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27.10.2015, 22:30

DFB-Pokal, 2. Runde: Aue und 1860 überraschen

Bayern souverän - Haching kämpft Leipzig nieder

Für Titelverteidiger VfL Wolfsburg war schon in der 2. Runde des DFB-Pokal Schluss. Bayern München landete einen ungefährdeten 3:1-Sieg. Im Schatten des Topspiels gab es zahlreiche Überraschungen. Regionalligist Unterhaching ließ RB Leipzig deutlich abblitzen. 1860 München und Aue setzten sich gegen Mainz und Eintracht Frankfurt durch. Hertha BSC quälte sich gegen den FSV Frankfurt durch die Verlängerung. Zudem gewannen Darmstadt (gegen Hannover) und Bochum (gegen Kaiserslautern).

Thomas Müller
Doppelpack: Thomas Müller ist mal wieder treffsicher.
© picture allianceZoomansicht

Der FC Bayern löst das Achtelfinal-Ticket dank einer imponierenden Vorstellung in den ersten 45 Minuten. Während Titelverteidiger Wolfsburg kein Bein auf den Boden bekam, raubten die Münchner dem VfL die Luft zum Atmen und ließen eine Angriffswelle nach der anderen auf Benaglios Gehäuse zurollen. Angetrieben von Costa, der nach 15 Minuten das Führungstor erzielte (15.), rannte Pep Guardiolas Team unermüdlich an. So waren weitere Treffer nur eine Frage der Zeit. Schließlich bereitete Alaba zweimal mustergültig vor, Müller schloss zweimal erfolgreich ab (20., 34.). Nach der Pause schalteten die Bayern in den Schongang, Wolfsburg kam etwas besser zurecht. Caligiuri (47., 72.) und Schürrle (87.) ließen zunächst aber gute Möglichkeiten aus, schließlich gelang Schürrle doch noch der Ehrentreffer (90.).

Wagners "Brust-Tor" beschert Darmstadt den Sieg

Die Zuschauer am Böllenfalltor mussten sich lange gedulden, ehe der erwartete Pokalfight zwischen Darmstadt und Hannover endlich seinen Lauf nahm und zwar bis zur 74. Minute, dann aber kamen alle auf ihre Kosten. Sulu erzielte zunächst die Führung für die Lilien. Doch als die Fans noch mit Feiern beschäftigt waren und sich die Hausherren gerade wieder sortierten, stand es auch schon 1:1. Sobiech traf nach Vorlage von Sakai direkt nach dem Wiederanstoß zum Ausgleich. Nun war Dampf drin und nach einer Ecke lag plötzlich Darmstadt wieder vorn. Wagner hatte den Ball mit der Brust aus kurzer Distanz über die Linie gedrückt.

Unterhaching kämpft Leipzig nieder

Unterhaching schlägt den großen Favoriten
Pokal-Coup: Regionalligist Unterhaching schlägt den großen Favoriten aus Leipzig.
© imago

Die SpVgg Unterhaching erspielte sich die Teilnahme an der nächsten Runde mit einem 3:0-Erfolg über RB Leipzig. Der Underdog überrannte den Zweitligisten in der ersten halben Stunde, ließ den Gästen kaum Zeit zum Durchatmen und gingen durch Treffer von Einsiedler (5.) und Rosenzweig (23.) bereits mit einer 2:0-Führung in die Kabine. Im zweiten Durchgang fanden die Sachsen zwar in die Partie, konnten aber kaum Druck aufbauen. Der dritte Treffer des Regionalligisten durch Steinherr (67.) erstickte die Aufholjagd der Leipziger letztlich im Keim.

Löwe wird zum Unglücksrabe

In der Begegnung zwischen dem VfL-Bochum und dem 1. FC Kaiserslautern traf ein offensiv eingestellter VfL auf einen Gegner, der sehr defensiv eingestellt auf Konter lauerte. Dementsprechend versuchte Bochum erfolglos, die gegnerischen Abwehrketten zu überwinden. Erst in der 67. Minute wurden die Bochumer Offensivbemühungen unter freundlicher Mithilfe von Löwe belohnt, der die Kugel in das eigene Netz köpfte. In der Folge verpasste es das Verbeek-Team, die Führung auszubauen, weshalb sie bis zum Abpfiff um den Achtelfinaleinzug zittern mussten.

