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15.12.2015, 22:22

DFB-Pokal-Achtelfinale am Dienstag

Achterbahn in Gladbach - Xabi Alonso verzückt

Die Erfolgsgeschichte der SpVgg Unterhaching ist beendet: Im Achtelfinale des DFB-Pokal bekam der Viertligist von Bayer Leverkusen die Grenzen aufgezeigt und schied aus. Ein Spektakel lieferten Borussia Mönchengladbach und Werder Bremen ab - mit dem besseren Ende für den SVW. Am Abend unterlag Erzgebirge Aue dem FC Heidenheim, während der FC Bayern zu Hause gegen Darmstadt dank eines Traumtores einen Arbeitssieg einfuhr.

Freude pur: Jubelnde Bremer.
Freude pur: Jubelnde Bremer.
© Getty ImagesZoomansicht

Die Partie in Gladbach begann aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens rund um den Borussia-Park mit einer 15-minütigen Verspätung, erreichte dann aber gleich Betriebstemperatur. Gladbach hatte zwar mehr Spielanteile, aber mit den hoch verteidigenden und schnell nach vorne spielenden Bremern große Probleme: So musste Sommer schon nach zehn Minuten sein gesamtes Können aufbieten, um bei einer Doppelchance von Pizarro und Gebre Selassie den Rückstand zu verhindern. Nur einen Wimpernschlag später fehlten Fritz nur wenige Zentimeter (11.). Werders couragierter Auftritt hatte auch seine Tücken, so lief der SVW Gefahr ausgekontert zu werden und hatte auch Glück, als Rafael im Eins-gegen-eins gegen Bremens Schlussmann Wiedwald vergab (14.). Es war ein ausgeglichenes Duell, in dem Werder in der ersten halben Stunde sogar Vorteile hatte.

Das Tor machten aber die Fohlen: Dahoud bediente Hazard, der gekonnt für Stindl abtropfen ließ. Dieser vollendete eiskalt zum 1:0 und markierte damit zugleich den 1:0-Halbzeitstand (32.). Nach Wiederanpfiff war es Sternberg, der die nimmermüden Bremer belohnte und aus der zweiten Reihe den verdienten Ausgleich markierte (52.). Das war der Auftakt zu einer wilden Phase, in der es hin und her ging - mit Chancen auf beiden Seiten: Nachdem Hazard Pech mit einem Pfostentreffer hatte (57.), parierte Sommer auf der Gegenseite zwar einen guten Grillitsch-Freistoß, war gegen Vestergaards Abstauber aber machtlos (58.). Die wilde Fahrt ging weiter und wurde noch turbulenter: Zuerst glich der eingewechselte Hrgota zum 2:2 aus (73.), doch Werder war wie aufgestachelt und konterte per Doppelschlag: Pizarro (75.) und Ujah (78.) sorgten binnen drei Miniuten für die Vorentscheidung und führten die Hanseaten so ins Viertelfinale. Für Gladbach betrieb Hrgota zwar mit dem 3:4 noch Ergebniskosmetik, mehr auch nicht. Gladbach musste so die dritte Niederlage innerhalb einer Woche schlucken. Bemerkenswert: Erstmals seit dem Bundesliga-Aufstieg 1965 kassierten die Fohlen in drei Pflichtspielen in Folge vier oder mehr Gegentore.

