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27.02.2013, 22:32

Freiburg im Pokal-Glück - Wolfsburg stoppt den OFC

Der FC Bayern beendet sein kleines Trauma

Der FC Bayern hat seine Negativserie gegen Borussia Dortmund beendet. Im Viertelfinale des DFB-Pokals setzte sich München mit einer starken Leistung gegen den Titelverteidiger durch und ist jetzt der große Favorit. Zuvor löste auch der VfB Stuttgart gegen den VfL Bochum das Ticket fürs Halbfinale. Bereits am Dienstag war nach einem packenden Krimi der SC Freiburg in Mainz der glückliche Sieger. Zudem endete das Fußballmärchen von Drittligist Kickers Offenbach gegen den VfL Wolfsburg.

Arjen Robben
Starkes Tor: Arjen Robben erzielte das entscheidende 1:0 für Bayern München.
© Getty ImagesZoomansicht

Seit Tagen gab es kein anderes Thema als der Pokal-Kracher zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund. Beide Seiten hatten im Vorfeld aber auf verbale Attacken verzichtet - zu groß ist der Respekt mittlerweile voreinander in beiden Lagern. Nach spannenden 90 Minuten hatten die Bayern ihr kleines Dortmund-Trauma überwunden. In der Liga setzte es zuletzt bei einem Remis vier Niederlagen und dann war da noch das bittere Pokalfinale 2012 (2:5). Die Hausherren ließen vom Start weg keine Zweifel, dass sie ihre Negativserie beenden wollten. Auch trotz des gesperrten Ribery gehörte die Anfangsphase den Bayern. Robben und Kroos hatten gute Gelegenheiten und beim BVB wurde der kurzfristig erkrankte Hummels schmerzlich vermisst. Aber auch in der Offensive erlebte man zunächst sehr harmlose Gäste. Die herrliche Führung, von Robben mit einem Schlenzer erzielt, war denn auch völlig verdient.

Bei einem Spiel auf so einem Niveau entscheiden Kleinigkeiten. Wir waren den Touch aggressiver und wollten diesen Sieg unbedingt.Jupp Heynckes

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Nach dem Wechsel wurde das gute Spiel besser, weil nun Dortmund stärker spielte und Gündogan mit seinem Schuss erstmals Keeper Neuer testete. Der BVB zeigte sich in der Offensive jetzt deutlich verbessert, aber die Bayern waren brandgefährlich und hatten weiterhin die besseren Chancen. Kross ließ gleich zwei gute Gelegenheiten ungenutzt beziehungsweise Weidenfeller war zur Stelle. Dante erging es nicht besser, als erst Götze und dann Weidenfeller im Weg waren. Dortmund mühte sich, aber ein Kopfball vom eingewechselten Schieber war gegen die konzentrierten Bayern zu wenig. Der Titelverteidiger verabschiedet sich damit aus dem Wettbewerb, während die Bayern derzeit unschlagbar sind und jetzt natürlich auch der große Favorit auf den Pokal. Die Auslosung für die nächste Runde findet am Sonntag statt. Die Partien finden am 16. und 17. April statt.

Labbadia findet es brutal und schön

Berlin rückt näher: Der VfB jubelt mit den wenigen Fans in Stuttgart.
Berlin rückt näher: Der VfB jubelt mit den wenigen Fans in Stuttgart.
© Getty Images

Es war nicht der ganz große Pokalabend in Stuttgart, denn dazu fehlte alleine schon die Kulisse im halbleeren Stadion (20.200 Zuschauer). Der VfB ging natürlich als großer Favorit gegen Zweitligist Bochum in die Partie und stand am Ende auch als Sieger da. Die Gäste ließen die Schwaben erwartungsgemäß erstmal kommen. Der VfB hatte auch ein paar Möglichkeiten, richtig zwingend war das aber alles nicht. Und so brauchte es etwas Mithilfe vom Gegner, als der Schuss von Gentner abgefälscht wurde und im Netz zur Stuttgarter Führung landete.

Bochum blieb zunächst noch zu passiv, erst nach dem Wechsel hatte das Team von Karsten Neitzel den nötigen Biss und bei einem Schuss von Tasaka auch gleich die beste Chance. In dieser Phase verletzte sich auch noch Niedermeier am Knie, sodass Rüdiger in die Partie kam. Der VfL nutzte die Lücken in der schwäbischen Defensive aber nicht konsequent und so durfte Ibisevic in der Schlussphase seine lange Durststrecke ohne Tor beenden und schoss den VfB ins Halbfinale. Das Fazit von Coach Bruno Labbadia fiel denn auch gespalten aus: "Uns hat die Abgezocktheit gefehlt, umso brutaler, umso schöner ist es, dass wir jetzt im Pokal-Halbfinale und im Achtelfinale der Europa League stehen."

