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20.08.2012, 22:22

1. Runde: Hoffenheim und Nürnberg scheitern an Viertligisten

FC Bayern souverän - Sechs Bundesligisten raus

Der FC Bayern München war gewarnt und gab sich zum Abschluss des Pokalwochenendes keine Blöße. Zuvor war in der ersten Pokalrunde schließlich bereits für sechs Bundesligisten Endstation. Münster feierte Taylor, der Bremen fast im Alleingang besiegte. Der 1. FC Nürnberg blamierte sich bei Viertligist TSV Havelse. HSV-Trainer Fink hat sich die Rückkehr zum KSC sicher anders vorgestellt - 2:4 beim Drittligisten! Aue warf Frankfurt raus. Am Samstag war schon für Hoffenheim und Greuther Fürth Schluss.

Franck Ribery, Mario Mandzukic und Thomas Müller (v. li.)
Dank an den Vorbereiter zum 1:0: Abnehmer Mario Mandzukic (Mi.) und Thomas Müller gehen auf Franck Ribery zu.
© imago

Nach den zahlreichen Favoritenstürzen des Wochenendes ging der FC Bayern am Montagabend die Aufgabe in Regensburg konzentriert an und hatte letztlich keine Probleme, sich gegen den Zweitligisten durchzusetzen. Der SSV Jahn wehrte sich zwar nach Kräften, hatte der individuellen Klasse der Münchner aber zu wenig entgegenzusetzen. Drei Neuzugänge stellten mit Toren ihre Qualitäten unter Beweis: Mandzukic und Pizarro schlugen aus kurzer Distanz zu, Shaqiri verwandelte einen Freistoß direkt.

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Terodde macht's in der 120.!

Drei Duelle mit Zweitliga-Beteiligung bildeten das Vorprogramm zum Auftritt des Rekordmeisters. Im Sachsen-Derby sorgte Dynamo Dresden schon vor der Pause in Chemnitz für Klarheit, einmal mehr war es Poté, der einen Treffer zum klaren 3:0 beisteuerte. Gänzlich gegensätzlich lief der Arbeitsausflug für Energie Cottbus: Schon nach zehn Minuten lagen die Brandenburger mit 0:2 in Sandhausen zurück, in Überzahl kassierte die Bommer-Elf sogar noch ein drittes Gegentor zum schnellen Pokal-Aus.

Auch Union Berlin tat sich bei Rot-Weiss Essen schwer: Im neuen "Stadion Essen" kontrollierten die Eisernen zwar die Begegnung, waren in ihren Aktionen aber nicht zwingend genug. So blieb die Partie 119 Minuten torlos, ehe sich Terodde energisch einsetzte und ein Elfmeterschießen - in dem Union im Vorjahr gegen den gleichen Gegner ausgeschieden war - verhinderte.

Das Favoritensterben, das am Samstag begonnen hatte, ging am Sonntag munter weiter. Nachdem sich tags zuvor schon Hoffenheim und Greuther Fürth verabschiedet hatten, erwischte es mit Werder Bremen, Eintracht Frankfurt, dem 1. FC Nürnberg und dem Hamburger SV weitere Bundesligisten.

Nichts zu holen für Bremen

Erneute Pokalpleite: Wie schon im Vorjahr schied Thomas Schaaf mit Werder Bremen gegen einen unterklassigen Gegner aus.
Erneute Pokalpleite: Wie schon im Vorjahr schied Thomas Schaaf mit Werder Bremen gegen einen unterklassigen Gegner aus.
© imagoZoomansicht

Erneutes Desaster für Werder Bremen: Der sechsmalige Cupsieger ist bereits zum zweiten Mal in Folge in der 1. Runde des DFB-Pokals gescheitert und hat sich damit nach Kräften blamiert. Der SVW unterlag beim Drittligisten Preußen Münster mit 2:4 nach Verlängerung. Zum vielumjubelten Matchwinner der Gastgeber avancierte Taylor, der drei Treffer beisteuerte. Vor einem Jahr war für Bremen mit einem 1:2 in Heidenheim Endstation gewesen.

