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Chemnitzer FC

Chemnitzer FC

5
:
4

im Elfmeterschiessen
5:5 (3:3,0:1)
1. FSV Mainz 05

1. FSV Mainz 05


CHEMNITZER FC
1. FSV MAINZ 05
15.
30.
45.






60.
75.
90.















 
105.

120.















 

Chemnitz schießt Mainz aus dem Pokal raus

10:9! Fink setzt dem Wahnsinn die Krone auf

Dem Chemnitzer FC ist die erste Überraschung des DFB-Pokals gelungen. In einer schon jetzt epischen Partie bezwang der Drittliga-Spitzenreiter den 1. FSV Mainz 05 mit 10:9 nach Elfmeterschießen. Die Sachsen rannten dabei gleich zwei Mal einem Rückstand hinterher und gingen in der Verlängerung ebenso oft in Führung. Der Mainzer Geis hatte die Nullfünfer in letzter Sekunde aus der eigenen Hälfte ins Elfmeterschießen gehievt, doch dort zogen die Rheinhessen den Kürzeren und schieden binnen weniger Tage aus dem zweiten Pokalwettbewerb aus.

Perfekt gezielt: Niki Zimling (li.) trifft per feinem Distanzschuss zur Mainzer Führung.
Perfekt gezielt: Niki Zimling (li.) trifft per feinem Distanzschuss zur Mainzer Führung.
© Picture AllianceZoomansicht

Personell stellte Chemnitz' Coach Karsten Heine gegenüber dem 2:1-Auswärtssieg bei Fortuna Köln einmal um: Kehl-Gomez vertrat Mauersberger. Bei den Gästen aus Mainz warf Trainer Kasper Hjulmand nach dem 1:3 bei Asteras Tripolis die Rotationsmaschine an und wechselte auf fünf Positionen. Die Neuzugänge Djuricic und Jara sowie Zimling, Saller und Junior Diaz ersetzten Malli, Moritz, Baumgartlinger, Geis und den etatmäßigen Kapitän Noveski, der verletzungsbedingt nicht im Kader stand und von Bell vertreten wurde.

Die Mainzer waren im Stadion an der Gellerstraße erwartungsgemäß das Team, das mehr Ballbesitz hatte, und versuchte dem Spiel frühzeitig seinen Stempel aufzudrücken. Die Hjulmand-Elf war bemüht, schnell nach vorne umzuschalten, doch sie leistete sich im Passspiel zu viele Ungenauigkeiten, sodass es lediglich bei ersten Versuchen blieb. Der Drittliga-Spitzenreiter aus Chemnitz lauerte dagegen vermehrt auf Kontergelegenheiten über den schnellen Ofosu. Erste Abschlüsse aus der Distanz verzeichneten Okazaki (5.) und Koo (9.) für den Bundesligisten und Türpitz (10.) für die Himmelblauen.

Zimling nutzt Stenzels Fehler

Ein Klassenunterschied war bis hierhin kaum zu erkennen, weil es die Chemnitzer verstanden, Mainz zu Fehlern zu zwingen und selbst den einen oder anderen Gegenangriff zu starten. Ein eigener Patzer war es dann aber, der den Bundesligisten in Führung brachte: Zimling schlenzte einen Fehlpass von Stenzel mit seinem rechten Fuß aus etwa 20 Metern unhaltbar ins linke Eck (24.).

Für die Chemnitzer Pokaleuphorie war der Gegentreffer ein heftiger Schlag. Die Heine-Schützlinge agierten in der direkten Folge verunsichert und fanden nicht mehr zum starken Spiel aus den ersten Minuten zurück. Lediglich nach einem Fink-Freistoß hatte der CFC durch Conrad noch einmal eine Chance, die der Rechtsverteidiger aber nicht zu nutzen wusste (35.). Ohne weitere Offensivglanzpunkte zu setzen kontrollierten die Mainzer, die defensiv nicht immer sattelfest standen, aber auch nur selten geprüft wurden, bis zum Pausenpfiff das Geschehen.

