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16.12.2015, 22:21

DFB-Pokal-Achtelfinale am Mittwoch

Stuttgarter Zittersieg - Dortmund stoppt Augsburg

Im DFB-Pokal holte sich Hertha BSC in Nürnberg das Ticket für das Viertelfinale ab - und das auf abgezockte Art und Weise. In Stuttgart erlebte der VfB gegen Braunschweig ein Wechselbad der Gefühle und kam eine Runde weiter. Am Abend gastierte der BVB beim FC Augsburg und fuhr ein souveränes 2:0 ein. Im Duell der Zweitligisten setzte sich der VfL Bochum bei 1860 München nicht ohne Glück durch und komplettierte so das Viertelfinale.

Stuttgarter Matchwinner: Toni Sunjic (li.).
Stuttgarter Matchwinner: Toni Sunjic (li.).
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Der VfB Stuttgart steckt in einer tiefen Krise und rangiert in der Bundesliga mit gerade mal zwölf Punkten auf dem letzten Platz. Im Gegensatz zum Ligabetrieb lief es im Pokal besser. Die Chance für die Schwaben, um wieder etwas Selbstvertrauen zu tanken. Zu Hause ging es gegen die Braunschweiger Eintracht, gegen die es endlich klappen sollte mit dem ersten Sieg unter Interimstrainer Jürgen Kramny. Der Start ging aus schwäbischer Sicht dann aber gründlich in die Hose: Nach einer Ecke scheiterte Decarli noch am Aluminium, doch Baffo war gedankenschnell zur Stelle und staubte aus kürzester Distanz ab (6.) - es war das erste Tor des Schweden in seinem 18. Spiel für die Löwen. Der VfB zeigte sich danach bemüht, wollte das Spiel drehen und entwickelte Druck. Die Stuttgarter waren die bessere Mannschaft, hatten die klareren Aktionen, nur fehlte es vorne an Durchschlagskraft. Hinzu kam, dass BTSV-Keeper Gikiewicz mehrfach mit guten Paraden in Erscheinung trat. In der 21. Minute musste er aber doch hinter sich greifen: Gentner verlängerte eine Kostic-Ecke zu Niedermeier, der per Kopf das 1:1 markierte.

Der VfB hätte das Blatt noch vor der Pause wenden können, nachdem Schiedsrichter Peter Sippel nach Foul von Decarli an Werner auf Strafstoß entschieden hatte. Maxim scheiterte aber aus elf Metern kläglich (36.), sodass es ein offenes Duell blieb, in dem in der regulären Spielzeit trotz einiger vielversprechender Möglichkeiten keine weitere Tore fielen. In dieser erlaubten sich die Gäste dann aber einen Aussetzer, der prompt bestraft wurde: Bei einer blind in den Sechzehner geschlagenen Flanke stieg Baffo nicht hoch und Gikiewicz flog vorbei. Werner nutzte das und nickte zum 2:1 ein (99.). Dabei blieb es nicht, denn der VfB schaffte es nicht ins Ziel und zeigte sich nach 110 Minuten bei einer Ecke unsortiert - zur Freude von Ademi, der auf 2:2 stellte. Auch danach ging es Auf und Ab: Zuerst fühlten sich die Braunschweiger benachteiligt, als Sippel keinen Elfmeter gab, nachdem Niedermeier sowohl Ball als auch Ademi abgeräumt hatte (113.). Ins Elfmeterschießen ging es dennoch nicht, denn auf der Gegenseite veredelte Sunjic eine Kostic-Ecke zum vielumjubelten 3:2-Siegtreffer (118.).

Clevere Hertha lässt in Nürnberg nichts anbrennen

In Nürnberg stand das Duell zweier Mannschaften an, die zuletzt auf einer Erfolgswelle schwammen. Gut lief es insbesondere für den Club, der nach neun Spielen ohne Niederlage in der 2. Liga auf Platz drei vorgerückt ist und mittlerweile wieder vom Oberhaus träumt. Dort befinden sich die Berliner und haben sich in der laufenden Spielzeit zu einer positiven Überraschung entwickelt. Der Tabellendritte der Bundesliga hat aber auch das große Ziel, endlich mal wieder im Pokal für Furore zu sorgen. Der erste Schritt dafür war, sich nach 2011/12, als man gegen Gladbach in der Verlängerung ausschied, mal wieder für die Runde der letzten Acht zu qualifizieren. Dafür galt es, sich im Frankenland zu behaupten. Die Hertha begann entsprechend konzentriert und erspielte sich rasch Feldvorteile gegen offensiv zaghafte Nürnberger.