Knappe Siege für Düsseldorf und Kaiserslautern

Nicht gerade ein Spaziergang war am frühen Sonntagabend der 1:0-Erfolg der Düsseldorfer Fortuna bei Wacker Burghausen. Vor der Pause hatten die Rheinländer zwei gute Chancen zur Führung, ließen diese aber ungenutzt. Nach dem Seitenwechsel war Wacker lange ein gleichwertiger Gegner, ehe Reisinger gegen seinen Ex-Klub mit einem wuchtigen Kopfball zur Stelle war und den knappen Erfolg des Bundesligisten sicherstellte.

Auch in Rostock setzte sich zeitgleich das höherklassige Team durch: Zweitligist Kaiserslautern steht dank eines 3:1 an der Ostsee in der 2. Pokalrunde. Einen FCK-Doppelschlag nach der Pause steckte Rostock weg und kam durch Plat zum Anschluss (77.). Am Ende machte aber Fortounis (90./+3) alles klar.

Aue wirft Frankfurt raus

Zwei Hinausstellungen, ein Elfmeter, eine Überraschung - Erzgebirge Aue und Eintracht Frankfurt lieferten sich einen typischen Pokalfight. Der Erstliga-Aufsteiger zeigte die reifere Spielanlage und war eigentlich die aktivere Mannschaft. Die Sachsen hielten mit viel Lauf- und Einsatzbereitschaft dagegen und profitierten dann von einem schweren Patzer von Frankfurts Butscher.

Havelse ist für den Club ein schlimmes Pflaster

Der Siegtreffer in der Verlängerung: Havelses Vucinovic erzielt das 3:2 gegen Nürnberg.
Der Siegtreffer in der Verlängerung: Havelses Vucinovic erzielt das 3:2 gegen Nürnberg.
© imagoZoomansicht

Ein völlig verunsicherter Club ist zum zweiten Mal in seiner Vereinsgeschichte an den Amateuren des TSV Havelse gescheitert. 21 Jahre nach dem K.o. im Elfmeterschießen 1991 verlor der Bundesligist und viermalige Pokalsieger nach einer desolaten Vorstellung die angestrebte Revanche. Der niedersächsische Viertligist warf die favorisierten Franken verdient mit 3:2 (2:2, 1:1) nach Verlängerung aus dem Wettbewerb und bescherte dem Team von Trainer Dieter Hecking einen blamable Pflichtspiel-Premiere der neuen Saison. Den Siegtreffer erzielte Vucinovic in der 97. Spielminute.

KSC verdirbt Finks Rückkehr nach Karlsruhe

Beim 2:4 vor 16 138 Zuschauern im Wildparkstadion verspielte der Hamburger SV zweimal eine Führung durch Berg und Beister. Van der Biezen, Alibaz, Stoll und Soriano drehten die Partie für den Drittligisten Karlsruher SC, der die größere Moral und Siegeswillen zeigte. HSV-Coach Thorsten Fink, ehedem Profi beim KSC, hat noch viel Arbeit vor sich.

Die Talfahrt der Hertha geht weiter

Die Krise von Bundesliga-Absteiger Hertha BSC setzte sich auch im DFB-Pokal fort. Die Berliner ereilte durch ein 1:2 (0:1) beim Regionalligisten Wormatia Worms bereits in der 1. Runde das Aus, nachdem sie in den ersten beiden Ligaspielen in dieser Saison nur einen Punkt verbucht hatten.

Hannover 96 hingegen zeigte sich souverän und besiegte den FC Nöttingen mit 6:1, 1860 München bezwang den FC Hennef 05 mit standesgemäß 6:0. Schalke hatte in Saarbrücken keine Mühe und siegte 5:0, Mainz begnügte sich am Sonntagabend in einem besseren Trainingsspiel in Koblenz gegen Roßbach mit einem 4:0. Im Duell der Zweitligisten hatte Aalen mit 3:0 gegen Ingolstadt die Nase klar vorn.

Ostwestfalenderby geht an Bielefeld

Drittligist Arminia Bielefeld hat Zweitligist Paderborn in einem intensiven Ostwestfalen-Derby mit 3:1 aus dem Wettbewerb geworfen. Als alles auf eine Verlängerung hinauszulaufen schien, schlug Schönfeld zu und brachte die Elf von Trainer Stefan Krämer in die nächste Runde.

