Jena Union
2:4 (2:3)
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Neuauflage des Pokalfinals von 1968

Doppelpacker Hedlund entscheidet eisernen Pokalfight

Pokal - 19.08. 20:40

50 Jahre nach dem Pokalfinale von 1968, das Union Berlin damals mit 2:1 für sich entschied, trafen der FC Carl Zeiss Jena und Union Berlin erneut im DFB-Pokal aufeinander. Dieses Mal aber in der ersten Runde. Der Sieger hieß wie vor fünf Jahrzehnten Union Berlin. Die Eisernen setzten sich verdient mit 4:2 gegen Jenenser durch, die ihnen alles abverlangten. Zweimal kämpfte sich der Drittligist nach einem Rückstand zurück. Lediglich der Doppelpack von Hedlund blieb unbeantwortet.

Machte mit seinem Doppelpack den Unterschied: Simon Hedlund. © imago

Jenas Trainer Mark Zimmermann brachte nach dem 1:1 beim Karlsruher SC zwei Neue in die Startelf: Tietz und Bock ersetzten Felix Brügmann und Tchenkoua (beide Bank).

Union-Coach Urs Fischer nahm im Vergleich zum 1:1-Remis beim 1. FC Köln drei Veränderungen vor: Lenz, Kroos und Gogia starteten für Reichel, Hartel und Redondo (alle drei Bank).

Jena erwischte den scheinbar besseren Start, doch die Eisernen verbuchten die erste hochkarätige Chance durch Gogia (12.) und schlugen auch als Erstes zu.

Union legt vor, Jena schlägt zurück

Kapitän Trimmel bediente Andersson, der im Zentrum am höchsten stieg und zur frühen 1:0-Führung einnickte (14.). Der FCC schien aber alles andere als schockiert und Wolfram verpasste nur knapp die direkte Antwort per Distanzschuss (16.). Kurze Zeit später klappte es dann allerdings mit dem Ausgleich: Nachdem Tietz an Union-Schlussmann Gikiewicz scheiterte, flankte Bock auf Wolfram, der zum 1:1 einköpfte (21.). Die Trinkpause bei hochsommerlichen Temperaturen nahm das Tempo kurzzeitig raus, doch dann zappelte der Ball im Netz. Die Eisernen gingen wieder in Führung. Erneut war es Union-Kapitän Trimmel, der vorbereitete. Dieses Mal war Felix Kroos Empfänger des Zuspiels und köpfte in Uwe-Seeler-Manier mit dem Hinterkopf zum 2:1 ein (29.). Der Torschütze musste dann aber sieben Minuten später den Platz verlassen, da er beim Traum-Kopfball einen Ellenbogen abbekommen hatte.

DFB-Pokal, 1. Runde

Doch Jena bewies Moral und kämpfte sich ein zweites Mal zurück. Der zweifache Vorlagengeber und Union-Kapitän Trimmel war der leidtragende Protagonist in der Szene. Gikiewicz ließ einen Schuss von Tietz prallen. Die Kugel sprang an Trimmels Oberschenkel und von dort ins eigene Netz (42.).

Foulelfmeter kurz vor der Pause

Doch das war es noch nicht gewesen im ersten Durchgang. Jenas Schlussmann Coppens machte einen riesigen Patzer und spielte einen Ball vor die Füße von Gogia, der in den Sechzehner zog und unbedacht von Cros abgeräumt wurde - Schiedsrichter Dr. Felix Brych zeigte sofort auf den Punkt (45.+4). Hedlund trat an den Punkt und verwandelte lässig zum 3:2-Pausenstand (45.+5).

Hedlund macht den Deckel drauf

Im zweiten Durchgang hatten die Gastgeber mehr Spielanteile, aber die Eisernen verbuchten die besseren Chancen. Zunächst überwand der Hedlund den gegnerischen Schlussmann Coppens, scheiterte aber an Brügmann, der vor der Linie den Schuss abblockte (56.). Beim nächsten Versuch klappte es aber: Erlbeck leistete sich einen folgenschweren Fehler im Mittelfeld und verlor den Ball an Prömel, der Hedlund mit einem Traumpass bediente. Der schwedische Offensivmann spitzelte das Spielgerät am herausstürmenden Jena-Keeper vorbei zum 4:2-Endstand (71.).

Für Union geht es in der Liga - erneut sonntags - gegen St. Pauli weiter (13.30 Uhr), Jena spielt erst tags darauf zuhause gegen Zwickau (19 Uhr).

Torschützen
0:1 Andersson (14., Kopfball, Trimmel)
1:1 Wolfram (21., Kopfball, Bock)
1:2 F. Kroos (29., Kopfball, Trimmel)
2:2 Trimmel (42., Eigentor, Linksschuss)
2:3 Hedlund (45. + 5, Foulelfmeter, Rechtsschuss, Gogia)
2:4 Hedlund (71., Rechtsschuss, Prömel)