Wolfsburg beendet das Offenbacher Märchen

Ivica Olic trifft zum 1:0 für Wolfsburg in Offenbach
Bauch-Schuss: Ivica Olic (r.) bringt Wolfsburg in Offenbach in Führung, Robert Wulnikowski sieht nicht gut aus.
© Getty ImagesZoomansicht

Das Pokalmärchen der Offenbacher Kickers ist zu Ende: Am Dienstagabend kassierte der Drittligist gegen den VfL Wolfsburg ein letztlich verdientes 1:2. Bei bester Stimmung, unter Flutlicht und auf einem ramponierten Rasen hielt der Underdog aber mit großer Leidenschaft lange die Null, hatte nach wenigen Sekunden durch Fetsch sogar die beste Chance der ersten Hälfte.

Nach dem Wiederanpfiff war es dann jedoch Olic (genauer gesagt: dessen Bauch), der dem OFC das erste Gegentor in der aktuellen Pokalsaison zufügte, Kickers-Keeper Wulnikowski hatte den Ball verpasst (49.). Feldhahn vergab die Ausgleichschance (64.), ansonsten hatte der überlegene VfL jetzt alles im Griff. Als dann auch noch Dost wie Olic sein viertes Pokaltor im laufenden Wettbewerb markierte (71.), schien die Entscheidung gefallen - doch die Hausherren hatten noch eine Antwort: Stadel schoss nach einem Freistoß zum 1:2 ein (81.), mehr gelang bei allem Bemühen nicht mehr. Und so stehen die "Wölfe" wie 2007 und 2008 in der Runde der letzten Vier, die am kommenden Sonntag ab 18 Uhr ausgelost wird.

Thriller in Mainz: Caligiuri hat die letzten Worte

Daniel Caligiuri jubelt in Mainz
Der Matchwinner eines irren Fußballspiels: Daniel Caligiuri lässt sich gebührend feiern - Freiburg steht im Halbfinale.
© picture allianceZoomansicht

Das erste Halbfinalticket hatte sich der SC Freiburg gesichert, das erste in der Vereinsgeschichte. Aluminium satt, ein Platzverweis, ein Elfmeter in der Nachspielzeit - es war ein echter Pokal-Thriller in Mainz. Verrückt schon der Start, der FSV führte nach vier Minuten durch Rückkehrer Parker und Zimling mit 2:0. Gästecoach Christian Streich reagierte mit der frühen Hereinnahme von Schmid, seine Elf fand zunehmend in die Partie. In der Schlussphase der ersten Hälfte vergaben Flum und Sorg (Latte!) zwei Großchancen.

Nach dem Seitenwechsel hatten die Mainzer zunächst alles im Griff, erst die Ampelkarte gegen Pospech (65.) brachte den Freiburgern noch einmal Schwung, aber lange kein Tor. Die Hereinnahme von Santini jedoch wendete das Blatt: Der Freiburger Joker traf Sekunden nach seiner Einwechslung erst die Latte und verkürzte dann nach Ginter-Pfostenschuss auf 1:2 (86.). Der SC kämpfte, Krmas traf zum vierten Mal Aluminium, ehe Santini im Duell mit Zabavnik zu Boden ging: Elfmeter in der dritten Minute der Nachspielzeit! Caligiuri behielt die Nerven und erzwang die Verlängerung.

In Überzahl und mit der Aufholjagd im Rücken hatte der Sportclub jetzt Oberwasser, Caligiuri besorgte schließlich aus der Nahdistanz das goldene Tor zum 3:2 (108.), die Krönung eines irren Fußballspiels. Mainz musste ein äußerst bitteres Pokal-Aus schlucken - und haderte am Ende einmal mehr mit dem Referee.

Bilder zum Viertelfinale
Schwäbische Vorspeise und Münchner Hauptgericht
Die beiden derzeit besten deutschen Mannschaften trafen im DFB-Pokalviertelfinale in München aufeinander.
Klassiker

Die beiden derzeit besten deutschen Mannschaften trafen im DFB-Pokalviertelfinale in München aufeinander.
© Getty Images

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27.02.13
 

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