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Eintracht Trier

Eintracht Trier

0
:
2

Halbzeitstand
0:0
SC Freiburg

SC Freiburg


EINTRACHT TRIER
SC FREIBURG
15.
30.
45.









60.
75.
90.













Freiburg hat in Trier viel Mühe - Mehmedi verletzt

Eiskalter Schuster löst den Knoten

Nach einer enttäuschenden ersten Halbzeit zog Bundesligist SC Freiburg gegen Eintracht Trier gerade noch einmal den Kopf aus der Schlinge und buchte dank eines 2:0-Sieges (Tore: Schuster und Guedé) das Ticket für die zweite Pokalrunde. Im ersten Durchgang wurde der Drei-Klassen-Unterschied kaum ersichtlich, die Moselstädter begegneten dem Favoriten durch ein leidenschaftliches Auftreten und mannschaftlicher Geschlossenheit mindestens auf Augenhöhe. Dann entwischte Youngster Philipp seinem Gegenspieler - und leitete damit das Weiterkommen der Breisgauer ein.

Streich überrascht

Auf Seiten von Eintracht Trier sah Trainer Peter Rubeckgegenüber dem ersten Saisondreier in der Regionalliga Südwest beim FC Homburg (2:0) keinen Wechselbedarf. Der große Ausverkauf beim SC Freiburg blieb in diesem Sommer aus, auch wenn Leistungsträger wie Baumann (nach Hoffenheim) und Ginter (nach Dortmund) nicht im Breisgau gehalten werden konnten. Bei eigenen Einkäufen legte der SCF den Fokus darauf, den Kader in der Breite zu verstärken. Dadurch wurde der Konkurrenzkampf um die elf Startplätze angeregt. Bei der Pflichtspielpremiere im Pokal erhielt Mielitz (aus Bremen) den Vorzug vor Bürki (von den Grasshoppers Zürich), in der Abwehrzentrale hatte Kempf (aus Frankfurt) gegenüber Mitrovic (von Benfica) die Nase vorn. In der Offensive kam der 20-Jährige Philipp überraschend zum Zug.

Von einem Drei-Klassen-Unterschied war von Anpfiff weg schlichtweg nichts zu sehen. Die Hausherren warfen viel Leidenschaft und Kampfgeist in die Zweikämpfe, ließen den Freiburgern kaum Luft zum Atmen und erstickten deren Ansätze von Offensivfußball oft schon im Keim. Die Breisgauer fanden kein probates Mittel, überhaupt in die gefährliche Zone einzudringen. Einmal spielten die Gäste aber doch ihre individuelle Qualität aus: Mehmedi vernaschte durch eine Finte im Zentrum zwei Gegenspieler, chippte dann auf Schmid hindurch, der das Leder per Hacke mitnahm und dann volley abzog. Reisacher verhinderte per Fußabwehr den Einschlag (7.).

Jonathan Schmid (li.)
Oft nur zweiter Sieger mit seinem SC Freiburg: Jonathan Schmid (li.).
© dpaZoomansicht

Kombinationsfußball? Fehlanzeige!

Ansonsten verbuchten die Breisgauer keine nennenswerten Torabschlüsse, weil aus dem Mittelfeld heraus keine Ideen kamen und Stürmer Mehmedi, immerhin WM-Fahrer und -Torschütze, völlig in der Luft hing. Auch die schnellen Außen Schmid und Klaus fanden kaum Zugriff zum Spiel, waren mit fortlaufender Dauer des ersten Durchgangs sogar mehr mit Defensivarbeit beschäftigt.

Auch wenn die Torgelegenheiten der Eintracht der Marke Zufallsprodukt angehörten, hätte die SVE durchaus in Front gehen können. Nach einem weiten Einwurf setzte Anton das Leder zu hoch an (20.), dann profitierte Sautner von der Freiburger Desorientiertheit, scheiterte aber per Drehschuss am stark parierenden Mielitz (23.). Beim darauffolgenden Eckball rechtfertigte der Keeper seinen Einsatz ein weiteres Mal, indem er einen Buchner-Kopfball sehenswert parierte.

