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Werder Bremen

Werder Bremen

1
:
0

Halbzeitstand
1:0
TSG Hoffenheim

TSG Hoffenheim


WERDER BREMEN
TSG HOFFENHEIM
15.
30.
45.






60.
75.
90.







Hoffenheim bleibt Elfmeter verwehrt - Retter Pavlenka

Belfodil hält Werders Endlosserie am Leben

Werder Bremen hat es geschafft, im Pokal Selbstvertrauen zu tanken. Beim Sieg gegen ein erstaunlich einfallsloses Hoffenheim halfen jede Menge Kampfgeist, ein wacher Torjäger, ein starker Schlussmann und eine Schiedsrichterentscheidung mit. Damit hielt Werder seine schier unglaubliche Pokal-Heimserie am Leben.

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort: Bremens Ishak Belfodil drückt das Leder liegend über die Linie.
Zur richtigen Zeit am richtigen Ort: Bremens Ishak Belfodil drückt das Leder liegend über die Linie.
© imagoZoomansicht

Bremens Trainer Alexander Nouri nahm nach dem 0:0 im Kellerduell beim 1. FC Köln vier Änderungen vor: Bauer, Veljkovic, Garcia und Bargfrede standen in der Startelf. Weichen mussten Lamine Sané (nicht im Kader), Kainz, M. Eggestein (beide Bank) und Bartels (Sperre).

Auch Hoffenheims Coach Julian Nagelsmann wechselte im Vergleich zum 1:1 beim VfL Wolfsburg viermal: Im Tor stand wie angekündigt Kobel für Baumann, dazu begannen Akpoguma, Rupp und Hack für Kaderabek (Bank), Posch und Wagner (beide angeschlagen).

Seit 1988 hatte Bremen in 35 Partien kein Heimspiel im Pokal mehr verloren, die längste Serie dieser Art in der Pokalhistorie. Und die Norddeutschen vermittelten zu Beginn den Eindruck, dass das auch so bleiben sollte. Ausdruck der leichten Überlegenheit war eine Chance für Junuzovic (6.), der das Leder mit links knapp verfehlte.

Stieler verwehrt Hoffenheim einen Elfmeter

Je länger die Partie aber dauerte, desto besser fanden die Kraichgauer in die Partie. In Sachen Ballbesitz dominierte die Nagelsmann-Elf deutlich, näherte sich gegen die bissigen Bremer immer mehr an. In der 18. Minute hatte Garcia Glück, dass sein Tritt gegen Demirbay im Strafraum ungeahndet blieb - Elfmeter für Hoffenheim wäre die richtige Entscheidung gewesen. Zwei Minuten später schoss Hack aus 16 Metern nur knapp über das Tor. Und in der 26. Minute blockte Veljkovic einen Schuss von Demirbay aus kurzer Distanz ab, der Ball hätte sonst wohl den Weg ins Tor gefunden.

73 Prozent Ballbesitz hatte Hoffenheim für sich zu verbuchen, als sich Junuzovic den Ball in der 31. Minute für eine Ecke zurechtlegte. Und die war folgenschwer: Delaney verlängerte das Leder am kurzen Pfosten aus einem Dreierpulk zu Belfodil, der nur noch den Fuß hinhalten musste - 1:0 für Werder! Und: Der Treffer gab dem SVW Auftrieb. Der Tabellenvorletzte wurde offensiver, aggressiver, setzte die verunsichert wirkenden Kraichgauer immer mehr unter Druck. Sinnbildlich eine Szene, in der Demirbay von vier Bremern umzingelt den Rückwärtsgang einlegen und seine ganze Technik zur Schau stellen musste, um den Ball nicht zu verlieren. Da Werder zu Beginn und gegen Ende der ersten Hälfte das bessere Team war, war die Pausen-Führung nicht unverdient.

Zweimal Aluminium für Hoffenheim

TSG-Coach Nagelsmann reagierte zur Pause, brachte Kaderabek für Youngster Hack. Die Hoffenheimer trafen nun wieder auf zaghafte Norddeutsche, die den Vorsprung offenbar nur verwalten wollten. Das wäre beinahe früh schief gegangen: Nach einem Veljkovic-Foul durfte Kramaric aus bester Freistoßposition Maß nehmen - die Latte rettete Werder (53.).