BVB und Bayer ohne Mühe

Im Duell Regionalliga gegen Bundesliga gab es am Samstag zwei souveräne Auftritte, einen mühsamen Erfolg und eine faustdicke Überraschung. Titelverteidiger Dortmund zeigte sich spielfreudig, ging früh durch den Fußballer des Jahres Reus in Führung und spulte sein Pensum im Bremer Weserstadion gegen Oberneuland beim 3:0 souverän herunter. Ebenso Leverkusen, das nach dem Blitzstart durch einen trockenen Rolfes-Schuss ins linke untere Eck bei Carl Zeiss Jena nichts mehr anbrennen ließ und am Ende mit 4:0 gewann.

Freis sticht für den Sportclub

Wesentlich mehr Mühe hatte Freiburg in Hamburg. Rasante fünf Minuten in Durchgang eins mit einem Elfmeterfehlschuss der heimischen Victoria und zwei Toren - auf jeder Seite eins - zeigten, dass es für den Sportclub keinen Spaziergang geben würde. So dauerte es auch bis gut zehn Minuten vor dem Ende, ehe Joker Freis die Breisgauer erlöste.

Blamage für Hoffenheim

Ins Finale nach Berlin wollte Hoffenheim, doch in Berlin präsentierte sich 1899 von allen guten Geistern verlassen und muss nach Runde eins den Traum vom Pokalsieg begraben. Der BAK sorgte für die Pokal-Sensation und warf die TSG aus dem Wettbewerb. Vor allem die Art und Weise wird 1899-Coach Markus Babbel Kopfzerbrechen bereiten, denn bereits zur Pause führte der Regionalligist mit 3:0 - und das verdient. Als Torwart Wiese zu Beginn von Hälfte zwei auch noch bei einem Abstoß Cakmak bediente, und der mit seinem zweiten Treffer auf 4:0 erhöhte, war die große Überraschung perfekt.

Arango erlöst Gladbach

Schenkten sich nichts: Aachens Rösler (unten) und Gladbachs Dominguez.
Schenkten sich nichts: Aachens Rösler (unten) und Gladbachs Dominguez.
© Getty ImagesZoomansicht

In einem Spiel, das neben Pokal- auch Derbycharakter hatte, empfing Drittligist Aachen Borussia Mönchengladbach. Neueinkauf Luuk de Jong feierte im Angriff der Fohlen sein Pflichtspieldebüt. Der Niederländer griff gleich entscheidend ein, als er den Führungstreffer von Arango beim 2:0-Favoritensieg mustergültig vorbereitete.

VfB lässt Falkensee-Finkenkrug keine Chance

Der klassentiefste Teilnehmer der ersten Pokalrunde, der SV Falkensee-Finkenkrug aus der Brandenburgliga (6. Klasse), hatte erwartungsgemäß kaum eine Chance gegen den VfB Stuttgart. Zufrieden dürfen die Amateure von Trainer Frank Rohde dennoch sein: Der Trainer hatte ein 1:5 als Wunschresultat ausgegeben - beim 0:5 fehlte nur ein eigenes Tor zur Glückseligkeit.

Köln, MSV, St. Pauli und Bochum sind weiter

Die Zweitligisten setzten sich am Samstagnachmittag gegen ihre klassentieferen Gegner zwar allesamt durch, hatten dabei aber einige Mühe. Köln konnte sich beim 2:1 in Unterhaching bei einem treffsicheren Thomas Bröker bedanken, Duisburg mühte sich trotz eines frühen Elfmetertreffers zu einem 1:0 in Halle. Etwas deutlicher machte es St. Pauli beim 3:0 beim Oberligisten Offenburger FV. Die Aufgabe für den VfL Bochum beim 1. FC Heidenheim war keine leichte, hatte der Drittligist doch in der vergangenen Saison den SV Werder beim Pokal-Auftakt düpiert. Aber die Bergmann-Elf aus dem Ruhrgebiet begann sehr konzentriert und Dedic machte mit der ersten VfL-Chance das 1:0. Heidenheim wehrte sich, doch kurz vor der Pause war Dedic erneut zur Stelle. Der FCH, ab der 46. Minute mit Thurk im Sturm, legte nun in der Offensive einen Gang zu, doch ein Tor blieb der Mannschaft von Trainer Frank Schmidt trotz einiger guter Chancen verwehrt.

