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Hertha BSC

Hertha BSC

0
:
2

nach Verlängerung
0:0 (0:0)
Bor. Mönchengladbach

Bor. Mönchengladbach


HERTHA BSC
BOR. MÖNCHENGLADBACH
15.
30.
45.

60.
75.
90.





105.



120.




Hubnik sieht die Rote Karte

De Camargos Schauspieleinlage bringt die Fohlen auf Kurs

Gladbachs Coach Lucien Favre erlebte eine glückliche Rückkehr an alte Wirkungsstätte - zumindest vom Ergebnis her. Denn das Weiterkommen der Borussia in Berlin kam auf äußerst fragwürdige Weise zustande. Nach 90 Minuten, in denen die Hertha mehr vom Spiel hatte, sorgte ein herausgeschundener Foulelfmeter von de Camargo für die Entscheidung.

Mike Hanke (li.), Patrick Ebert
Kampf um den Ball: Mike Hanke (li.) und Patrick Ebert.
© Getty ImagesZoomansicht

Herthas Trainer Michael Skibbe konnte im Vergleich zur jüngsten 0:1-Niederlage gegen Hannover 96 wieder auf Raffael (für Ramos) und Mijatovic (für Neumann) zurückgreifen, die gegen die Niedersachsen gesperrt waren. Bei Borussia Mönchengladbach gab es nach dem torlosen Remis in Wolfsburg keine personellen Änderungen. Brouwers spielte erneut in der Innenverteidigung für Stranzl (Grippe).

Beide Teams starteten abwartend in die Partie, wobei die Berliner etwas mehr Mut im Spiel nach vorne zeigten, als die sehr passiv agierende Borussia. Torgelegenheit waren so in der Anfangsphase absolute Mangelware. Nach 18 Minuten wurde Lasogga in der Strafraummitte erst in letzter Sekunde der Ball weggespitzelt - es war die erste ernsthafte Strafraumszene des Spiels.

Sogar bis zur 30. Minute dauerte es bis zur ersten guten Chance des Spiels: Nach einem Fehlpass von Brouwers kam schließlich Raffael halblinks im Strafraum zum Abschluss, traf aber nur das Außennetz. Wenig später tauchte Lasogga nach gelungener Kombination über Raffael und Ebert halblinks frei im Gladbacher Sechzehner auf. Doch auch der Stürmer traf aus spitzem Winkel nur das Außennetz (37.).

Die Favre-Elf dagegen konnte im ersten Abschnitt keine gute Torgelegenheit herausspielen. Reus und die Offensive der Borussia befand sich bei der aufmerksam verteidigenden Abwehr in der Hauptstädter in guten Händen.

Niemeyer trifft nur den Pfosten

In den ersten Minuten nach dem Seitenwechsel präsentierte sich die Borussia etwas angriffslustiger. Doch während der VfL auch in dieser kurzen Phase kaum Torgefahr erzeugte, wurde die Hertha mit ihren ersten Offensivaktionen im zweiten Durchgang sofort gefährlich.

In der 61. Minuten traf Niemeyer mit einem Schuss vom Strafraumrand - schön vorbereitet von Raffael - nur den rechten Pfosten. Eine Minute später zwang Morales ter Stegen zu einer Glanzparade (62.). Erst in der Schlussphase kam plötzlich die "Fohlenelf" doch noch mal auf. Der eingewechselte de Camargo scheiterte mit der ersten hochkarätigen Chance für Gladbach aber am Fünfmeterraum an Kraft (78.).

Kurz darauf verpasste Hanke nach Hereingabe von der linken Seite am Fünfmeterraum nur ganz knapp (80.). Der VfL blieb bis zum Schlusspfiff aktiver, aber Berlin hatte durch Ronny, der über den Ball schlug, und Ottl zwei Schusschancen (89.), ehe es in die Verlängerung ging.

Dr. Felix Brych (vo.), Roman Hubnik (re.)
Fehlentscheidung: Roman Hubnik wird von Dr. Felix Brych des Feldes verwiesen.
© Getty ImagesZoomansicht

De Camargos filmreifer Auftritt

Nach zwei kleineren Chancen für Hanke (94., 96.) führte ein harter Zweikampf zwischen Hubnik und de Camargo zu einer Fehlentscheidung von Schiedsrichter Brych. Der tschechische Innenverteidiger beschwerte sich beim Belgier vehement über dessen vermeintlich hartes Einsteigen. De Camargo täuschte dabei einen Kopfstoß Hubniks vor und ließ sich theatralisch fallen. Brych entschied auf Rot und Foulelfmeter für Gladbach, den Daems eiskalt verwandelte (101.).

Trotz der Hereinnahme von Ramos für Ottl für die zweite Hälfte der Verlängerung gelang es den Berlinern nicht mehr, Druck auf das Tor der nun souverän agierenden Borussia zu machen. Doch in der 119. Minute bot sich plötzlich Ramos die große Chance zum Ausgleich, der Kolumbianer verzog aus zentraler Position aber deutlich. Auf der Gegenseite besorgte schließlich der Schwede Wendt nach einem Konter unmittelbar vor dem Abpfiff die endgültige Entscheidung (120.+2).

Hertha BSC ist am Samstag um 15.30 Uhr in der Bundesliga beim VfB Stuttgart zu Gast, Mönchengladbach empfängt am frühen Samstagabend um 18.30 Uhr den FC Schalke 04.

08.02.12
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hertha BSC
Aufstellung:
Kraft (3) - 
Morales (3) , 
Hubnik (5)    
Mijatovic (4)    
Kobiashvili (3)    
Ottl (3,5)    
Niemeyer (3) - 
Ebert (4)    
Lustenberger (4)    
Raffael (3,5) - 

Einwechslungen:
60. Bastians (3) für Lustenberger
80. Ronny (5) für Kobiashvili
106. Ramos für Ottl

Trainer:
Skibbe
Bor. Mönchengladbach
Aufstellung:
ter Stegen (3) - 
Jantschke (3) , 
Brouwers (4) , 
Dante (3)    
Daems (3)        
Nordtveit (3) , 
Neustädter (3,5) - 
Herrmann (4,5)    
Arango (4) - 
Reus (4)    
Hanke (4)    

Einwechslungen:
70. de Camargo (5)     für Herrmann
116. Marx für Reus
120. + 1 Wendt     für Hanke

Trainer:
Favre

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Daems (101., Foulelfmeter, Linksschuss, de Camargo)
0:2
Wendt (120. + 2, Linksschuss, Arango)
Rote Karten
Hertha:
Hubnik
(100., Tätlichkeit, de Camargo)
Gladbach:
-
Gelbe Karten
Hertha:
Ebert
(2. Gelbe Karte)
Gladbach:
Dante
(2. Gelbe Karte)
,
de Camargo
(2.)

Spielinfo

Anstoß:
08.02.2012 19:00 Uhr
Stadion:
Olympiastadion, Berlin
Zuschauer:
47465
Spielnote:  4
taktisch anspruchsvoll, aber fußballerisch mit nur wenigen Höhepunkten.
Chancenverhältnis:
5:4
Eckenverhältnis:
6:2
Schiedsrichter:
Dr. Felix Brych (München)   Note 6
seine katastrophale Entscheidung entschied das Spiel, als er auf de Camargos Schauspieleinlage herein fiel. Zudem mit gravierenden Schwächen in der Beurteilung von Zweikämpfen.
Spieler des Spiels:
Filip Daems
Als es darauf ankam, übernahm er die Verantwortung und verwandelte den Elfmeter eiskalt.