Die Großchance sollte sich jedoch als Kraichgauer Strohfeuer entpuppen. Die sonst so ideenreichern Gäste fanden einfach kein Mittel gegen die beherzt kämpfenden Werderaner, die sich nur noch bei Kontern in der gegnerischen Hälfte blicken ließen, der TSG-Offensive aber komplett den Schneid abkauften. Bis zur nächsten Torszene dauerte es sage und schreibe bis zur 75. Minute: Uth wollte vor dem Tor abschließen und traf beim Ausholen Moisander, der das Bein leicht rausgestreckt hatte. Für Stieler zu wenig für einen Elfmeter, genauso wie beim Luftkampf zwischen Akpoguma und Augustinsson, der den Hoffenheimer leicht festgehalten hatte (81.).

So richtig eingreifen musste SVW-Keeper Pavlenka erst wieder in der Nachspielzeit. Dann aber richtig: Erst begrub er einen Schuss von Kramaric unter sich, dann lenkte er einen Kopfballaufsetzer mit den Fingerspitzen an die Latte - eine Glanzparade. Nach vier Minuten Nachspielzeit hatte es Bremen geschafft. Ein ganz wichtiger Sieg für die sensible Stimmung an der Weser.

Bremen empfängt am Sonntag (15.30 Uhr) den FC Augsburg. Hoffenheim tritt am Samstag (15.30 Uhr) im heimischen Stadion gegen die Borussia aus Mönchengladbach an. Das Pokal-Achtelfinale wird am 19. und 20. Dezember ausgetragen. Ausgelost werden die Partien am Sonntag (18 Uhr, LIVE! bei kicker.de).

DFB-Pokal, 2017/18, 2. Runde
Werder Bremen - TSG Hoffenheim 1:0
Werder Bremen - TSG Hoffenheim 1:0
Versprechen

Werder hat seit 1988 in 35 Partien kein Pokal-Heimspiel mehr verloren. Eine imponierende Serie, die Hoffenheim auf die Probe stellte. Die Bremer Fans versprachen ihrem Team derweil Rückhalt.
© imago

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Werder Bremen
Aufstellung:
Pavlenka (2,5) - 
Ro. Bauer (3) , 
Veljkovic (3) , 
Moisander (3) , 
U. Garcia (4,5) - 
Bargfrede (3)    
Delaney (3)    
Gebre Selassie (2,5) , 
Junuzovic (3)    
Augustinsson (3) - 
Belfodil (2,5)            

Einwechslungen:
61. M. Kruse für Belfodil
64. M. Eggestein für Bargfrede
82. Kainz für Delaney

Trainer:
Nouri
TSG Hoffenheim
Aufstellung:
Kobel (3) - 
Akpoguma (3) , 
Vogt (2,5)    
B. Hübner (3)    
Rupp (4)    
Zuber (4)    
Demirbay (2) , 
Grillitsch (3,5) - 
Hack (5)    
Uth (3,5) , 

Einwechslungen:
46. Kaderabek (3) für Hack
59. N. Schulz (3) für Zuber
70. Ochs für Rupp

Trainer:
Nagelsmann

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Belfodil (31., Rechtsschuss, Delaney)
Gelbe Karten
Bremen:
Belfodil
(1. Gelbe Karte)
Hoffenheim:
B. Hübner
(1. Gelbe Karte)

Spieldaten

Werder Bremen       TSG Hoffenheim
Tore 1 : 0 Tore
 
Torschüsse 6 : 16 Torschüsse
 
gespielte Pässe 271 : 616 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 166 : 514 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 105 : 102 Fehlpässe
 
Passquote 61% : 83% Passquote
 
Ballbesitz 31% : 69% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 49% : 51% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 14 : 13 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 12 : 13 Gefoult worden
 
Abseits 1 : 0 Abseits
 
Ecken 3 : 4 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
25.10.2017 20:45 Uhr
Stadion:
Weser-Stadion, Bremen
Zuschauer:
31210
Spielnote:  4
lange Zeit eine zähe Partie, die Hoffenheim nach Werders Führung aus der Hand gab.
Eckenverhältnis:
3:4
Schiedsrichter:
Tobias Stieler (Hamburg)   Note 5,5
griff entscheidend ins Spielgeschehen ein, verweigerte Hoffenheim zwei Elfmeter: Garcia an Demirbay (18.) und Moisander an Uth (74.).
Spieler des Spiels:

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