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16.08.2014, 23:21

DFB-Pokal am Samstag: FCK und FSV jubeln im Elfmeterschießen

Glanzloses Schaaf-Debüt - Bochum wirft den VfB raus

Erstmals seit 1995 ist der VfB Stuttgart wieder in der ersten DFB-Pokal-Runde hängengeblieben. In Bochum unterlag die Veh-Elf verdient mit 0:2. Die anderen elf Favoriten kamen in den Samstagspielen dagegen weiter - mal mehr, mal weniger souverän. Der BVB hatte bei den Stuttgarter Kickers lange Probleme, Aubameyang wurde beim Reus-Debüt Matchwinner. Hrgota brachte Gladbach, Ujah Köln und Stindl Hannover auf Kurs. Eintracht Frankfurt siegte glanzlos, Lautern und der FSV Frankfurt im Elfmeterschießen.

Haris Seferovic jubelt in Berlin
Ball rein, Zunge raus: Haris Seferovic war Eintracht Frankfurts Matchwinner in der 1. DFB-Pokal-Runde.
© picture allianceZoomansicht

Mit Ruhm bekleckerte sich Eintracht Frankfurt am Abend zwar nicht, doch darum geht es in der ersten DFB-Pokal-Runde ja auch nicht unbedingt. Durch einen knappen, aber gerechten 2:0-Erfolg beim Regionalligisten Viktoria Berlin zogen die Hessen weiter. Debütant Seferovic machte Thomas Schaaf in dessen ersten Pflichtspiel als Eintracht-Coach froh: Ein bitterer Abwehrfehler ging dem Treffer des Schweizer Neuzugangs voraus (9.). Insgesamt war es ein defensiv abgeklärter, offensiv jedoch kreativloser Auftritt des Favoriten. Letzteres änderte sich erst mit Meiers Einwechslung 20 Minuten vor Schluss etwas: Der Ur-Frankfurter hatte gleich mehrere gute Szenen und legte Sekunden vor Schluss bei einem Konter das 2:0 nach.

Siegen im Pech: 16. Elfmeter bringt Entscheidung

Der in der Liga noch punktlose FSV Frankfurt wendete derweil eine weitere Enttäuschung gerade noch ab. Das Team von Benno Möhlmann setzte sich am Ende zu zehnt bei den viertklassigen Sportfreunden Siegen mit 5:4 im Elfmeterschießen durch. Klandt hielt dabei wie sein Gegenüber Poremba jeweils drei Elfmeter, Siegen schoss zudem einmal drüber. Erst der 16. Elfmeter, geschossen von Hartwig, brachte die Entscheidung.

Die kampfstarken Gastgeber hatten kurz vor Ende der Verlängerung zum 3:3 ausgeglichen, kurz vor Ablauf der 90 Minuten dagegen Pech gehabt: Sie jubelten nach einem abgefälschten Freistoßtor bereits ausgiebig über ihr vermeintliches 3:2, ehe der Rostocker Referee René Rohde doch noch auf Abseits entschied. Eine knappe Entscheidung. Für den FSV trafen Yelen (40.) und zweimal Kapllani (73./98.), Siegen war durch Doppeltorschütze Bouadoud (17.) und Ibrahimaj (32.) nach krassen Gäste-Abwehrfehlern mit 2:0 in Führung gegangen.

Wehen glücklos, Sippel bringt Lautern weiter

Auch im 18-Uhr-Spiel gab es Überstunden: Erst im Elfmeterschießen setzte sich Vorjahreshalbfinalist 1. FC Kaiserslautern beim SV Wehen Wiesbaden durch - weil Sippel gegen Mrowca parierte und Fromlowitz fünfmal hinter sich greifen musste. In der regulären Spielzeit hatten sich beide Mannschaften einen intensiven Pokal-Fight auf Augenhöhe geliefert, sich vor den Toren aber nicht gerade abgeklärt präsentiert. Und als beide trafen (Benyamina, 9.; Matmour, 120.), entschied das Refereegespann um Sascha Stegemann jeweils zu Recht auf Abseits.

Aubameyang beruhigt Dortmunds Nerven beim Reus-Comeback

Das zwischenzeitliche 2:0 für den BVB in Stuttgart: Pierre-Emerick Aubameyang schießt ein
BVB-Matchwinner: Pierre-Emerick Aubameyang, hier mit dem zwischenzeitlichen 2:0, rettete Dortmund in Stuttgart.
© Getty ImagesZoomansicht

Vielleicht auf der Bank, ganz vielleicht ein Kurzeinsatz - so hatte Jürgen Klopp noch am Freitag Marco Reus' Situation vor dem Pokalauftritt in Stuttgart bewertet. Doch dann stand Reus sogar in der Startelf, und das als Dortmunder Kapitän. Einen abgeklärten Auftritt hatte das aber nicht zur Folge, der 4:1-Sieg vor über 35.000 Zuschauern in der Mercedes-Benz-Arena war ein hartes Stück Arbeit.

Vor der Pause haderte Klopp immer wieder mit dem fehlerbehafteten Spiel seiner Elf, die Pausenführung durch Mkhitaryan nach glänzender Piszczek-Vorarbeit (30.) war sehr glücklich. Die Kickers spielten frech auf, nutzten aber ihre Chancen nicht. Aubameyang, der auch im Supercup getroffen hatte, erlöste den BVB schließlich mit seinem Doppelpack, erst erschlich er sich einen miserablen Rückpass (53.), dann drückte er den Ball in gleicher Höhe ins Netz (78.). Dazwischen hatte - drei Minuten nach Reus' Auswechslung - Edwini-Bonsu (60.) aus klarer Abseitsposition auf 1:2 verkürzt. Ramos besorgte kurz vor Schluss den Endstand.