Es dauerte etwas länger als eine halbe Stunde, ehe die Alte Dame in Führung ging. Ibisevic leitete Haraguchis Hereingabe aus dem linken Halbfeld gekonnt in den Lauf von Darida weiter. Der Tscheche bedankte sich und schob ins kurze Eck ein (32.). Negativ traten einige Anhänger des Hauptstadtklubs auf, die unmittelbar nach der Führung ihrer Mannschaft zahlreiche Feuerwerkskörper abfackelten und damit sogar für eine unplanmäßige, aber kurze Spielunterbrechung sorgten. Ansonsten war es ein sehr cleverer Auftritt der Berliner, die in Hälfte zwei nach einem ruhenden Ball den Sack zumachten: Darida fand mit seiner Ecke Brooks im Zentrum, der per Kopf relativ früh im Spiel die Entscheidung herbeiführte (65.). Letztlich blieb es beim 2:0 für Berlin, das seinen Höhenflug damit fortsetzte.

Aubameyang bricht in Augsburg den Bann

Trifft und trifft und trifft: Pierre-Emerick Aubameyang (re.).
Trifft und trifft und trifft: Pierre-Emerick Aubameyang (re.).
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In Augsburg trafen mit dem FCA und Borussia Dortmund zwei Europa-League-Teilnehmer aufeinander. Der BVB ging dabei als großer Favorit an den Start, wenngleich die bayerischen Schwaben zuletzt mit drei Siegen in Serie einen Aufwärtstrend eingeleitet hatten. Spielerisch vertraute Augsburg auf eine abwartende Taktik und überließ den Borussen die Rolle des Gestalters. Dortmund nahm sich dieser auch an, tat sich aber auch sehr schwer und konnte den schwäbischen Abwehrriegel lange Zeit nicht knacken. Die beste Chance vor der Pause hatte Aubameyang, der im Eins-gegen-eins in Hitz jedoch seinen Meister fand (40.). Nach dem Seitenwechsel, den der angeschlagene Sven Bender nicht mehr auf dem Platz miterlebte, kam es erneut zu diesem Duell, dann aber mit einem anderen Ausgang: Piszczek setzte lobenswert gegen Ji nach und legte so für Aubameyang auf. Der Gabuner bedankte sich und stellte auf 1:0 (61.). Kurz darauf folgte der nächste Streich: Mkhitaryan suchte sein Glück aus der Distanz und fand es, Klavan fälschte den Schuss des Armeniers noch entscheidend zum 2:0 ab (66.). Danach war die Messe gelesen und der BVB brachte den Sieg souverän über die Zeit.

Bochum durchbricht die Phalanx der Bundesligisten

Neben Heidenheim ist mit dem VfL Bochum noch ein weiterer Zweitligist im Rennen. Die Bochumer bestanden beim TSV 1860 München, profitierten dabei aber auch von einer Fehlentscheidung von Referee Marco Fitz, der kurz vor der Halbzeit ein klares Handspiel von Hoogland nicht erkannte und auf Tor für Bochum entschied. Es war das 2:0 und bereits die Vorentscheidung in einem Spiel, das ausgeglichen begonnen hatte, in dem aber nicht viel aus Sicht der Sechziger funktionierte. Das Bemühen konnte den Löwen nicht abgesprochen werden, nur fehlten vorne die Ideen. Die Quittung dafür folgte nach 39 Minuten, als Haberer bei seinem Lauf gen Strafraum von den Münchnern lediglich Geleitschutz erhielt und aus 17 Metern auf 1:0 stellte. Kurz darauf folgte dann auch noch das 2:0 durch Hoogland. Es war irregulär, nur es zählte - und 1860 war im Grunde schon geschlagen. Keine Frage: Auch in Hälfte zwei probierte es die Löwen mit dem Mut des Verzweifelten, nur stand ihnen das Glück so gar nicht zur Seite. So scheiterte Adlung an einem starken Reflex von Riemann (48.), während kurz vor dem Ende Referee Fritz eine Szene, bei der Wijnaldum im eigenen Sechzehner den Ball an hoch ausgestreckten Arm bekam, für nicht elfmeterwürdig hielt (88.). Der Anschluss hätte vielleicht noch einmal Spannung ins Spiel gebracht, so aber war es für Bochum ein Leichtes, das 2:0 über die Runden zu bringen.

drm

DFB-Pokal, 2015/16, Achtelfinale
FC Augsburg - Borussia Dortmund 0:2
FC Augsburg - Borussia Dortmund 0:2
Spitzeln

Rund ging's im Achtelfinale auch in Augsburg, das Dortmund empfing: Hier führt Raul Bobadilla das Leder.
© Getty Images

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