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08.04.2015, 23:29

BVB und Wölfe im Halbfinale

Thiago hievt Bayern weiter - Bielefeld stoppt Gladbach

Mit Dortmund, das sich durch einen Hammerschuss von Kehl in der Verlängerung gegen Hoffenheim durchsetzte, und Wolfsburg, das durch ein Elfmetertor von Rodriguez gegen Freiburg weiterzog, hatten sich am Dienstagabend die zwei Favoriten zuhause durchgesetzt und das Halbfinalticket gelöst. Mönchengladbach konnte am Mittwoch nicht nachziehen. Drittligist Bielefeld sorgte gegen die Fohlen für die nächste Sensation und kegelte mit dem VfL einen weiteren Bundesligisten aus dem Wettbewerb. Titelverteidiger Bayern musste in Leverkusen ins Elfmeterschießen, ist aber weiter.

Thiago hält den Titelverteidiger im Rennen

Matchwinner: Thiago und Torwart Neuer feiern nach dem Elfmeterschießen.
Matchwinner: Thiago und Torwart Neuer feiern nach dem Elfmeterschießen.
© Getty ImagesZoomansicht

Leverkusen und der FC Bayern schenkten sich am Mittwochabend von Beginn an nichts. Die Werkself bearbeitete den Rekordpokalsieger vehement und setzte in der Offensive immer wieder Nadelstiche. Ein Kießling-Kopfball (15.) und ein Bellarabi-Schuss nach einem Konter (22.) verfehlten aber das Ziel. Die größte Möglichkeit ergab sich auf der Gegenseite Müller, der kurz vor der Pause an einem klasse Reflex von Bayer-Torwart Leno scheiterte. Leverkusen eröffnete den intensiven Fight in Durchgang zwei mit einer Chance von Brandt (46.). Turbulent wurde es nach einer guten Stunde, als erst ein Lewandowski-Treffer keine Anerkennung fand und Bellarabi in Neuer sowie Lewandowski in Leno ihren Meister fanden. Die hitzige Auseinandersetzung hätte Brandt fast mit dem Schlusspfiff entschieden, doch Rafinhas Fußspitze verhinderte das 1:0. Thiago übertrieb in der Nachspielzeit den Einsatz und schrammte an Rot vorbei.

Spielbericht

Es ging in die Verlängerung. Dort übernahmen zunächst die Münchner das Kommando und hatten durch Götze die Riesenchance (98.). Weiter wurde um jeden Zentimeter gekämpft, Bernat und Brandt ließen im zweiten Durchgang der Verlängerung jeweils eine gute Chance liegen. Auch diese Partie musste ins Elfmeterschießen. Drimic scheiterte als erster Leverkusener gleich an Neuer, die Bayern dagegen leisteten sich keinen Fehlschuss. Der Titelverteidiger zieht in die Runde der letzten Vier ein und kann weiter als erster Verein zum dritten Mal in Folge den Pott holen. Der sechste Halbfinaleinzug in Serie des FCB stellt einen neuen Rekord dar.


Nach Traores Fehlschuss ist Bielefeld weiter

DSC-Torwart Alexander Schwolow lässt sich feiern
Jubel auf der Alm: DSC-Torwart Alexander Schwolow lässt sich nach dem Elfmeterschießen feiern.
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Mönchengladbach ging als klarer Favorit am Mittwoch in die Partie in Bielefeld, wenngleich der Drittliga-Tabellenführer mit Hertha und Werder schon zwei Bundesligisten aus dem Wettbewerb gekegelt hatte. Genug Warnung für die Fohlen, die sich in der Offensive trotz optischer Überlegenheit allerdings zunächst nicht in Szene setzen konnten. "Mit unseren Fans im Rücken werden wir auch gegen Gladbach wieder alles reinhauen", hatte DSC-Trainer Norbert Meier angekündigt - und sein Team wehrte sich vehement. So gab Hemlein einen ersten Warnschuss ab, Gladbachs Brouwers bugsierte den Ball fast ins eigene Tor und Junglas traf zum 1:0. Kruse antwortete umgehend vom Punkt, mit einem 1:1 ging es in die Pause.

Auch im zweiten Durchgang begegnete Arminia Gladbach auf Augenhöhe, verteidigte intensiv, vergab zwei Chancen und erzwang letztlich eine Verlängerung. Dort gab zunächst Gladbach den Ton an, außer einer Traore-Chance sprang aber nichts heraus. In der zweiten Hälfte ergab sich Arminen-Torjäger Klos per Kopf die Möglichkeit zur Entscheidung, der Ball landete aber Zentimeter neben dem Pfosten. Es ging ins Elfmeterschießen, das Bielefeld nach Fehlschüssen von Raffael und Traoré für sich entschied. Gladbach ist raus, die Elf von Trainer Norbert Meier dagegen steht zum dritten Mal nach 2005 und 2006 im Halbfinale des DFB-Pokals.


