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RB Leipzig

RB Leipzig

2
:
1

nach Verlängerung
1:1 (1:1)
SC Paderborn 07

SC Paderborn 07


RB LEIPZIG
SC PADERBORN 07
15.
30.
45.







60.
75.
90.






105.



120.




Favorit Paderborn scheitert trotz Bellot-Patzern

Fandrich spitzelt RB eine Runde weiter

Im Duell der Aufsteiger hat sich Zweitligist RB Leipzig mit dem verdienten 2:1-Erfolg gegen Bundesligist Paderborn in die nächste Runde gekämpft. Nach dem Rückstand durch Koc investierten die Sachsen viel und kamen schnell durch Jung zum verdienten Ausgleich. Im zweiten Abschnitt neutralisierten sich beide Teams weitgehend, bis in der Verlängerung Fandrich den goldenen Treffer beisteuerte.

Brachte seine Farben in Leipzig in Führung: Paderborns Offensivmann Süleyman Koc (#30).
Brachte seine Farben in Leipzig in Führung: Paderborns Offensivmann Süleyman Koc (#30).
© Picture AllianceZoomansicht

Leipzigs Trainer Alexander Zorniger vertraute der Marschroute "Never change a winning team" und verzichtete im Vergleich zum 3:0-Erfolg bei 1860 München auf Veränderungen. Sein Pendant André Breitenreiter setzte bei seiner Startformation größtenteils auf die Aufsteiger, mit Angreifer Kutschke und Mittelfeldmann Stoppelkamp standen lediglich zwei Neue von Beginn an auf dem Platz. Dennoch ließ sich der Übungsleiter nicht darauf festnageln: "Wir haben einen ausgeglichenen Kader, um auf RB Leipzig zu reagieren."

Stoppelkamp scheitert, Kocs Geniestreich

Die Gastgeber starteten wie gewohnt druckvoll, suchten blitzschnell den Weg in die Spitze und liefen den Gegner bereits früh in dessen Hälfte an. Viele intensive Zweikämpfe deuteten zudem auf eine hitzige Partie hin. Paderborn tat sich dementsprechend schwer, ein strukturiertes Kombinationsspiel aufzuziehen. Doch bereits nach etwa zehn Minuten nahmen die Hausherren etwas den Druck heraus und überließen den Ostwestfalen deutlich mehr Raum. Das bestraften diese auch beinahe, doch RB-Keeper Bellot rettete nach einer feinen Flanke vor Kutschke (12.).

In der Folgezeit stand immer häufiger der Unparteiische Harm Osmers im Mittelpunkt. Beide Teams suchten nach nickligen Zweikämpfen direkt das Gespräch mit dem Schiedsrichter. Die Intensität nahm in den ersten 25 Minuten nie ab, RB fehlte aber bei aller Offensivpower der letzte Pass und die nötige Präzision. Durch die Dominanz der Leipziger beschränkte sich der SCP mehr und mehr aufs Kontern. Besonders über den quirligen Koc machte Paderborn auf der rechten Seite mächtig Betrieb.

Und gerade er war es, der für die etwas glückliche Führung der Gäste sorgte. Keeper Kruse schlug das Leder beim Abstoß weit in die gegnerische Hälfte, wo Kutschke den Ball per Kopf auf Koc verlängerte. Und der sorgte für den ersten Geniestreich des Bundesliga-Aufsteigers: Aus 35 Metern verlud er RB-Torhüter Bellot, der allerdings viel zu weit vor seinem Kasten stand, mit einem tollen Distanzschuss (27.).

Jungs Knaller als Stolperstein

Die Leipziger reagierten mit Wut im Bauch, verzettelten sich aber in zu vielen Zweikämpfen im Mittelfeld. Nach vorne beklagte die Zorniger-Elf das alte Lied: die Passgenauigkeit im letzten Drittel. Und auch Kimmichs Schwalbe nach einer guten halben Stunde half nicht weiter (35.).

Anschließend verlor die Partie allerdings etwas an Tempo, angesichts der Anfangsintensität aber nur allzu verständlich. Statt auf strukturiert vorgetragene Angriffe konzentrierte sich Leipzig vielmehr auf die Bewertung der Leistung des Unparteiischen. Dennoch kamen die Sachsen noch vor der Pause zum nicht unverdienten Ausgleich - aus dem Nichts. Den nächsten Standard aus 35 Metern nahm Jung zum Anlass, seinen linken Hammer auszupacken. Das Spielgerät schaffte es aber nur bis zur Mauer, wo Ziegler den Ball sehr unglücklich abfälschte. Keeper Kruse wurde auf dem falschen Fuß erwischt, der Ausgleich war perfekt - 1:1 (43.).

Bullenherde: Nach dem Ausgleich wollen alle Feldspieler mit Torschütze Jung (Mitte) feiern.
Bullenherde: Nach dem Ausgleich wollen alle Feldspieler mit Torschütze Jung (Mitte) feiern.
© imago

Kurz vor der Pause brachte RB-Schlussmann Bellot die Gastgeber aber erneut in Gefahr, in Rückstand zu geraten. Wieder stand er bei einem frechen Heber von Kutschke zu weit vor seinem Kasten - hatte aber wegen des unpräzisen Abschlusses Glück (45.+1).

RB-Feuerwerk erlischt, Kimmichs Fallsucht

Zu Beginn der zweiten 45 Minuten brannten die Bullen direkt das nächste Feuerwerk ab. Besonders über Poulsen, der sich mehr und mehr auf der rechten offensiven Außenbahn einsortierte, machten die Hausherren mächtig Dampf. Die erste gute Chance gehörte allerdings dem SCP: Koc schloss nach feiner Drehung direkt ab und prüfte Bellot erneut ernstzunehmend - Teigls Hilfestellung war nach dem Abpraller vonnöten (46.).