Kempfs Hammer - Mehmedis Ende

Weil das spielerische Element auf Seiten der Streich-Elf völlig auf der Strecke blieb, wagte sich der frischgebackene U-19-Europameister Kempf auf eigene Faust nach vorne. Ungestört hämmerte der Verteidiger aus der zweiten Reihe drauf und brachte das Gebälk zum Wackeln (32.). Kein Weckruf für den SCF, dessen Spiel weiter lethargisch blieb. Daran konnte Mehmedi in jedem Fall nichts mehr ändern, der Stürmer musste noch vor dem Pausenpfiff verletzungsbedingt durch Guedé ausgetauscht werden (43.). Später wurde klar: Es handelte sich um muskuläre Probleme.

Philipp kaum zu bremsen

Nach Wiederanpfiff rückte der zuvor völlig blass gebliebene Youngster Philipp in den Mittelpunkt, als er Gegenspieler Hollmann im Strafraum entwischte. Der Verteidiger wusste sich anschließend nur noch mit einem Foul zu helfen - Elfmeter! Kapitän Schuster übernahm die Verantwortung und netzte sicher ein - 1:0 (51.). Triers Coach Rubeck gab seinen Unmut über die Entscheidung offenbar lautstark kund, dass er von Referee Robert Kampka auf die Tribüne verwiesen wurde (52.).

Guedé verdoppelt

Der Treffer spielte den Freiburgern natürlich in die Karten: Trier musste mehr Risiko eingehen, wodurch die Breisgauer zwangsläufig mehr Platz im Mittelfeld erhielten. Davon machte Freiburg vorerst allerdings keinen Gebrauch, sondern war darum bedacht, Ruhe und Ordnung in die Partie zu bringen. Beim SVE schwanden allmählich die Kräfte, um in den Zweikämpfen dagegenzuhalten. Beispiel gefällig? Nach Sorgs Einwurf von der rechten Seite in den Strafraum leitete Hollmann das Leder unglücklich auf Schmid weiter, der einen Gegenspieler relativ mühelos stehen ließ und dann frei vor Reisacher abschloss. Der Keeper rettete zunächst mit einer starken Parade, konnte gegen Nutznießer Guedé aber nicht mehr eingreifen - 2:0 (68.).

Den Hausherren ging nach dem zweiten Treffer endgültig die Puste aus, um sich gegen das drohende Pokal-Aus noch einmal aufzubäumen. Zwar sendete Pozder per Schuss, den Mielitz um den Pfosten lenkte, noch ein Lebenszeichen (83.), der Anschlusstreffer sollte allerdings nicht mehr gelingen.

Trier tritt am Freitag um 19.30 Uhr in der Regionalliga Südwest bei Astoria Walldorf an. Freiburg gastiert zum Bundesliga-Auftakt am Samstag um 15.30 Uhr bei Eintracht Frankfurt.

DFB-Pokal, 2014/15, 1. Runde
Eintracht Trier - SC Freiburg 0:2
Eintracht Trier - SC Freiburg 0:2
Blick nach oben

SVE-Coach Peter Rubeck
© picture alliance

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Eintracht Trier
Aufstellung:
Thelen    
Hollmann    
Zittlau    
Garnier        
Zeric        
C. Anton    
Sautner        

Einwechslungen:
61. Pozder für Garnier
72. B. Becker für Sautner
78. Dündar     für Zeric

Trainer:
Rubeck
SC Freiburg
Aufstellung:
Sorg
Krmas    
Kempf
Schuster        
Frantz
Klaus    
Philipp    
Schmid
Mehmedi    

Einwechslungen:
43. Guedé     für Mehmedi
74. Kerk für Philipp
81. Freis für Klaus

Trainer:
Streich

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Schuster (51., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Philipp)
0:2
Guedé (68., Rechtsschuss, Schmid)
Gelbe Karten
Trier:
Garnier
(1. Gelbe Karte)
,
Zeric
(1.)
,
Sautner
(1.)
,
Hollmann
(1.)
,
C. Anton
(1.)
,
Dündar
(1.)
,
Thelen
(1.)
Freiburg:
Krmas
(1. Gelbe Karte)

Spieldaten

Eintracht Trier       SC Freiburg
Tore 0 : 2 Tore
 
Torschüsse 13 : 14 Torschüsse
 
gespielte Pässe 253 : 495 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 145 : 389 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 108 : 106 Fehlpässe
 
Passquote 57% : 79% Passquote
 
Ballbesitz 35% : 65% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 42% : 58% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 30 : 17 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 17 : 29 Gefoult worden
 
Abseits 2 : 2 Abseits
 
Ecken 2 : 7 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
17.08.2014 16:00 Uhr
Stadion:
Moselstadion, Trier
Zuschauer:
5292
Schiedsrichter:

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