Verletzungssorgen ist Weinzierl ja gewöhnt. Sein größtes Problem: Wer spielt hinten rechts? Die gelernten Rechtsverteidiger Paul Verhaegh (Knöchelverletzung) und Dominik Reinhardt (Fußverletzung) fehlen, Ronny Philp ist zu unerfahren. Aushilfe Kevin Vogt wurde in Fürth mit Oberschenkelproblemen ausgewechselt, sein Vertreter Gibril Sankoh konnte nicht überzeugen. Jetzt wird mit allen Mitteln versucht, Vogt irgendwie spielfähig zu bekommen.
Zudem fehlte Marcel de Jong bereits in Fürth (1:1). Der kanadische Nationalspieler zog sich im Training eine schmerzhafte Rippenprellung zu und droht auch im Pokal auszufallen. Etwas Hoffnung besteht dagegen bei Aristide Bancé, der wegen Rückenbeschwerden nicht mitwirken konnte. In die Winterpause ist bereits Stephan Hain gegangen. Der Stürmer klagt über Meniskusbeschwerden, die erstmal konservativ behandelt werden sollen.
Und als wären das nicht genug Sorgen, bangt auch noch Mohamed Amsif um seinen Einsatz. Der Deutsch-Marokkaner, seinerseits Ersatzmann des langzeitverletzten Stammkeepers Simon Jentzsch, laboriert an einer Verhärtung in der Gesäßmuskulatur. Im Notfall müsste gegen den Rekordmeister in Alexander Manninger Augsburgs Nummer drei ran. "Manninger ist ein gestandener Torhüter mit viel internationaler Erfahrung. Ich habe großes Vertrauen in ihn", sagte Weinzierl am Montag. Der frühere österreichische Nationalspieler war nach Jentzsch' Verletzung Mitte November verpflichtet worden - zuvor hatte der 35-Jährige bis zum Sommer als Ersatzkeeper bei Juventus Turin unter Vertrag gestanden.