Bayer Leverkusen zeigt Unterhaching die Grenzen auf

Bayer Leverkusen war an dem Ort gefordert, wo die Werkself eine ihrer schmerzhaftesten Niederlagen kassiert hatte. Am 34. Spieltag der Saison 1999/2000 unterlag Bayer in Unterhaching mit 0:2 und verspielte damals die deutsche Meisterschaft. Mittlerweile trennen beide Klubs Welten: Bayer hat sich als Top-Team der Bundesliga etabliert, Haching wurde bis in die Regionalliga durchgereicht. Umso mehr elektrisierte das Duell die Fans des Viertligisten. Der Andrang war dann auch so groß, dass der Anpfiff erst mit einer viertelstündigen Verspätung ertönte. Danach entwickelte sich das von vielen erwartete Spiel: Bayer war tonangebend, Haching eifrig in den Zweikämpfen. Die Werkself zeigte ihre spielerische Klasse und kam über Kießling (9.) und Chicharito (14.) zu ersten Chancen. Etwas später stockte den Gästen aber der Atem, als Mehmedi auf der Linie einen Einsiedler-Schuss klärte (24.). Es kam aber noch dicker, denn Bauer brachte den krassen Außenseiter sogar in Führung (27.). Bayer ließ es aber nicht auf sich sitzen, dass die SpVgg den Spielverlauf auf den Kopf gestellt hatte und antwortete postwendend: Über Bellarabi, Kramer und Kießling wurde Chicharito freigespeilt, der aus drei Metern ausglich (31.). Danach wurden die Rheinländer immer stärker, es war nur eine Frage der Zeit, ehe die aufopferungsvoll kämpfenden Oberbayern einknicken würden: Nachdem Kramer infolge eines Zweikampfs verletzungsbedingt ausgwechselt wurde, war es Kießling, der in der 55. Minute im Eins-gegen-eins cool blieb und auf 2:1 stellte. Damit waren die Würfel bereits gefallen, denn Haching hatte keine Körner mehr, um das Wunder doch noch zu schaffen, zumal Taffertshofer auch noch Gelb-Rot sah (79.). Vielmehr sorgte Bellarabi auf Zuspiel von Chicharito für einen aus Bayer-Sicht standesgemäßen 3:1-Sieg (83.).

Xabi Alonso lässt es richtig krachen

Verzückte die Fans in der Allianz-Arena mit seinem Kracher: Xabi Alonso.
Verzückte die Fans in der Allianz-Arena mit seinem Kracher: Xabi Alonso.
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Der FC Bayern München ist in der Bundesliga eine Klasse für sich, das ist wohl schwer zu bestreiten. Allerdings hatten die Münchner zuletzt nicht immer geglänzt, vor allem nicht, wenn es gegen Mannschaften ging, die ausschließlich auf Spielzerstörung aus waren. Mit Darmstadt kam genau so ein Team nun in die Allianz-Arena und erwies sich als unangenehmer Gegner. Die Lilien boten den Münchnern mit ihrer galligen Spielweise Paroli und gestatteten dem bayerischen Starensemble lange Zeit praktisch keine klaren Torchancen. Den Bann brach Xabi Alonso, der in der 40. Minute mit einem Treffer der Marke "Tor des Monats" aus etwa 30 Metern wuchtig in den linken Winkel traf. Das 1:0 löste den gordischen Knoten, Lewandowski hätte sogar noch umgehend nachlegen können, scheiterte jedoch am linken Pfosten (43.). In Hälfte zwei kontrollierte der Meister das Geschehen auf dem Rasen, brach sich dabei aber auch keinen Zacken aus der Krone. Das musste der FCB auch nicht, denn Darmstadt fand offensiv bis auf seltene Ausnahmen (Kempe, 51.) quasi nicht statt. Weil es die Bayern allerdings verpassten, den Sack frühzeitig zuzumachen, blieb es letztlich doch spannend - schließlich trennte den SVD nur ein Tor von der Verlängerung. Der Treffer fiel nicht, so dass unter dem Strich ein glanzloser 1:0-Arbeitssieg der Münchner stand.

Heidenheims Kramer wechselt den Erfolg ein

Viel Kampf, aber auch viel Krampf war im Erzgebirge zwischen Aue und Heidenheim geboten. Die Veilchen, die auf dem Weg in die Runde der letzten 16 mit Greuther Fürth und Eintracht Frankfurt zwei höherklassige Gegner ausgeschaltet hatten, setzten auf altbewährte Mittel: Leidenschaft, Laufbereitschaft und Zweikämpfe. Diese Rechnung ging auch auf, allerdings nur im ersten Durchgang, denn Heidenheims Trainer Frank Schmidt wechselte in der Halbzeit Halloran und Schnatterer und damit den Erfolg ein. Vor allem Schnatterer erwies sich als Glücksfall: Der 30-Jährige bereitete zuerst das 1:0 von Feick per Ecke vor (48.) und sorgte kurz darauf höchstpersönlich auf Zuspiel von Halloran aus 16 Metern für die Vorentscheidung - 2:0 (54.). Der Drittligist aus Aue bewies danach zwar Moral, hatte aber keinen wirklichen Auftrag mehr gegen nun souveräne Heidenheimer, die letztlich routiniert ins Viertelfinale einzogen.

drm

DFB-Pokal, 2015/16, Achtelfinale
FC Augsburg - Borussia Dortmund 0:2
FC Augsburg - Borussia Dortmund 0:2
Spitzeln

Rund ging's im Achtelfinale auch in Augsburg, das Dortmund empfing: Hier führt Raul Bobadilla das Leder.
© Getty Images

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