Ohne personelle Veränderungen, dafür aber mit einer richtig guten Torchance startete der zweite Durchgang. Jara lud Kehl-Gomez ein, doch der Schweizer verzog aus 16 Metern (46.). Auf der Gegenseite zeigte Okazaki, wie man es macht, und verwandelte nach präzisem Zuspiel von Djuricic frei vor Pentke (49.). Der Favorit führte somit mit zwei Toren, doch aufstecken wollten die Himmelblauen weiß Gott nicht.

Zweimal Fink binnen 180 Sekunden

Ausgleich! Anton Fink trifft mit seinem trockenen Schuss zum zwischenzeitlichen 2:2.
Ausgleich! Anton Fink trifft mit seinem trockenen Schuss zum zwischenzeitlichen 2:2.
© Picture AllianceZoomansicht

Im Gegenteil: Binnen drei Minuten egalisierte der Drittligist sogar den Spielstand. Zunächst traf Fink nach einem kurz ausgeführten Lais-Freistoß mit einem sehenswerten Distanzschuss aus 25 Metern (50.). Okazaki verpasste es daraufhin, den alten Abstand wieder herzustellen, sodass Fink im direkten Gegenzug - verfolgt von zwei Gegenspielern - aus spitzem Winkel kraftvoll einnetzte (53.).

Chemnitz hatte jetzt eine richtig breite Brust, doch die Nullfünfer zeigten sich davon unbeeindruckt und spielten stattdessen selbst weiter nach vorne. Dabei ließ Okazaki gleich zweimal die erneute Führung - teils fahrlässig - liegen: Erst traf der Japaner, nachdem er Keeper Pentke bereits umkurvt hatte, das leere Tor nicht (58.), dann scheiterte er im Eins-gegen-Eins per Lupfer an der Latte (66.). Wenig später parierte Pentke auch noch gegen Brosinski (70.). Erst Koo, der den Ball nach Brosinskis Ablage sehenswert über den CFC-Keeper hinweg ins Tor schlenzte, brach den Bann und sorgte für die erneute Mainzer Führung (73.).

Der CFC hatte somit noch eine gute Viertelstunde Zeit, um noch einmal zurückzukommen und sich doch noch in die Verlängerung zu retten. Und tatsächlich: Drei Minuten vor dem Ende war es der eingewechselte Hofrath, der links scharf in den Strafraum flankte und davon profitierte, dass der ebenfalls eingewechselte Bungert den Ball unfreiwillig ins eigene Tor abfälschte (87.) - Verlängerung.

Ziereis nickt freistehend ein - Bungert gleicht sein Eigentor aus

In dieser wirkten die Rheinhessen frischer, doch Chemnitz warf defensiv alles in die Waagschale und verteidigte mit Mann und Maus. Offensiv ging auch nicht wirklich viel bei der Heine-Elf, ehe Garbuschewski auf dem rechten Flügel einen Doppelpass spielte und dann eine maßgenaue Flanke ins Zentrum schlug. Dort stand Ziereis komplett blank und nickte zur Führung der Sachsen ein (103.).

Konnten sich die Mainzer, die eine 2:0- und 3:2-Führung verspielt hatten, noch einmal aufrappeln und zumindest das Elfmeterschießen erreichen? Ja, sie konnten es. Nach einem Geis-Freistoß traf Bungert, der Chemnitz durch sein Eigentor erst in die Verlängerung gebracht hatte, per Kopf zum 4:4 (109.). Keeper Pentke machte dabei keine glückliche Figur.

Geis in letzter Sekunde aus der eigenen Hälfte

Marcel Hofrath
Der Jubel kannte keine Grenzen mehr: Marcel Hofrath und der CFC besiegen den FSV Mainz 05.
© Picture Alliance

Alles deutete auf ein Elfmeterschießen hin, ehe Kehl-Gomez nach Vorarbeit von Garbuschewski zum 5:4 traf (119.). Die Sensation war zum Greifen nahe, Chemnitz musste nur noch 120 Sekunden Nachspielzeit überstehen. Pentke schlug den Ball ein letztes Mal aus der Gefahrenzone, doch der Ball landete bei Geis, der den Bumerang aus der eigenen Hälfte zurückschickte und genau in die Maschen traf - 5:5, Elfmeterschießen (120. +2).