Zweite Veh-Ära beginnt bitter: Romeu bringt Bochum auf die Siegerstraße

Erstrundenaus für den VfB Stuttgart? Das hatte es zuletzt 1995 gegeben - bis zu diesem Samstag! Beim Zweitliga-Spitzenreiter VfL Bochum lieferte die Elf von Armin Veh, der nach 2093 Tagen wieder bei einem Pflichtspiel auf der VfB-Bank saß, einen schwachen Auftritt ab, unterlag hochverdient mit 0:2. Mit Kostic, Klein und Romeu standen drei Neuzugänge in der VfB-Startelf - von denen einer gleich böse patzte: Romeus wilden Fehlpass vor dem eigenen Strafraum nutzte Terodde zum 1:0 (9.), drei Minuten nach Wiederanpfiff schlug der VfL-Stürmer nach einer VfB-Ecke (!) erneut früh zu. Dem VfB fiel offensiv wenig, hinten ließen Sakai & Co. immer wieder Lücken, wie man sie auch aus der Vorsaison kannte. Veh, der schon im Vorfeld gesagt hatte, bei einem Aus ginge die Welt nicht unter, bleibt noch viel Arbeit.

Hrgota nutzt seine Chance - Hertha verspielt fast ein 3:0

Borussia Mönchengladbach hat schon jetzt das Vorjahresergebnis getoppt: Statt eines weiteren Erstrunden-Schocks setzten sich die "Fohlen" beim Regionalligisten FC Homburg mit 3:1 durch. Hahn traf mit seinem ersten Torschuss in seinem ersten Pflichtspiel im VfL-Trikot gleich (8.), Angreifer Hrgota nutzte nach dem Ausgleich (Stegerer, 20.) seine Startelf-Chance in Abwesenheit des verletzten Kruse und traf doppelt (45.+2/51.).

Hertha BSC und der DFB-Pokal - das ist keine tiefe Liebe. In sieben der letzten zehn Saisons scheiterten die Berliner an unterklassigen Klubs, das Finale in der Heimat bleibt seit jeher ein Traum. Immerhin: Von Pele Wollitz' Viktoria Köln ließ sich die Luhukay-Elf letztlich nicht überraschen. Nachdem das vermeintliche Führungstor der Gastgeber zu Recht nicht gezählt hatte (21.), beruhigten Ronnys Knaller (33.) und Beerens' Premierentor die Nerven (41.). Doch auch nachdem Haraguchi einen Brzenska-Patzer genutzt hatte (51.), war es noch nicht vorbei: Wunderlich (57.) und Candan (67.) verkürzten, dazwischen musste Kraft glänzend eingreifen. Erst auf Schiebers 4:2 hatte Viktoria keine Antwort mehr.

Stindl wendet in Unterzahl Blamage traumhaft ab - Ujah hellwach

75 Minuten lang zitterte Hannover 96 beim Regionalligisten Astoria Walldorf, am Ende aber behielt der Favorit in Unterzahl mit 3:1 die Oberhand. Nach Rot für Marcelo (Notbremse, 39.) dem Ausgleich durch Hillenbrand (59.) drohte 96 die Blamage, doch ein Traumtor von Kapitän Stindl (76.) und Neuzugang Joselu (79.) verhinderten sie noch. Der Spanier hatte schon das 1:0 besorgt (30.) - es waren seine Tore fünf und sechs im erst dritten DFB-Pokalspiel.

Im Stadion der großen Eintracht empfing Regionalligist FT Braunschweig den 1. FC Köln - und der Bundesligist brauchte eine Halbzeit, um sich zurechtzufinden. Dann aber überwanden Ujah (46./52.), Lehmann (schöner Lupfer, 63.) und Zoller (78.) Oliver Recks Sohn Daniel im Tor des Underdogs - 4:0. Ujah positionierte sich damit gegenüber der Konkurrenz im FC-Angriff.

Braunschweig minimalistisch, St. Pauli souverän, Fürth mit Anlauf

FT-Stadtrivale Eintracht Braunschweig überragte beim Fünftligisten Bremer SV indes nicht gerade, mühte sich durch einen Nielsen-Kopfball (46.) aber - anders als vor einem Jahr - in die nächste Runde. Wild hatte mit einem Lattentreffer eine überraschende Pausenführung für den Außenseiter verpasst.

Gar keine Mühe hatte der FC St. Pauli im Stadion Vogelgesang mit Optik Rathenow, der wackelnde Coach Roland Vrabec sammelte ein paar Argumente für seine Weiterbeschäftigung. Ziereis und Nöthe trafen beim Oberligisten früh Aluminium, Nöthe (9./53.) und Neuzugang Budimir (31.) bald auch das Tor. Der Treffer zum 1:3-Endstand durch Printemps (83.) wurde dennoch frenetisch gefeiert.

Sehr schwer tat sich dagegen lange die vom Derbysieg euphorisierte SpVgg Greuther Fürth beim SV Waldkirch. In Balingen hielt der Sechstligist bis zur Pause die Null, kurz danach schlugen aber der eingewechselte Schröck (46.) und Mudrinski (52.) doch noch für den turmhohen Favoriten zu. Röcker legte noch das 3:0 nach (82.).

Bilder des Spieltages
DFB-Pokal, 2014/15, 1. Runde
DFB-Pokal, 2014/15, 1. Runde
Gut gelaunt

S04-Coach Keller zeigt sich vor dem Pokalspiel in Dresden extrem entspannt und gut gelaunt.
© Picture Alliance

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