Zwingende Möglichkeiten blieben aber wie bereits im ersten Abschnitt Mangelware bei den Gastgebern. Viel spielte sich in dieser Phase jeweils 20 Meter vor den Strafräumen ab. Der Warnschuss von Koc gab Keeper Bellot lediglich verlorengegangene Sicherheit zurück (61.). Für den größten Aufreger sorgte noch der zweite Versuch von U-19-Europameister Kimmich, einen Strafstoß zu schinden (66.).

Näher an der erneuten Führung waren aber die Ostwestfalen: Doch Stoppelkamp wirkte bei seiner Direktabnahme mit dem schwachen linken Fuß zu unentschlossen (71.). Viele Verletzungsunterbrechungen nahmen dem Spiel in der Folge die Attraktivität und das Tempo. Für die Offensive erhoffte sich RB-Coach Zorniger von Morys, der für Kapitän Frahn in die Partie kam und bereits als Joker in München vergangene Woche getroffen hatte, mehr Schwung (80.). Und auch sein Gegenüber Breitenreiter bereitete sich mit den Neuzugängen Rupp (80.) und Ouali (85.) bereits für die drohende Verlängerung vor. Und so kam es dann, weil auch Kaisers Versuch zu unplatziert blieb (90.+1).

Fandrichs Picke beweist Zornigers goldenes Händchen

Im ersten Teil der Verlängerung waren abermals beide Seiten bemüht, das Risiko so gering wie möglich zu halten. Die Sachsen rückten allerdings im Gegensatz zu den Ostwestfalen weiter auf, doch die Kraft schwand auch bei den Gastgebern so langsam. Die Gelben Kartons für Khedira (99.) und Paderborns Strohdiek (102.) zählten noch zu den Highlights in faden ersten 15 Minuten.

Einen Sieger, da waren sich viele Zuschauer im Leipziger Stadion einig, würde erst das Elfmeterschießen bringen. Doch das tapfer und aufopferungsvoll kämpfende RB machte diesen Gedanken vorzeitig einen Strich durch die Rechnung. Vier Minuten nach Wiederanpfiff tankte sich der starke Kimmich über rechts an zwei Gegenspielern vorbei in den Strafraum und bediente in der Mitte mustergültig Joker Morys. Der verpasste allerdings das Spielgerät - und setzte sich prompt auf dem Ball ab. Der heranrauschende, ebenfalls eingewechselte, Fandrich schaltete am schnellsten. Der Youngster brauchte allerdings zwei Versuche, bis er das Leder per Picke an den rechten Pfosten und anschließend ins Tor bugsierte hatte (109.).

In den letzten zehn Minuten blieben die Bullen das cleverere Team, Paderborn rannte ohne Kopf an. Bezeichnend: Eine Ecke kurz vor Schluss landete direkt im Toraus (119.). Hochverdient zog die Zorniger-Elf schlussendlich dann auch in die 2. Runde des Pokal-Wettbewerbs ein.

Am Freitag (18.30 Uhr) empfängt Leipzig den FC Erzegebirge Aue. Am Sonntag (15.30 Uhr) hat Paderborn den 1. FSV Mainz 05 zu Gast.

DFB-Pokal, 2014/15, 1. Runde
RB Leipzig - SC Paderborn 07 2:1 n.V.
RB Leipzig - SC Paderborn 07 2:1 n.V.
Aufmerksam

Leipzigs Yussuf Poulsen spitzelt Christian Strohdiek (re.) die Kugel weg.
© picture alliance

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

RB Leipzig
Aufstellung:
Bellot
Teigl
A. Jung    
Khedira        
Demme
D. Kaiser    
Frahn            

Einwechslungen:
80. Morys für Frahn
101. Fandrich     für Khedira
112. Willers für D. Kaiser

Trainer:
Zorniger
SC Paderborn 07
Aufstellung:
Wemmer
Strohdiek    
Hünemeier    
Hartherz        
Ziegler    
Koc        
Bakalorz        

Einwechslungen:
80. Rupp für Bakalorz
85. Ouali für Koc
110. Saglik für Hartherz

Trainer:
Breitenreiter

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Koc (27., Rechtsschuss, Kutschke)
1:1
A. Jung (43., direkter Freistoß, Linksschuss)
2:1
Fandrich (109., Rechtsschuss, Morys)
Gelbe Karten
Leipzig:
Frahn
(1. Gelbe Karte)
,
Khedira
(1.)
Paderborn:
Hartherz
(1. Gelbe Karte)
,
Bakalorz
(1.)
,
Ziegler
(1.)
,
Strohdiek
(1.)

Spieldaten

RB Leipzig       SC Paderborn 07
Tore 2 : 1 Tore
 
Torschüsse 11 : 14 Torschüsse
 
gespielte Pässe 605 : 443 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 408 : 255 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 197 : 188 Fehlpässe
 
Passquote 67% : 58% Passquote
 
Ballbesitz 57% : 43% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 42% : 58% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 26 : 22 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 22 : 26 Gefoult worden
 
Abseits 1 : 7 Abseits
 
Ecken 4 : 3 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
17.08.2014 18:30 Uhr
Stadion:
Red Bull Arena, Leipzig
Zuschauer:
24348
Schiedsrichter:
Harm Osmers (Hannover)

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