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Arminia Bielefeld

Arminia Bielefeld

4
:
2

im Elfmeterschiessen
0:0 (0:0,0:0)
Hertha BSC

Hertha BSC


ARMINIA BIELEFELD
HERTHA BSC
15.
30.
45.





60.
75.
90.






 
105.



120.













 

Luhukay-Team offenbart spielerische Defizite

Schwolow verlängert Herthas Pokal-Trauma

Seit 1985 findet das Endspiel im DFB-Pokal im Berliner Olympiastadion statt, seitdem erreichte die Hertha-Profis kein einziges Mal das Finale! Und auch zum 30-jährigen Jubiläum werden die Hauptstädter im kommenden Mai erneut nur Zuschauer sein. Denn in der zweiten Runde musste sich das Luhukay-Team bei Drittliga-Spitzenreiter Arminia Bielefeld mit 2:4 im Elfmeterschießen geschlagen geben. Bielefelds Keeper Schwolow avancierte mit zwei gehaltenen Elfmetern zum Mann des Abends auf der Alm.

Fabian Lustenberger gegen Fabian Klos
Kapitäne unter sich: Herthas Lustenberger (li.) gegen Bielefelds Klos.
© Getty ImagesZoomansicht

Norbert Meier, Trainer von Arminia Bielefeld, stellte nach dem 3:0-Heimsieg im Spitzenspiel der 3. Liga gegen Rot-Weiß Erfurt zweimal um: Für Ulm begann der Ex-Herthaner Kluge, der in der Liga gesperrte Börner rückte für Christian Müller in die Startelf. Müller, der in Berlin geboren und bei Hertha ausgebildet wurde, leidet seit der Erfurt-Partie an Beschwerden, die sein Mitwirken verhinderten. Berlins Übungsleiter Jos Luhukay brachte nach dem souveränen 3:0-Heimerfolg gegen den Hamburger SV vier neue Spieler. Für Heitinga, Schulz, Ben-Hatira (beide Muskelbeschwerden) und Skjelbred (Leistenprobleme) begannen Marcel Ndjeng, Brooks, Hegeler und Haraguchi.

Auf der Bielefelder Alm versuchte der favorisierte Bundesligist von Beginn an, das Heft des Handels in die Hand zu nehmen. Hertha hatte mehr Ballbesitz und optische Vorteile, Bielefeld wartete auf Konter. Die Arminen-Deckung machte zunächst aber geschickt die Räume eng, so dass die Berliner in den ersten zehn Minuten keine Lücken fanden.

Anschließend zeigten sich dann erstmals die Ostwestfalen - und wie! Nach einer klasse Vorlage von Mast musste Hertha-Keeper Kraft gegen Schütz sein ganzes Können aufbieten, um den Kopfball des Bielefelders noch über die Querlatte zu lenken (13.). Die folgende Ecke erwischte Börner mit dem Kopf, doch erneut war Kraft zur Stelle (14.).

Die beiden Chancen gaben den Arminen Rückenwind, die nun deutlich mutiger auftraten und mehr in die Offensive investierten. Es entwickelte sich ein offener Pokalfight, in dem der Underdog bis zum Pausenpfiff deutliche Vorteile besaß. Schütz (21.) und insbesondere Hemlein (32.) verpassten aber ein durchaus mögliches 1:0. Hertha konnte seine spielerische Überlegenheit im ersten Durchgang nicht mehr in die Waagschale werfen, aus dem Spiel heraus ging fast nichts. Die einzige dicke Chance resultierte aus einer Standardsituation, hatte es aber in sich. Beerens brachte den Ball nach innen, wo Kalou frei zum Kopfball kam. Bielefelds Keeper Schwolow war bereits geschlagen, doch Hemlein kratzte den Ball von der Torlinie (24.). So ging es nach 45 temperamentvollen und kurzweiligen Minuten torlos in die Kabinen.

Auch Ronny bringt keine spielerischen Impulse

Ohne personelle Veränderungen betraten beide Teams nach dem Seitenwechsel wieder den Rasen. Hertha war, wie zu Beginn von Hälfte eins, um Spielkontrolle und Ballbesitz bemüht. Doch Bielefeld ließ sich nicht so leicht aus der Reserve locken. Die Arminen hatte weiterhin keine Mühe, die leicht auszurechnenden Angriffe Herthas vom eigenen Tor fernzuhalten. Zu Kontergelegenheiten kamen die Ostwestfalen aber auch nicht, so dass in der ersten Viertelstunde nach Wiederanpfiff herzlich wenig passierte.

Hertha-Coach Luhukay reagierte dann auf den doch enttäuschenden Auftritt seiner Elf und schickte Ronny für Stocker ins Gefecht. Der Brasilianer sollte für die notwendigen Ideen und spielerischen Impulse sorgen. Gleich mit seinem ersten Ballkontakt sorgte der Brasilianer auch für Gefahr, doch sein Schuss in der 64. Minute zischte knapp am linken Pfosten des Bielefelder Gehäuses vorbei.

