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Kickers Offenbach

Kickers Offenbach

4
:
2

im Elfmeterschiessen
0:0 (0:0,0:0)
FC Ingolstadt 04

FC Ingolstadt 04


KICKERS OFFENBACH
FC INGOLSTADT 04
15.
30.
45.



60.
75.
90.






 
105.




120.









 

Offenbach siegt in der Elfmeter-Lotterie

Endres zwingt Ingolstadt in die Knie

Einen ganz heißen Pokal-Tanz erwartete Zweitligist FC Ingolstadt auf dem traditionsreichen Bieberer Berg, Heimat des Regionalligisten Kickers Offenbach. Vor zwei Jahren war hier immerhin Endstation für Fürth, Union Berlin und Fortuna Düsseldorf. Die Oberbayern führten die Reihe 2014 weiter: Nachdem 120 zähe, spannende sowie torlose Pokalminuten keine Entscheidung brachten, mussten die Akteure in der Elfmeter-Lotterie ran. Dort behielten alle Offenbacher die Nerven - im Gegensatz zum FCI, für den die Pokalsaison bereits in der 1. Runde beendet war.

Offenbachs Coach Rico Schmitt ging die Pokalaufgabe mit zwei Veränderungen gegenüber dem 0:0 bei Wormatia Worms an: Schwarz sollte das Mittelfeld-Zentrum stabilisieren (für Biggel), Pintol erhielt im Sturmzentrum den Vorzug vor Müller. Sein Pendant Ralph Hasenhüttl wechselte im Vergleich zum Last-Minute-Remis gegen Darmstadt 98 (2:2) auf drei Positionen und stellte zudem auf ein 4-4-2 mit Raute um. Wie zuvor angekündigt stand Weis ("Er hat es sich verdient") anstelle von Özcan zwischen den Pfosten, Lappe (für Hartmann) gab den Sturmpartner von Lex. Hinterseer fiel dem Systemwechsel zum Opfer und musste seinen Platz für Engel räumen.

Hasenhüttls Gebete werden nicht erhört

"Wir müssen wieder dahin kommen, den Gegner zu jagen. Wir brauchen mehr Aggressivität und Härte, wir dürfen nicht so kompliziert und umständlich spielen", hatte Trainer Ralph Hasenhüttl nach einer überschaubaren Leistung gegen Darmstadt von seiner Mannschaft gefordert. Das kam offenbar nicht an: Ingolstadt zog gegen einen robusten OFC in den Zweikämpfen meist den Kürzeren, ließ eine klare Linie im eigenen Spiel vermissen und agierte in der Offensive viel zu statisch. Es entwickelte sich demnach eine Partie, in der Torchancen höchstens auf Sparflamme gekocht wurden.

Mit dem vielen Ballbesitz wussten die Schanzer kaum etwas anzufangen, weil der dicht gestaffelte Offenbacher Abwehrriegel kaum Lücken anbot und eine kompromisslose Zweikampfführung an den Tag legte. Durch die defensive Grundausrichtung kam auch das Offensivspiel der Hausherren viel zu kurz. Sturmspitze Pintol hing in der Luft, weil aus dem Mittelfeld die Unterstützung fehlte. Das spielerische Element blieb auf der Strecke, Kampf war also Trumpf am Bieberer Berg. Bestes Beispiel: Nach einem Zweikampf von Lex und Korb im Strafraum lieferten sich beide ein Wortgefecht, woraufhin Referee Florian Meyer die Streithähne verwarnte (29.).

Alfredo Morales gegen Sascha Korb (re.)
Leidenschaftliche Kickers: Das beweist Sascha Korb (re.).
© imagoZoomansicht

Groß auf eigene Faust - Korb fliegt

In der Folge übernahm Ingolstadts Mittelfeldstratege Groß mehr Verantwortung, forderte viele Bälle und war an allen zielgerichteten Offensivaktionen seiner Farben beteiligt: Seine Ecke konnte Morales am kurzen Pfosten zwar verlängern, Keeper Endres aber nicht überwinden. Drei Minuten später versuchte es Groß selbst, visierte aus gut 16 Metern halblinker Position das lange Eck an. Das Leder segelte nur knapp vorbei (38.). Mehr hatten die Kontrahenten vor der Pause nicht zu bieten.

Kurz nach Wiederanpfiff leistete sich Hitzkopf Korb ein unnötiges Foul an der Seitenlinie gegen Morales. Schiedsrichter Meyer ahndete das Einsteigen mit Gelb - der Offenbacher musste aufgrund der Ampelkarte frühzeitig Duschen (47.). Die Atmosphäre wurde durch diese Entscheidung weiter aufgeheizt.