Okotie köpft die Löwen ins Glück

Rubin Okotie
Siegtorschütze für 1860: Rubin Okotie.
© imagoZoomansicht

Gegen ein insgesamt viel zu harmloses Mainz 05 gelang dem TSV 1860 München nach dem Sieg gegen Hoffenheim auch die zweite Pokalüberraschung in dieser Spielzeit. Dabei lag der Bundesligist sogar noch mit 1:0 durch ein Eigentor von Löwen-Kapitän Schindler in Front (6.). Bis zur Pause verwalteten die Nullfünfer das Geschehen noch recht gut, doch nach der Roten Karte wegen Notbremse für Abwehrmann Bengtsson riss der Faden komplett. Das nutzten die Giesinger mit Ersatztrainer Kurt Kowarz, der den erneut aufgrund einer Gallenblasen-Operation fehlenden Benno Möhlmann vertrat, schließlich verdientermaßen aus. Vor allem dank der Hereinnahme von Joker Okotie, der die Wende einläutete: Zunächst traf Sturmkollege Mugosa (70.), ehe der Österreicher selbst per starkem Kopfball das 2:1 markierte (77.). Lediglich in der Schlussphase generierten die Hausherren noch einmal Torgefahr, doch da waren Kagelmacher und Wittek jeweils in der Nachspielzeit auf der Linie zur Stelle. Die FSV-Schützlinge ließen den Worten von Coach Martin Schmidt ("Das ist ein Pokalspiel, das wir gewinnen müssen, auch von der Reputation her") demnach keine Taten folgen.

Aue wiederholt Coup gegen Frankfurt

Die Frankfurter Eintracht hatte an Erzgebirge Aue keine guten Erinnerungen, war man doch 2012/13 in der 1. Runde des DFB-Pokal an den Sachsen gescheitert. Und auch diesmal entpuppten sich die Veilchen als extrem harte Nuss. Aue leistete erbitterten Widerstand, zeigte vor allem defensiv eine starke Leistung und zog den Hessen so den Zahn. Nach vorne schossen die Erzgebirgler beinahe aus allen Rohren und hatten demnach auch die besseren Chancen. Die beste vergab Handle kurz vor der Halbzeitpause (44.). Veh versuchte viel tauschte in der Halbzeit seine komplette linke Seite aus - mit überschaubarem Erfolg. Aue wusste um seine Stärken und warf vor allem Kampf, Leidenschaft und hohe Bälle in die Waagschale. Die Entscheidung in dieser sehr umkämpften und phasenweise sehr zähen Begegnung fiel knapp eine Viertelstunde vor Schluss, als Wegner einen Konter der Veilchen prima abschloss und den Drittligisten in Führung brachte (74.). Die Hessen bemühten sich danach zwar, den Rückstand wettzumachen, agierten aber weiterhin uninspiriert und mussten am Ende das bittere Aus schlucken. Aue wiederholte damit den eigenen Coup von vor zwei Jahren und erreichte erstmals das Achtelfinale des DFB-Pokals.

Stürmisches Nürnberg schmeißt Fortuna raus

Tim Leibold
Klare Sache: Tim Leibold bejubelt das 4:0 für den Club.
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Nürnberg steht nach einem 5:1 gegen Düsseldorf erstmals seit der Saison 2011/12 wieder im Achtelfinale. Eine starke Anfangsphase und ein Doppelschlag kurz vor dem Wechsel reichten, um die Partie gegen eine abwehrschwache und offensiv biedere Fortuna schon nach 45 Minuten zu entscheiden. Burgstaller hatte den Torreigen eröffnet, Behrens nachgelegt. Selbst als der FCN einen Gang zurückschaltete, kamen die Gäste kaum zum Zug. Füllkrug und Leibold trafen noch vor der Pause binnen zwei Minuten zum 4:0. Im zweiten Durchgang genügte dem Club Verwaltungsmodus, um die Partie ohne Mühe nach Hause zu schaukeln.

Kalou rettet Hertha BSC beim FSV Frankfurt

Der FSV Frankfurt hat gegen Hertha BSC die Überraschung verpasst und musste sich dem Bundesligisten nach 120 intensiven Minuten mit 1:2 geschlagen geben. Die Hessen begannen mutig und hatten auch die ersten Torannäherungen, die Berliner benötigten etwas Anlaufzeit. Kalou setzte ein erstes Zeichen (7.), die Hauptstädter kontrollierten fortan das Geschehen. Mehr aber auch nicht. Der letzte Zug zum Tor fehlte, auch wenn sich immer wieder kleinere Möglichkeiten ergaben. Der FSV stand aber gut und versuchte, Nadelstiche zu setzen. So wie kurz nach der Pause, als Golley - allerdings aus abseitsverdächtiger Position - zum 1:0 für den Zweitligisten traf. Die Reaktion der Hertha folgte durch Kalou (56.), der einen Kopfball im Anschluss an eine Ecke im Tor versenkte. Beide Teams schenkten sich nichts, konnten sich entsprechend in der Offensive nicht in Szene setzen. Die Folge: Verlängerung. Da war Kalou (99.) nach einem an ihm verursachten Foulelfmeter erfolgreich. Nach dem zweiten Tor des Berliner Stürmers versuchte der FSV noch einmal alles, hatte in der zweiten Hälfte der Verlängerung auch Möglichkeiten, doch Hertha brachte den Sieg nach Hause. Im Achtelfinale wird Plattenhardt fehlen, der sich noch Gelb-Rot abholte (119.).

kon

Bilder des Spieltages
DFB-Pokal, 2015/16, 2. Runde
DFB-Pokal, 2015/16, 2. Runde
Zeit für ein Selfie

VfB-Coach Alexander Zorniger nimmt sich die Zeit.
© Getty Images

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