Der Druck der Berliner nahm aber mehr und mehr zu, der Drittligist konnte kaum noch Entlastungsangriffe starten. Doch bei aller Überlegenheit fehlte weiterhin das kreative Moment im Spiel der Hauptstädter, Chancen gab es weiterhin keine zu bestaunen. Da in Bielefelds Strafraum weiterhin kein Durchkommen für Hertha war, probierte es Hegeler mal aus der Distanz, sein Schuss in der 76. Minute strich knapp vorbei.

Das war's dann eigentlich schon für den zweiten Abschnitt. Den Berlinern fiel weiterhin nichts ein, Bielefeld wagte sich in der Schlussphase sogar wieder öfters nach vorne und ließ so die Sekunden verrinnen. Nach einer Minute Nachspielzeit pfiff Referee Hartmann ab, so dass es in die Verlängerung ging.

Mast mit der besten Chance in der Verlängerung - Matchwinner Schwolow

Alexander Schwolow gegen Sandro Wagner
Bielefelds Matchwinner Schwolow pariert den Versuch von Herthas Wagner.
© Getty ImagesZoomansicht

In diese ging Hertha mit Schieber als Sturmspitze anstelle von Kalou, vom Ivorer war in Hälfte zwei herzlich wenig zu sehen. Auf dem Feld bot sich aber das gleiche Bild: Bielefeld stand tief und überließ Berlin die Initiative. Die Aktionen Herthas wurden zwar etwas gefährlicher, doch die letzte Konsequenz fehlte, Schwolow musste nicht großartig eingreifen. Bielefeld wagte sich nur noch ganz selten nach vorne, hatte aber die beste Chance der Verlängerung: In der 112. Minute schickte Ulm Mast steil, dessen Schuss aus spitzem Winkel lenkte Kraft noch entscheidend ab. So ging es in das Elfmeterschießen, in dem Schwolow mit zwei gehaltenen Versuchen (Schieber, Wagner) zum umjubelten Helden auf der Alm avancierte!

Am Samstag (14 Uhr) trifft Zweitliga-Absteiger Arminia Bielefeld auswärts auf den KSV Holstein Kiel. Tags darauf (17.30 Uhr) sind die Berliner beim Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn 07 gefordert.

DFB-Pokal, 2014/15, 2. Runde
Arminia Bielefeld - Hertha BSC 4:2 i.E.
Arminia Bielefeld - Hertha BSC 4:2 i.E.
Berliner Nacht

In Bielefeld kam Hertha BSC zu Besuch.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Arminia Bielefeld
Aufstellung:
Schwolow (1,5) - 
Dick (3) , 
Börner (2) , 
Salger (3) , 
Schuppan (3,5) - 
Burmeister (3)    
Hemlein (3,5)    
Kluge (3)    
Schütz (2)    
Mast (2,5) - 
Klos (3)    

Einwechslungen:
78. Ulm (3) für Burmeister
99. Brinkmann     für Kluge
118. M. Lorenz für Hemlein

Trainer:
Meier
Hertha BSC
Aufstellung:
Kraft (2) - 
M. Ndjeng (5) , 
Lustenberger (4)    
Brooks (4,5)    
Pekarik (4) - 
Hosogai (3,5)    
Hegeler (5) - 
Beerens (5)    
Stocker (5)    
Haraguchi (5) - 
Kalou (4,5)    

Einwechslungen:
62. Ronny (4) für Stocker
91. Schieber (4) für Kalou
108. Wagner für Beerens

Trainer:
Luhukay

Tore & Karten

 
Torschützen
keine
 
Elfmeterschießen
1:0
Klos (verwandelt)
1:1
Ronny (verwandelt)
1:1
Salger (nicht verwandelt)
1:2
Hegeler (verwandelt)
2:2
Ulm (verwandelt)
2:2
Schieber (nicht verwandelt)
3:2
Brinkmann (verwandelt)
3:2
Wagner (nicht verwandelt)
4:2
M. Lorenz (verwandelt)
Gelbe Karten
Bielefeld:
Schütz
(1. Gelbe Karte)
,
Brinkmann
(1.)
Hertha:
Hosogai
(1. Gelbe Karte)
,
Brooks
(1.)

Spieldaten

Arminia Bielefeld       Hertha BSC
Tore 0 : 0 Tore
 
Torschüsse 13 : 10 Torschüsse
 
gespielte Pässe 371 : 838 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 239 : 700 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 132 : 138 Fehlpässe
 
Passquote 64% : 84% Passquote
 
Ballbesitz 31% : 69% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 49% : 51% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 27 : 19 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 19 : 26 Gefoult worden
 
Abseits 0 : 6 Abseits
 
Ecken 5 : 5 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
28.10.2014 19:00 Uhr
Stadion:
Schüco-Arena, Bielefeld
Zuschauer:
23098
Spielnote:  3,5
ein typisches Pokalspiel, das vor allem von der Spannung lebte. Chancen waren lange Zeit Mangelware.
Eckenverhältnis:
5:5
Schiedsrichter:
Robert Hartmann (Wangen)   Note 3

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