Rodriguez trifft vorne und rettet hinten

Wolfsburgs Ricardo Rodriguez
Schuss ins Halbfinale: Wolfsburgs Ricardo Rodriguez trifft vom Punkt gegen Wolfsburg.
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Der VfL Wolfsburg brauchte am Dienstag gegen die in der Anfangsphase taktisch diszipliniert und teilweise mutig auftretenden Freiburger rund eine halbe Stunde, ehe die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking ins Rollen kam. Ab der 30. Minute fehlte dem Sportclub die Entlastung, die Wolfsburger feuerten mehrere Schüsse auf das Tor der Breisgauer, in dem der Schweizer Keeper Roman Bürki mehrmals über sich hinauswuchs.

Mit Beginn des zweiten Durchgangs drängten die Niedersachsen mit weiterer Vehemenz auf den ersten Treffer, der angesichts des Spielverlaufs möglicherweise eine Vorentscheidung bedeutet hätte. Zwar standen die Spieler von SCF-Trainer Christian Streich ziemlich tief, doch wenn der VfL das Tempo anzog, kamen die Offensivleute wie André Schürrle und Kevin De Bruyne frei zum Abschluss, doch das Duo schoss jeweils hauchdünn vorbei.

Spielbericht

Nach weiteren vergebenen Hochkarätern musste für die Hausherren letztlich ein Elfmeter herhalten, den der ehemalige Daniel Caligiuri herausholte und den Ricardo Rodriguez eiskalt zum 1:0-Siegtreffer verwandelte. Fast hätte der Freiburger Maximilian Philipp im Gegenzug den Ausgleich markiert, doch der Stürmer scheiterte an VfL-Keeper Diego Benaglio und so hatte der Schweizer seinen Anteil am Einzug ins Halbfinale. Genauso wie Torschütze Rodriguez, der einen Abschluss von Joker Mike Frantz blockte. Für die Wölfe ist es die dritte Teilnahme im DFB-Pokal-Halbfinale in Serie, nach zwei Ausscheiden soll nun der Sprung nach Berlin ins Endspiel folgen.


Subotic trifft und patzt - Kehl haut einen raus

Machte den zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich: Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang.
Machte den zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich: Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang.
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Dortmund kann in dieser Saison weiterhin noch einen Titel einfahren. Nach dem Aus in der Champions League gegen Juventus Turin und der enttäuschend verlaufenen Meisterschaft kann die Borussia mit dem Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals noch die Spielzeit retten. Der BVB siegte im Viertelfinale gegen die TSG Hoffenheim knapp mit 3:2 nach Verlängerung, Sebastian Kehl donnerte das Leder per Dropkick in die Maschen. Die Abkürzung nach Europa über einen anvisierten Pokalsieg in Berlin ist damit für die Elf von Trainer Jürgen Klopp weiterhin möglich.

Ohne die angeschlagenen Marco Reus und Mats Hummels erwischten die Borussen einen Start nach Maß, als Neven Subotic nach einer Freistoßflanke den Ball in die Maschen drückte. Doch nur 102 Sekunden später hatten die Dortmunder den TSG-Linksfuß Kevin Volland bei einer Ecke völlig übersehen und der U-21-Nationalspieler vollstreckte sehenswert zum Ausgleich. Für den BVB - und vor allem Subotic - sollte es allerdings noch schlimmer kommen. Der Serbe leistete sich in der eigenen Hälfte einen totalen Blackout, Roberto Firmino lief alleine auf Dortmunds Keeper Mitchell Langerak zu und überwand den Australier mit einem feinen Lupfer.

Spielbericht

Die zweite Hälfte sah eine wütend anrennende Klopp-Elf, die viel Leidenschaft einbrachte, aber in den entscheidenden Momenten zunächst zu ungenau oder im Abschluss unglücklich agierte. Dann aber war Pierre-Emerick Aubameyang zur Stelle, der mit seinem Kopfball zum 2:2 den Westfalen neue Hoffnung einhauchte. In der packenden zweiten Halbzeit entwickelte sich ein wahrer Pokal-Fight mit Chancen für beide Mannschaften auf den dritten Treffer - doch nach 90 Minuten ging es mit 2:2 in die Verlängerung.

In dieser hatte dann der BVB den längeren Atem und mit Kehl, der einen Dropkick hammerhart in die Maschen jagte, den Matchwinner.

bst/nik

DFB-Pokal, 2014/15, Viertelfinale
Bayer 04 Leverkusen - Bayern München 3:5
Bayer 04 Leverkusen - Bayern München 3:5
Fokussiert

Bayer-Trainer Roger Schmidt empfing mit seinem Team den FC Bayern München.
© Getty Images

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