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27.10.2010, 23:10

Überblick: Aachen wirft Mainz raus

Wulnikowski - der Held am Bieberer Berg

Das Bundesliga-Spitzenduo hat sich aus dem Pokal verabschiedet: Spitzenreiter Mainz verlor in Aachen 1:2, Dortmund musste sich in Offenbach mit 2:4 im Elfmeterschießen beugen. Ein Erfolgserlebnis feierte Gladbach gegen Leverkusen. Stuttgart konnte sich in Chemnitz auf Harnik verlassen. Wenig Mühe hatte Nürnberg in Elversberg, ganz im Gegensatz zu Hoffenheim (gegen Ingolstadt). Frankfurt warf den HSV mit 5:2 raus.

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Petric trifft hinten wie vorne

Einen packenden Pokalfight lieferten sich Eintracht Frankfurt und der Hamburger SV am Mittwochabend. Besonders in der ersten Hälfte boten beide Teams beste Unterhaltung mit Torchancen am Fließband. Zwar gingen die Hessen mit einem 3:1-Vorsprung in die Kabinen, doch die Hanseaten scheiterten in den ersten 45 Minuten zweimal am Aluminium.

Der zweite Abschnitt erreichte nicht mehr das Niveau des ersten Durchgangs. Beide Teams suchten zunächst nach dem roten Faden, zudem wurde der Spielfluss häufig durch Fouls unterbrochen. Doch nach einer Stunde nahm die Partie wieder an Fahrt auf - verantwortlich dafür war Petric. Der Hamburger fabrizierte ein Eigentor und traf wenig später ins gegnerische Netz. Kurz vor dem Ende stellte Altintop dann den 5:2-Endstand her.

Mainz patzt am Tivoli - Hoffenheim siegt in Unterzahl

Benjamin Auer gegen Christian Wetklo
Aachens Auer (li.) erzielt das 1:0, der Mainzer Keeper Wetklo ist ohne Chance.
© imagoZoomansicht

Eine böse Überraschung erlebte der 1. FSV Mainz 05 bei Alemannia Aachen. Der Bundesliga-Spitzenreiter musste sich dem Zehnten der Zweiten Liga mit 1:2 (0:1) geschlagen geben! Die Schwarz-Gelben überzeugten besonders im kämpferischen Bereich und konnten so die spielerischen Vorteile der Mainzer ausgleichen. Nach dem Anschlusstreffer drückten die Rheinhessen auf den Ausgleich, doch die Alemannia brachte mit viel Einsatz und Engagement den Erfolg über die Zeit, hätte bei etlichen Konterchancen sogar den Sack frühzeitig zumachen können. Mainz hatte allerdings auch Pech, ein Tor von Allagui im ersten Durchgang wurde wegen vermeintlichen Abseits' die Anerkennung verweigert.

Maierhofer stellt Weichen auf Sieg - Ibisevic fliegt

Eine eindeutige Angelegenheit war der Auftritt des MSV Duisburg beim Halleschen FC. Im WM-Stadion von Leipzig war der Zweitligist das deutlich bessere Team, dem Viertligisten fehlten einfach die Mittel, um dagegenzuhalten. Und die Meidericher hatten mit Maierhofer den Matchwinner in ihren Reihen. Der Österreicher brachte seine Farben mit zwei Treffern im ersten Durchgang auf die Siegerstraße, zudem scheiterte er auch noch vom ominösen Punkt. In der zweiten Halbzeit passierte nicht mehr viel. Duisburg verwaltete das Ergebnis, geriet gegen die Saalestädter, die sich aber mit Anstand aus dem Wettbewerb verabschiedeten, aber nicht mehr in Gefahr. Routinier Grlic durfte sogar noch das dritte Tor erzielen.

Mehr Mühe als erwartet hatte 1899 Hoffenheim gegen den FC Ingolstadt. Allerdings machten sich die Kraichgauer in Person von Ibisevic das Leben selbst schwer. Der bosnische Nationalspieler wurde bereits in Hälfte eins wegen Schiedsrichter-Beleidigung des Feldes verwiesen. Doch in Unterzahl gelang dem Bundesligisten im zweiten Durchgang die Führung. Anschließend verpasste die TSG bei etlichen Konterchancen die vorzeitige Entscheidung und musste so bis zum Schlusspfiff um den knappen Erfolg zittern.