Offenbach: Prototyp von Kampfgeist und Willen

Wer glaubte, die Oberbayern würden in Überzahl vehement auf den Führungstreffer drängen, täuschte sich. Stattdessen suchten leidenschaftliche Hessen vermehrt den Weg nach vorne, ohne sich dabei allerdings in Abschlussposition zu bringen. Die Offensivmaschinerie der Schanzer stockte nach wie vor gewaltig.

Die Begegnung blieb zerfahren, immer wieder erstickten Kickers-Akteure Vorstöße der Oberbayern bereits im Keim - notfalls auch per taktischem Foul. Daran änderte auch die Schlussphase nichts, weil die Kickers alles in die Waagschale warfen, was noch im Tank übrig war. Der FCI enttäuschte auf ganzer Linie, erarbeitete sich trotz 45-minütiger Überzahl im zweiten Durchgang keinen einzigen (!) Torabschluss. Die Akteure legten folglich eine Extraschicht ein.

Viel Ballbesitz, kein Ertrag

In der Verlängerung blieb das Bild unverändert: Ingolstadt schwang das Zepter (über 60 Prozent Ballbesitz), schob das Leder ohne Raumgewinn und eine Lösung, das Bollwerk zu durchbrechen, von Mann zu Mann. Die Schmitt-Elf stand extrem tief und wehrte die Angriffe relativ mühelos ab. Die Kraft, um offensiv selbst tätig zu werden, fehlte aber ebenso.

Der Kräfteverschleiß war den Kontrahenten in der zweiten Hälfte der Verlängerung noch deutlicher anzumerken. Der OFC traute sich gar nicht mehr aus seinem Schneckenhaus, die Audistädter rannten kopflos an - ohne Erfolg. Die Entscheidung über den Sieger musste im Elfmeterschießen herbeigeführt werden.

Groß und da Costa scheitern

Dort behielt der Außenseiter, angetrieben von den eigenen Fans, die Oberhand: Selbst verwandelten die Kickers jeden Strafstoß souverän, beim FCI scheiterten Groß und da Costa. Die Überraschung war perfekt, Offenbachs Einzug in die zweite Pokalrunde ebenso!

Am Samstag (14 Uhr) tritt Offenbach beim SC Freiburg II an, tags darauf (13.30 Uhr) empfängt Ingolstadt die SpVgg Greuther Fürth zum bayrischen Aufeinandertreffen.

DFB-Pokal, 2014/15, 1. Runde
Kickers Offenbach - FC Ingolstadt 04 4:2
Kickers Offenbach - FC Ingolstadt 04 4:2
Doppelte Bruchlandung

Offenbachs Modica und Ingolstadts Lex (Hintergrund) fabrizieren eine ordentliche Bruchlandung.
© Picture Alliance

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Kickers Offenbach
Aufstellung:
Endres        
Maier
Modica
Gjasula    
Mangafic    
Korb    
M. Schwarz    
Cappek
Pintol    

Einwechslungen:
76. Markus Müller für Pintol
81. Biggel für M. Schwarz
91. Bäcker für Mangafic

Trainer:
Schmitt
FC Ingolstadt 04
Aufstellung:
Weis
M. Matip        
Danilo    
Roger
Engel        
Lappe    
Lex    

Einwechslungen:
67. Ro. Bauer für Danilo
91. Jainta für Engel
97. Hinterseer     für Lappe

Trainer:
Hasenhüttl

Tore & Karten

 
Torschützen
keine
 
Elfmeterschießen
0:1
Morales (verwandelt)
1:1
Markus Müller (verwandelt)
1:1
P. Groß (nicht verwandelt)
2:1
Cappek (verwandelt)
2:2
M. Matip (verwandelt)
3:2
Bäcker (verwandelt)
3:2
da Costa (nicht verwandelt)
4:2
Gjasula (verwandelt)
Gelb-Rote Karten
Offenbach:
Korb
(47.)
Ingolstadt:
-
Gelbe Karten
Offenbach:
Gjasula
(1. Gelbe Karte)
,
Endres
(1.)
Ingolstadt:
Lex
(1. Gelbe Karte)
,
M. Matip
(1.)
,
Engel
(1.)
,
Hinterseer
(1.)

Spieldaten

Kickers Offenbach       FC Ingolstadt 04
Tore 0 : 0 Tore
 
Torschüsse 8 : 19 Torschüsse
 
gespielte Pässe 347 : 601 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 183 : 441 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 164 : 160 Fehlpässe
 
Passquote 53% : 73% Passquote
 
Ballbesitz 38% : 62% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 49% : 51% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 25 : 22 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 21 : 24 Gefoult worden
 
Abseits 3 : 2 Abseits
 
Ecken 9 : 7 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
18.08.2014 18:30 Uhr
Stadion:
Sparda-Bank-Hessen-Stadion, Offenbach
Zuschauer:
7386
Schiedsrichter:
Florian Meyer (Burgdorf)

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