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Sportfreunde Siegen

Sportfreunde Siegen

4
:
5

im Elfmeterschiessen
3:3 (2:2,2:1)
FSV Frankfurt

FSV Frankfurt


SPORTFREUNDE SIEGEN
FSV FRANKFURT
15.
30.
45.







60.
75.
90.









 
105.




120.




















 

Frankfurt entscheidet Elfmeter-Krimi in Siegen für sich

Killer Klandt rettet den FSV

Der FSV Frankfurt hat sich mit einem dicken blauen Auge für die 2. Runde im DFB-Pokal qualifiziert. Beim Regionalligisten Sportfreunde Siegen ging die Möhlmann-Elf trotz deutlich mehr Ballbesitz durch zwei individuelle Fehler schnell mit 0:2 in Rückstand. Erst spät in der zweiten Hälfte gelang der Ausgleich und man rettete sich in die Verlängerung. Dort ging man sogar in Führung, kassierte aber in der Schlussphase doch noch das 3:3. Im Elfmeterschießen standen die Hessen ebenfalls schon mit dem Rücken zur Wand, ehe Keeper Klandt zweimal in Folge parierte.

Stolperstein Siegen? Für den FSV Frankfurt und Edmond Kapllani (re., gegen Serkan Dalman) sah es zunächst nicht gut aus.
Stolperstein Siegen? Für den FSV Frankfurt und Edmond Kapllani (re., gegen Serkan Dalman) sah es zunächst nicht gut aus.
© Picture AllianceZoomansicht

Verglichen mit der 1:2-Niederlage bei Rot-Weiß Oberhausen wechselte Sportfreunde-Trainer Matthias Hagner zweimal: Bouadoud (Rot-Sperre in der Liga) und Möllering kamen für Hartwig und Volina ins Spiel. Beim FSV veränderte Coach Benno Möhlmann seine Aufstellung nach der 2:3-Niederlage gegen den Karlsruher SC auf drei Positionen: Kapitän Konrad, zuletzt in der Liga mit Gelb-Rot gesperrt, Yelen und Epstein erhielten den Vorzug vor Bittroff, Schembri und Kauko.

Der Regionalligist zog sich von Beginn an bei Ballbesitz Frankfurt komplett in die eigene Hälfte zurück und machte dort die Räume eng. Die Möhlmänner versuchten zwar die Sportfreunde aus ihrer defensiven Taktik zu locken, aber die Hagner-Elf tat ihnen den Gefallen nicht. Trotzdem kam der Zweitligist rasch zu einer großen Doppelchance durch Yelen und Grifo, SFS-Keeper Poremba parierte zweimal glänzend (8.).

Kurz darauf musste Coach Möhlmann schon das erste Mal wechseln. Schlicke humpelte vom Platz und wurde durch Kaffenberger ersetzt. Am Spielverlauf änderte sich derweil recht wenig, am Ergebnis dafür einiges: Nach einem katastrophalen Patzer von Huber bediente Ibrahimaj Bouadoud im Strafraum. Der 28-jährige Angreifer musste nur noch einschieben (17.). Die Gäste waren um eine prompte Antwort bemüht und hätten diese auch fast gegeben: Poremba wehrte einen Grifo-Schuss ab (19.).

Siegen zog sich fortan noch weiter zurück als vor der Führung und musste mitansehen, wie der FSV fast 80 Prozent Ballbesitz generierte und sich ein klares Chancenplus (Yelen, 25.; Huber, 30.) herausspielte. Trotz der krassen Überlegenheit jubelten in der 32. Minute erneut die Hausherren: Glowacz profitierte von Epsteins Stellungsfehler und legte von der Grundlinie aus quer zu Ibrahimaj, der aus fünf Metern zum 2:0 traf.