Wulnikowski Held am Bieberer Berg - Helmes verschießt zweimal

Lucas Barrios und Robert Wulnikowski
Dortmunds Barrios (li.) scheiterte an Offenbachs Pokalheld Wulnikowski.
© picture allianceZoomansicht

Der Bieberer Berg erlebte einmal mehr einen Pokalkrimi. Die Offenbacher Kickers begegneten den Dortmunder Borussen auf Augenhöhe. Zwar hatte der BVB mehr Spielanteile und Ballbesitz, doch die Hessen hielten mit Einsatz und Leidenschaft dagegen. Im ersten Durchgang stand Teixeira im Mittelpunkt. Zunächst scheiterte der 20-Jährige am Aluminium, danach rettete er gegen Barrios auf der eigenen Torlinie.

Im zweiten Abschnitt nahm die Angst vor dem entscheidenden Fehler immer mehr zu, Torchancen blieben Mangelware, erst Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit rettete OFC-Keeper Wulnikowski mit zwei Glanzparaden sein Team in die Verlängerung. Dort warfen die Westfalen dann ihre überlegene Physis in die Waagschale und waren das aktivere Team. Doch Wulnikowski ließ sich nicht mehr überwinden, der OFC rettete sich - unterstützt von seinen Fans - in das Elfmeterschießen. Und dort wurde Wulnikowski endgültig zum Helden: Der 33-Jährige parierte gegen Barrios und Lewandowski, für Offenbach vergab nur Haas.

Am zweiten Spieltag der Bundesliga standen sich Bayer Leverkusen und Borussia Mönchengladbach bereits gegenüber und lieferten beim 6:3 für die Fohlen ein Torfestival ab. Beide Teams schienen daraus ihre Lehren gezogen zu haben, denn in Leverkusen stand es beim Wiedersehen im DFB-Pokal nach 90 Minuten noch torlos. Die größte Chance der Partie vergab Helmes, der einen Strafstoß in der 63. Minute neben das Tor setzte. In der Verlängerung gelang dann beiden Teams jeweils ein Tor, so dass das Elfmeterschießen die Entscheidung bringen musste. Zur tragischen Figur wurde Helmes, der wie in der regulären Spielzeit seinen Versuch nicht verwandeln konnte. Gladbach dagegen blieb ohne Fehlschuss und feierte nach sieben Ligaspielen ohne Sieg endlich mal wieder ein Erfolgserlebnis.

VfB schrammt knapp an Blamage vorbei - Club souverän

Raphael Saschko gegen Mauro Camoranesi
Der Chemnitzer Saschko (li.) im Zweikampf mit Italiens Weltmeister Camoranesi.
© picture allianceZoomansicht

Nur knapp an einer Blamage vorbei schrammte der VfB Stuttgart beim Chemnitzer FC. Der Viertligist bot dem Bundesligisten einen großen Kampf und schnupperte nach zwischenzeitlicher Führung sogar am Sieg. Doch noch in der regulären Spielzeit konnte der Favorit ausgleichen und sich in die Verlängerung retten. Dort mussten die Sachsen dann den Verlust von Richter nach einer Notbremse verkraften (95.). Und erst in Überzahl setzten sich die Schwaben durch, zum Matchwinner avancierte Harnik, der nach dem Ausgleich dann auch die beiden Tore zum 3:1 erzielte.

Souverän mit 3:0 (1:0) entledigte sich der 1. FC Nürnberg der Pflichtaufgabe SV Elversberg. Der Viertligist verkaufte seine Haut aber sehr teuer, machte die Räume eng und bot dem Bundesligisten nur wenig Raum zur Entfaltung. Die Franken verloren aber nicht die Ruhe und warteten geduldig auf ihre Chance. Und unmittelbar vor der Pause schlugen sie nach einer Ecke zu. Als nur kurz nach der Pause der Club durch einen Strafstoß auf 2:0 erhöhte, war die Messe gelesen. Ohne großen Aufwand zog das Hecking-Team anschließend gegen die tapferen Amateure in das Achtelfinale ein.

Achtelfinal-Auslosung am Sonntag

Nationalmannschafts-Kapitän Michael Ballack und U-20-Weltmeisterin Alexandra Popp werden am Sonntag die Lose für das Achtelfinale ziehen. Die Auslosung wird live in der ARD-Sportschau (18.00 Uhr) übertragen. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Mittwoch auf seiner Internetseite mit.

Die Runde der letzten 16 Teams wird am 21. und 22. Dezember ausgespielt. Mit Bayern München, Schalke 04, Eintracht Frankfurt, Borussia Mönchengladbach, dem VfL Wolfsburg, dem 1. FC Nürnberg, 1. FC Köln, 1. FC Kaiserslautern, 1899 Hoffenheim und dem VfB Stuttgart sind noch zehn Bundesligisten im Rennen. Hinzu kommen mit dem FC Augsburg, Energie Cottbus, Alemannia Aachen und dem MSV Duisburg vier Zweitligisten. Aus Liga drei sind noch die TuS Koblenz und Kickers Offenbach dabei.

27.10.10
 
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