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27.10.2014, 17:26

Hamburg: Bei Behrami wird es mit einem Einsatz eng

Zinnbauer lässt vor dem Bayern-Spiel pöbeln

Woche der Wahrheit für den Hamburger SV, oder nichts zu verlieren gegen vermeintlich übermächtige Gegner? Der HSV empfängt im DFB-Pokal den FC Bayern München, ehe am Wochenende Bayer Leverkusen in der Hansestadt gastiert. Trainer Joe Zinnbauer bangt um Defensiv-Anker Valon Behrami und geht die beiden Herausforderungen mit einer interessanten Trainingsmethodik an - die Lehre aus dem zuletzt blassen Auftreten in Berlin.

Aussprache: Joe Zimmbauer versammelt seine Akteure zur Aussprache. Im Montagstraining wurde der Ton gewollt rauer.
Aussprache: Joe Zimmbauer versammelt seine Akteure zur Aussprache. Im Montagstraining wurde der Ton gewollt rauer.
© Getty ImagesZoomansicht

Natürlich war Joe Zinnbauer zufrieden am Montag Mittag, als er im Medienraum der Hamburger Arena Platz genommen hatte. Unmittelbar vor der turnusmäßigen Pressekonferenz im Vorfeld des Pokalspiels gegen die Bayern hatte der 44-Jährige seinen neuen Vertrag unterschrieben - weiterhin mit einer Gültigkeit bis 2016, aber nun eben als Profi-Coach. "Ein gutes Zeichen", findet der Oberpfälzer, "dass dieses nach einer 0:3-Niederlage und vor Spielen gegen München und Leverkusen passiert." Genau auf diesen Partien - und nicht auf seinem neuen Kontrakt - liegt auch der Fokus des nun auch offiziell neuen Hamburger Cheftrainers. "Meine Priorität war nie der Vertrag, sondern die Arbeit mit der Mannschaft."

Wir haben die Bayern zwar schonmal geärgert, aber da waren sie noch nicht in der Top-Form und Top-Besetzung wie jetzt.Joe Zinnbauer

Und die fällt in dieser Woche mit zwei Großkalibern vor der Brust noch schwerer aus als ohnehin schon. Zinnbauer griff Montag deshalb in die psychologische Trickkiste. Pöbeln war unter der Hamburger Herbstsonne nicht nur erlaubt, sondern sogar ausdrücklich erbeten. "Eine Gruppe durfte nur positiv reden, die anderen nur negativ. In Berlin waren wir zu leise, mit dieser Idee wollte ich ein bisschen mehr Stimmung auf dem Platz haben." Die erwartet er auch Mittwoch. "Wir müssen den Funken auf die Ränge wie vor sechs Wochen überspringen lassen." Da holte der HSV zum Zinnbauer-Einstand ein beachtliches 0:0, doch der Trainer weiß auch: "Wir haben die Bayern zwar schonmal geärgert, aber da waren sie noch nicht in der Top-Form und Top-Besetzung wie jetzt." Zudem drohen dem HSV schmerzhafte Ausfälle: Valon Behrami, entscheidende Säule für Stabilität im Mittelfeld, erlitt in Berlin einen Schlag auf die Wade. Der Schweizer trainierte Montag nicht und Zinnbauer ahnt: "Für Mittwoch wird es eng."

Diekmeier fraglich - Götz stünde abermals bereit

Auch, weil das Risiko minimiert und ein Ausfall gegen Leverkusen unter allen Umständen vermieden werden soll. Gleiches gilt für Dennis Diekmeier: Insgeheim kämpft der Rechtsverteidiger noch immer um eine Minimal-Chance, der Trainer aber dämpft die Erwartungen und spricht Youngster Ashton Götz, gegen Hoffenheim überzeugend und in Berlin überfordert, das Vertrauen aus - selbst wenn es für den U-23-Youngster plötzlich gegen Franck Ribery oder Mario Götze ginge. "Ashton hat nichts zu verlieren, ich finde, er ist auch in Berlin nicht untergegangen. Er freut sich auf das Spiel." Zinnbauer freut sich auch. Natürlich über seinen modifizierten Vertrag, vor allem aber auf die Bayern. Obwohl er eine Übermacht erwartet. Die Frage, worauf sich die Bayern gefasst machen können am Mittwoch, beantwortete der Trainer betont defensiv: "Ich denke, der HSV kann sich auf Bayern gefasst machen."

Sebastian Wolff

27.10.14
 
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Vereinsdaten

Vereinsname:Hamburger SV
Gründungsdatum:29.09.1887
Mitglieder:72.400 (01.07.2015)
Vereinsfarben:Blau-Weiß-Schwarz
Anschrift:Sylvesterallee 7
22525 Hamburg
Telefon: (040) 41551887
Telefax: (040) 41551234
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