Die Hessen rannten weiterhin an, doch richtig inspirierend wurde es immer noch nicht. Dazu vergab Roshi nach Frischs Querschläger die Möglichkeit zum Anschluss (40.). Eine Minute später machte es der Albaner besser, drang mit Tempo in den Strafraum und prüfte Poremba mit einem Flachschuss. Der Keeper ließ nach vorne prallen und war anschließend bei Yelens Nachschuss machtlos, sodass der FSV vor der Pause immerhin noch verkürzen konnte.

Frankfurt weiter überlegen, aber ohne Großchancen

Mit unverändertem Personal begann der zweite Durchgang. Und auch an der optischen Überlegenheit der Frankfurter änderte sich nur wenig. Das Problem? Die Hessen machten weiter nur wenig daraus. So verstrich die Zeit, ohne dass SFS-Schlussmann Poremba großartig geprüft wurde. Einzig bei Grifos Freistoß musste der 26-Jährige eingreifen (64.). Auch deshalb zog Möhlmann wenig später seine letzten beiden Optionen und brachte Engels für Roshi (66.) und Schembri für Yelen (66.). Auf der Gegenseite wurde Volina (für Möllering, 70.) eingewechselt und verpasste, weil er zu überhastet abschloss, die mögliche Vorentscheidung (71.).

Kampf auf Biegen und Brechen: Tom Beugelsdijk gegen den Siegener Zouhair Bouadoud.
Kampf auf Biegen und Brechen: Tom Beugelsdijk gegen den Siegener Zouhair Bouadoud.
© Picture AllianceZoomansicht

Bei der folgenden Szene, die sich im Siegener Strafraum abspielte, kreuzten sich die Laufwege von Geisler und Schembri. Der Malteser ging nach einem Kontakt zu Boden und bekam von Schiedsrichter Rene Rohde regelkonform einen Strafstoß zugesprochen, den Kapllani souverän verwandelte (73.).

Wer nun glaubte, Siegen würde sich in die Verlängerung retten, der irrte. In einer hektischen Schlussphase erspielten sich beide Mannschaften Chancen zum Sieg. Poremba rettete gleich doppelt für die Gastgeber (85.), ehe Kaffenberger Volina stoppte und Rot sah (87.). Beim fälligen Freistoß schoss Glowacz Bouadoud am Rücken an und von dort aus prallte der Ball ins Frankfurter Tor. Für einige Sekunden wähnte sich der Regionalligist in der zweiten Runde, ehe Schiedsrichter Rohde den Treffer wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannte (88.).

Kapllani trifft in Unterzahl, Bouadoud in vorletzer Minute

So ging es in die Verlängerung. In dieser machten die dezimierten Hessen einen fitteren Eindruck und gingen dann auch nach einem Kapllani-Kopfball in Führung (98.). Von erschöpften Siegenern war, zumindest in der ersten Hälfte der Extrazeit, kein Aufbäumen mehr zu erkennen. Im letzten Spielabschnitt versuchte es die Hagner-Elf noch einmal und kam auch zu vereinzelten Standardsituationen. Allerdings wusste der FSV diese zu verteidigen. So tickte die Uhr erbarmungslos herunter, bis in die 118. Minute: Nach einem langen Abschlag setzte sich Bouadoud am Strafraumrand geschickt gegen Konrad durch, drehte sich um den FSV-Kapitän und vollendete mit einem präzisen Schuss ins lange Eck - Elfmeterschießen.

Nachdem Dalman gleich den ersten Elfer der Gastgeber nicht im Tor unterbrachte, war Frankfurt früh im Vorteil. Anschließend vergaben jedoch auch Kruska, Frisch und Schembri, sodass nach Königs Treffer wieder alles ausgeglichen war. Nach insgesamt zehn Schützen war noch kein Sieger ermittelt. Es ging also auch im Elfer-Krimi in die Verlängerung. Dabei brachte Poremba, der Hubers Elfer hielt, Siegen schon beinahe auf die Siegerstraße. Doch auch Klandt parierte Volinas Strafstoß. Beugelsdijk verwandelte anschließend souverän, ehe erneut Klandt die richtige Ecke ahnte und Hartwigs Schuss aus dem linken Toreck fischte. Frankfurts Schlussmann und Held bewahrte den Zweitligisten damit vor dem peinlichen Aus in Runde eins.

