wurden Maßnahmen vom Veranstalter Borussia Dortmund zur Entlastung ergriffen. Die Polizei unterstütze dabei den Verein BVB", heißt es in einer Meldung der Polizei Dortmund.

Derweil brach Union Berlin eine Lanze für die eigenen Anhänger und betonte am Donnerstag, dass es keinen "organisierten oder mutwilligen Blocksturm durch Union-Fans" gegeben habe. Die Eisernen sehen die Schuldfrage für den verspäteten Anpfiff woanders.

Wie die Köpenicker erklärten, führte "eine dilettantische und chaotische Organisation vor Ort zu erheblichen Beeinträchtigungen für tausende Gästefans", was auch dazu führte, dass "zahlreiche Menschen" gefährdet wurden. "Die Dimensionierung der Kontrollanlagen und das Tempo der Einlasskontrollen waren vollkommen ungeeignet, die im Vorfeld bekannte Anzahl an Gästefans in angemessener Weise aufzunehmen. Erhebliche Wartezeiten führten zu Unruhe und Angst, das Spiel zu verpassen", schrieb Union weiter: "Unter dem Druck der wartenden und ständig neu eintreffenden und nachdrängenden Fans ist ein Bauzaun, der die Drehkreuzanlage einrahmt, beschädigt worden."

Kritik übte der Zweitligist aber nicht allein an den Begebenheiten rund ums Stadion, vielmehr hätten die organisatorischen Abläufe in Dortmund allgemein "zu teilweise unerträglichen Zuständen" am Dortmunder Hauptbahnhof und in den U-Bahnen geführt. Eine direkte Folge davon sei es gewesen, dass "Tausende Union-Anhänger gleichzeitig am Stadion ankamen", was die Sache verkomplizierte.

Drei Verhaftungen und mehrere Verletzte

Keine Stellungnahme gab es indes zu den Geschehnissen unmittelbar nach der Halbzeit, als einige Gäste-Fans unverantwortlich im Block Pyrotechnik zündeten und so einen verspäteten Wiederanpfiff herbeiführten.

Insgesamt vermeldete die Polizei an diesem Pokalabend "drei Ingewahrsamnahmen, 28 Strafanzeigen, 15 leichtverletzte Fußballanhänger und sechs leichtverletzte Polizeibeamte." Borussia Dortmund hat sich bislang noch nicht offiziell zu dem Thema erklärt.

drm

DFB-Pokal, 2016/17, 2. Runde
Borussia Dortmund - 1. FC Union Berlin 3:0 i.E.
Borussia Dortmund - 1. FC Union Berlin 3:0 i.E.
Vorfreude

Gute Stimmung in Dortmund vor dem Anpfiff der Pokalpartie gegen Union Berlin.
© Getty Images

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