Pannenserie a la Fürth: SpVgg scheitert in Offenbach

Bundesliga-Aufsteiger SpVgg Greuther Fürth wollte die ganze Euphorie des Aufstiegs mit in die neue Saison nehmen, doch das 0:2 in Offenbach dürfte ein ganz schöner Dämpfer sein für die Franken. OFC-Stürmer Rathgeber sorgte am Bieberer Berg mit einem fragwürdigen Handelfmeter für die Entscheidung zugunsten der Hessen, die nach der Ampelkarte für Prib in der 55. Minute lange in Überzahl spielten. Die SpVgg agierte in der Offensive zu umständlich und entwickelte somit kaum Durchschlagskraft - das Ausscheiden des letztjährigen Halbfinalisten war nicht unverdient. Zudem holte sich der Fürther Youngster Baba in der Schlussphase noch eine Rote Karte wegen einer Tätlichkeit ab. Zu neunt kassierte Fürth dann noch den 0:2-Endstand.

Im zweiten Samstagabendspiel gewann der VfL Wolfsburg souverän bei Sechstligist FC Schönberg 95 mit 5:0. Die Mannschaft aus Mecklenburg-Vorpommern begann forsch, doch mit Olics Führungstor war das Spiel schon entschieden. Der Kroate machte insgesamt drei Treffer für die Wölfe, auch Diego traf einmal für die Magath-Elf.

Kratz trifft zum 1:0 für Braunschweig in Lübeck.
Kratz (li.) trifft zum 1:0 für Braunschweig in Lübeck.
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Los ging es am Freitagabend mit den Zweitligisten FSV Frankfurt und Eintracht Braunschweig. Die Hessen mussten bei Regionalligist Sonnenhof Großaspach ran und zitterten sich zu einem mühsamen 2:1-Erfolg. Nach einem Stellungsfehler von FSV-Kapitän Schlicke ging der Underdog sogar in Front, doch binnen 81 Sekunden drehte die Möhlmann-Elf den Spieß um. Stark traf per Volleyabnahme, Leckie nutzte ein Missverständnis in der Hintermannschaft des Viertligisten. Doch die Führung verlieh dem Zweitligisten keineswegs Sicherheit, die SG schnupperte mehrfach am Ausgleich, doch dieser wollte nicht mehr fallen.

Die Eintracht macht gleich ernst - Kratz trifft doppelt

Braunschweig dagegen zeigte vom Anpfiff weg, dass sie den Lübeckern keine Luft zum Atmen geben wollten. Die Niedersachsen schnürten den VfB in deren Hälfte ein, so dass das Führungstor durch Kratz nur eine Frage der Zeit war. In der Folge hätten die Braunschweiger mehrfach ihren Vorsprung ausbauen können, doch Lübecks Keeper Toboll verhinderte dies mit einer Vielzahl erstklassiger Flugeinlagen. Mitte der zweiten Halbzeit war dann der Bann gebrochen - Boland und wieder Kratz machten per Doppelschlag den 3:0-Endstand perfekt.

Bancé trifft und legt ab

Am Freitagabend wurde es dann mit dem FC Augsburg für den ersten Bundesligisten ernst. Trainer Markus Weinzierl gab bei den Fuggerstädtern seinen Pflichtspiel-Einstand als Nachfolger von Jos Luhukay und durfte sich über den Einzug in die 2. Runde freuen. Die Augsburger bezwangen den Nord-Regionalligisten SV Wilhelmshaven mit 2:0. Den Führungstreffer erzielte Augsburgs Neuzugang Bancé, der eine der wenigen schönen Kombinationen mit einem Kopfballtor abschloss. Im ersten Durchgang zeigten die Nordlichter viel zu viel Respekt vor dem FCA, in Hälfte zwei wurde die Partie etwas offener, doch verlebte Keeper Jentzsch einen insgesamt ruhigen Abend. Als die Kräfte beim Viertligisten schwanden, wurden die Räume für die Augsburger etwas größer. Dies nutzte Musona mit seinem Tor zum 2:0-Endstand, das Bancé gelungen vorbereitet hatte.

20.08.12
 
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