Die Sportfreunde treffen nächsten Samstag (14 Uhr) in der Regionalliga West auf die zweite Mannschaft von Borussia Mönchengladbach. Frankfurt stellt sich ebenfalls am Samstag (13.00 Uhr) beim 1. FC Nürnberg vor.

DFB-Pokal, 2014/15, 1. Runde
Sportfreunde Siegen - FSV Frankfurt 4:5
Sportfreunde Siegen - FSV Frankfurt 4:5
Zwiegespräch

Vor der Duell haben FSV-Coach Benno Möhlmann (li.) und Sportfreunde-Übungsleiter Matthias Hagner noch Zeit, um einige Erfahrungen auszutauschen.
© imago

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16.08.14
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Sportfreunde Siegen
Aufstellung:
Geisler    
Dalman    
Bauman
Frisch
Keseroglu    
Möllering    
Hayer    
Ibrahimaj        
Bouadoud            

Einwechslungen:
60. Hartwig     für Keseroglu
70. Volina für Möllering
99. König für Ibrahimaj

Trainer:
Hagner
FSV Frankfurt
Aufstellung:
Klandt    
Huber
Schlicke    
Beugelsdijk    
Konrad        
Roshi    
Kruska
Grifo
Yelen        
Kapllani        

Einwechslungen:
12. Kaffenberger     für Schlicke
66. M. Engels für Roshi
66. Schembri für Yelen

Trainer:
Möhlmann

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Bouadoud (17., Linksschuss, Ibrahimaj)
2:0
Ibrahimaj (32., Linksschuss, Glowacz)
2:1
Yelen (41., Rechtsschuss, Roshi)
2:2
Kapllani (73., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Schembri)
2:3
Kapllani (98., Kopfball, Huber)
3:3
Bouadoud (118., Rechtsschuss)
 
Elfmeterschießen
0:1
Kapllani (verwandelt)
0:1
Dalman (nicht verwandelt)
0:2
Konrad (verwandelt)
1:2
Glowacz (verwandelt)
1:2
Kruska (nicht verwandelt)
1:2
Frisch (nicht verwandelt)
1:2
Schembri (nicht verwandelt)
2:2
König (verwandelt)
2:3
Grifo (verwandelt)
3:3
Hayer (verwandelt)
3:4
M. Engels (verwandelt)
4:4
Bouadoud (verwandelt)
4:4
Huber (nicht verwandelt)
4:4
Volina (nicht verwandelt)
4:5
Beugelsdijk (verwandelt)
4:5
Hartwig (nicht verwandelt)
Rote Karten
Siegen:
-
FSV Frankfurt:
Kaffenberger
(86., Notbremse, Volina)

Gelbe Karten
Siegen:
Geisler
(1. Gelbe Karte)
,
Bouadoud
(1.)
,
Dalman
(1.)
,
Hartwig
(1.)
FSV Frankfurt:
Konrad
(1. Gelbe Karte)
,
Beugelsdijk
(1.)
,
Klandt
(1.)

Spieldaten

Sportfreunde Siegen       FSV Frankfurt
Tore 3 : 3 Tore
 
Torschüsse 13 : 29 Torschüsse
 
gespielte Pässe 311 : 687 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 201 : 573 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 110 : 114 Fehlpässe
 
Passquote 65% : 83% Passquote
 
Ballbesitz 31% : 69% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 43% : 57% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 22 : 18 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 17 : 22 Gefoult worden
 
Abseits 2 : 1 Abseits
 

Spielinfo

Anstoß:
16.08.2014 20:30 Uhr
Stadion:
Leimbachstadion, Siegen
Zuschauer:
4226
Schiedsrichter:
René Rohde (Rostock)