
In der Liga lautete das Endergebnis beim rheinischen Derby zwischen Düsseldorf und Gladbach am 2. Spieltag 0:0, am Mittwochabend ging es auch mit diesem Ergebnis in die Verlängerung. In der regulären Spielzeit, in der zunächst Gladbach tonangebend war, hatte Düsseldorfs Langeneke die große Siegchance vor Augen, doch der Routinier vergab in der Schlussphase vom Elfmeterpunkt. Ter Stegen hielt für Gladbach den Strafstoß sicher, nachdem zuvor Arango etwas unglücklich in Kruse hineingerutscht war und so den Elfmeter verschuldet hatte. In der Verlängerung war es dann dem Düsseldorfer Joker Nando Rafael vorbehalten, gegen seinen Ex-Klub das Siegtor zu schießen und die Fortunen ins Achtelfinale zu hieven.
Ein Pokalcoup bei den Bayern, das wäre wohl das schönste, nachträgliche Geburtstagsgeschenk gewesen für den FCK-Boss Stefan Kuntz. Doch daraus wurde nichts für den seit Dienstag 50-Jährigen - "sein" 1. FC Kaiserslautern verlor beim deutschen Rekordmeister mit 0:4. Bayern-Trainer Jupp Heynckes hatte bis auf Boateng und Alaba seine Startelf im Vergleich zum Leverkusener Spiel (1:2) auf neun Positionen verändert. Robben führte die Münchner als Kapitän aufs Feld und war ein echter Leader: Der Niederländer legte auf und traf. Pizarro besorgte den Führungstreffer und das 3:0, Robben erzielte mit dem zwischenzeitlichen 2:0 seinen ersten Pflichtspieltreffer in dieser Runde und besorgte auch den Endstand.
Bayer Leverkusen hatte durch das 2:1 am Sonntag beim FC Bayern die Liga wieder etwas spannender gemacht, am Mittwoch wurde es für die Werkself auf der Bielefelder Alm brenzliger als gedacht. Drittligist Arminia ging durch Hille in Führung, musste dann aber die Überlegenheit des Bundesligisten akzeptieren, der durch Hegeler und Friedrich das Spiel zu drehen schien. Allerdings machte Bayer den Sack trotz guter Chancen nicht zu, so dass Bielefeld dank Schütz' Freistoß noch den 2:2-Ausgleich erzielen konnte und somit die Verlängerung erzwang. In dieser erwies sich dann Schürrle als Matchwinner für die Leverkusener.

Michael Frontzeck hatte zuletzt als neuer Trainer des FC St. Pauli für einen kleinen Aufschwung gesorgt. Nun wollte der frühere Profi des VfB (1989 bis 1994) seinen Ex-Klub im Pokal ärgern, doch gegen die Stuttgarter war letztlich kein Kraut gewachsen. Die Schwaben, die in der Liga zuletzt mit dem 2:1 gegen Frankfurt den ersten Heimsieg eingefahren hatten, gingen hochkonzentriert zu Werke und setzten die Hamburger sofort unter Druck. Zudem verwerteten sie ihre Chancen eiskalt: Traoré sorgte aus der Distanz für die Führung, Ibisevic legte sofort zum 2:0 nach. Nach vor dem Seitenwechsel machte Hajnal mit dem dritten Streich für den VfB alles klar. In Hälfte zwei ließ es der Bundesligist gemütlich ausklingen, St. Pauli verzeichnete insgesamt nur einen Torschuss.
In der ersten Runde eliminierte Kickers Offenbach den Bundesliga-Aufsteiger SpVgg Greuther Fürth (2:0), in Runde zwei warf der Drittligist aus Hessen auch den Zweitligisten Union Berlin aus dem Pokalwettbewerb. Und zwar mit dem gleichen Ergebnis. Nachdem es am Bieberer Berg lange Zeit ein arg zähes Ringen war, sorgte die Mannschaft von Trainer Arie van Lent in der Schlussviertelstunde für die Entscheidung: Fetsch machte das 1:0, Vogler besorgte per Kopf den 2:0-Endstand. Die Berliner ihrerseits enttäuschten auf der ganzen Linie, so dass Trainer Uwe Neuhaus gegen seinen einstigen Spieler van Lent (bei RW Essen) eine ganz bittere Niederlage kassierte.
Der Höhenflug des Karlsruher SC hält auch im Pokal an. Der Drittligist, der zuletzt elf Zähler aus fünf Liga-Spielen einheimste, setzte sich mit einem hart erkämpften 1:0 gegen Zweitliga-Schlusslicht MSV Duisburg durch und freut sich als zweiter Drittligist über den Einzug ins Achtelfinale. Das goldene Tor für die Badener, die in Runde eins den HSV bezwungen hatten, erzielte Kempe zwei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit. In dieser Phase waren die Karlsruher aufgrund der Ampelkarte für Duisburgs Sukalo bereits in Überzahl und nutzten diesen Vorteil eiskalt aus.