Im Elfmeterschießen machte Geis gleich den Anfang und traf auch aus elf Metern. Garbuschewski, Koo und Türpitz zogen unisono nach. Bei Jaras Strafstoß war Pentke dann zur Stelle und fischte die Kugel aus dem linken Torwarteck. Da sich kein weiterer Sachse eine Blöße gab, war nach Finks finalem Schuss die Sensation perfekt.

Der CFC empfängt am Sonntag, dem 24. August, den MSV Duisburg, für Mainz beginnt der Alltag Bundesliga am gleichen Tag. Die Rheinhessen reisen zum Aufsteiger aus Paderborn.

DFB-Pokal, 2014/15, 1. Runde
Chemnitzer FC - 1. FSV Mainz 05 5:4
Chemnitzer FC - 1. FSV Mainz 05 5:4
Unter Druck

Für den dänischen Trainer des 1. FSV Mainz 05, Kasper Hjulmand, und seine Elf geht es in Chemnitz um Wiedergutmachung.
© imago

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15.08.14
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Chemnitzer FC
Aufstellung:
Pentke
Conrad
Endres
Poggenberg        
Lais    
Ofosu    
Kehl-Gomez    
A. Fink            

Einwechslungen:
68. Garbuschewski     für Lais
76. Hofrath     für Ofosu
83. Ziereis     für Poggenberg

Trainer:
Heine
1. FSV Mainz 05
Aufstellung:
Karius
Bell    
Jara
Zimling        
Saller    
Djuricic    
Koo    
Okazaki    

Einwechslungen:
60. Malli für Djuricic
68. Bungert     für Saller
74. Geis         für Zimling

Trainer:
Hjulmand

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Zimling (24., Rechtsschuss)
0:2
Okazaki (49., Rechtsschuss, Djuricic)
1:2
A. Fink (50., Rechtsschuss, Lais)
2:2
A. Fink (53., Rechtsschuss, Kehl-Gomez)
2:3
Koo (73., Rechtsschuss, Brosinski)
3:3
Bungert (87., Eigentor, Rechtsschuss, Hofrath)
4:3
Ziereis (103., Kopfball, Garbuschewski)
4:4
Bungert (109., Kopfball, Geis)
5:4
Kehl-Gomez (119., Linksschuss, Garbuschewski)
5:5
Geis (120. + 2, Rechtsschuss)
 
Elfmeterschießen
0:1
Geis (verwandelt)
1:1
Garbuschewski (verwandelt)
1:2
Koo (verwandelt)
2:2
Türpitz (verwandelt)
2:2
Jara (nicht verwandelt)
3:2
Hofrath (verwandelt)
3:3
J.-H. Park (verwandelt)
4:3
Kehl-Gomez (verwandelt)
4:4
Brosinski (verwandelt)
5:4
A. Fink (verwandelt)
Gelbe Karten
Chemnitz:
Poggenberg
(1. Gelbe Karte)
,
Hofrath
(1.)
,
Garbuschewski
(1.)
Mainz:
Geis
(1. Gelbe Karte)

Spieldaten

Chemnitzer FC       1. FSV Mainz 05
Tore 5 : 5 Tore
 
Torschüsse 11 : 23 Torschüsse
 
gespielte Pässe 364 : 662 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 206 : 515 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 158 : 147 Fehlpässe
 
Passquote 57% : 78% Passquote
 
Ballbesitz 36% : 64% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 49% : 51% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 22 : 22 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 22 : 22 Gefoult worden
 
Abseits 2 : 8 Abseits
 

Spielinfo

Anstoß:
15.08.2014 19:00 Uhr
Stadion:
Stadion an der Gellertstraße, Chemnitz
Zuschauer:
10287
Schiedsrichter:
Patrick Ittrich (Hamburg)