Der VfL Wolfsburg bleibt auch in Spiel zwei nach Felix Magath in der Erfolgsspur. Unter dem neuen Coach Lorenz-Günther Köstner feierten die Niedersachsen gegen den lange Zeit gut organisierten FSV Frankfurt einen letztlich ungefährdeten 2:0-Sieg. Bis zum Halbzeitpfiff hielt der von Benno Möhlmann trainierte Zweitligist noch das torlose Remis, doch im zweiten Abschnitt setzte sich sowohl die spielerische Überlegenheit wie auch die größere individuelle Klasse der Wölfe durch. Diego stocherte den Ball nach Olics Zuspiel zum 1:0 über die Linie, kurz darauf erzielte Stürmer Dost das 2:0. Damit war der Widerstand der Hessen gebrochen und Köstner durfte sich über weitere Pluspunkte hinsichtlich seiner möglichen Weiterbeschäftigung freuen.
Von der Papierform her war die Aufgabe von Hannover 96 gegen Zweitligist Dynamo Dresden eine lösbare, doch die Niedersachsen taten sich gegen die Sachsen unglaublich schwer. In der regulären Spielzeit führte die Slomka-Elf dank Diouf, der schon nach einer Viertelstunde traf. Doch die Dynamos glichen nach knapp einer halben Stunde durch Bregeries Freistoß aus. Fortan entwickelte sich ein ausgeglichens Spiel, in dem die Dresdner nicht nur hinten drinstanden, sondern durchaus Chancen für weitere Tore hatten. Da diese weder für Hannover noch für Dresden in den 90 Minuten fallen wollten, mussten sich beide in die Verlängerung begeben. Spätestens in dieser Phase bekamen die Dresdner dann immer größere läuferische Probleme, so dass Hannover auf das 2:1 drängte. Doch Dynamo schaffte es auch mit einer gehörigen Portion Glück ins Elfmeterschießen - dort hatte der Bundesligist dann jedoch die besseren Nerven und zog eine Runde weiter. 96-Keeper Zieler parierte gleich den ersten Strafstoß von Losilla und den letzten von Poté, Hannovers vierter Schütze Sobiech traf nur die Latte.
Doublegewinner Dortmund gab am Dienstagabend in der 2. Runde des DFB-Pokals anders als vor zwei Jahren bei Drittligist Offenbach (2:4 i.E.) erfolgreich seine Visitenkarte in Aalen ab. Hummels drosch nach gut 20 Minuten den Ball humorlos aus spitzem Winkel unter die Latte, in der Folge hatte der BVB gegen den Zweitligisten alles im Griff. Spätestens mit Götzes genialem Lupfer zum 3:0 war das Weiterkommen des Titelverteidigers, der 4:1 gewann, gesichert.
Auch Revierrivale Schalke stand da in nichts nach. Die "Königsblauen", die es mit Sandhausen und damit ebenfalls mit einem Zweitligisten zu tun hatten, konnten sich auf Marica verlassen. Dessen Fallrückzieher zum 2:0 war nicht nur äußerst sehenswert, sondern auch die Vorentscheidung. Am Ende siegte S04 3:0.
Nach zwölf Pflichtspielen ohne Niederlage hat es die Eintracht aus Braunschweig erwischt. Bundesligist Freiburg ging als Sieger im Stadion an der Hamburger Straße vom Platz. Nach einem Blitzstart der Breisgauer rannte der Zweitliga-Primus dem 0:1 vergeblich und auch ohne die nötige Entschlossenheit in der Offensive hinterher. Als Flum kurz vor Schluss traf, war das Aus der Lieberknecht-Elf besiegelt.
In einem weiteren Duell Bundesliga gegen 2. Bundesliga setzte sich mit Mainz auch der Erstligist durch. Der 1. FSV legte gegen Aue furios los und durch Ivanschitz vor. Erzgebirge fand kein Mittel und Mainz ließ spätestens mit dem 2:0 kurz nach der Pause keinen Zweifel am Sieger aufkommen.
Der Berliner AK, der in Runde eins noch für den 4:0-Pokal-Coup gegen Hoffenheim sorgte, biss sich an den Münchner "Löwen" und vor allem Stoppelkamp die Zähne aus. 1860 konnte sich beim 3:0 gegen den Regionalligisten auf seinen Doppeltorschützen verlassen. Auch Drittliga-Spitzenteam Münster musste die Segel streichen. Top-Torjäger Taylor konnte zwar spielen, ließ aber in der Anfangsphase eine Großchance gegen den FC Augsburg liegen. Der Bundesligist, in den letzten Spielen mit Ladehemmung vor dem Tor, schlug gut 20 Minuten vor Schluss durch Callsen-Bracker zu. Ein Tor gab es auch in Worms in der regulären Spielzeit zu sehen, der frühe Treffer des 1. FC Köln durch Chihi fand aber keine Anerkennung. Rösner hatte kurz nach der Pause die Riesenchance für Wormatia - das war's. Am Ende mussten beide Teams ins Elfmeterschießen, wo der Regionalligist den Kürzeren gegen die "Geißböcke" zog. Abele visierte den Querbalken an, der FC gewann so 4:3 i.E. Nürnberg-Bezwinger Havelse ärgerte auch Zweitligist Bochum, der VfL drehte aber nach Rückstand die Partie und setzte sich 3:1 durch.