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VfL Bochum

VfL Bochum

1
:
2

Halbzeitstand
1:0
Bayern München

Bayern München


VFL BOCHUM
BAYERN MÜNCHEN
15.
30.
45.



60.
75.
90.









Der VfL liefert dem Rekordpokalsieger einen echten Pokalfight

Robben sichert in der Nachspielzeit das Viertelfinale

Während der FC Bayern in der ersten Hälfte mit viel Ballbesitz und wenig Chancen glänzte, gaben die Heynckes-Schützlinge im zweiten Durchgang richtig Gas. Minutenlang schwammen die Bochumer im eigenen Strafraum. Sie wehrten sich bis in die Nachspielzeit, ehe einer der wenigen Stellungsfehler des VfL die Entscheidung zu Gunsten der Bayern brachte.

Beschäftigte immer gleich mehrere Bochumer Verteidiger: Franck Ribery
Beschäftigte immer gleich mehrere Bochumer Verteidiger: Franck Ribery
© picture-allianceZoomansicht

Der VfL qualifizierte sich mit einem 4:1-Erfolg in Unterhaching für das Achtelfinale. Bochums Trainer Andreas Bergmann war mit der Vorstellung seiner Elf am vergangenen Zweitligaspieltag mit einem 2:0-Sieg beim FSV Frankfurt zufrieden. Genau die gleichen elf Spieler sollten es gegen den großen Favoriten richten. Ein lockerer 6:0-Erfolg gegen Ingolstadt brachte den Rekordpokalsieger eine Runde weiter. Bayern-Coach Jupp Heynckes wechselte nach dem 3:0-Sieg gegen Köln am vergangenen Bundesligaspieltag auf drei Positionen. Müller fiel mit einer Oberschenkelverhärtung aus, dazu mussten Rafinha und Gomez auf die Bank. Dafür begannen Rafinha, Luiz Gustavo und Olic.

Mit viel Einsatz stürzten sich die Bochumer in dieses Achtelfinale. Mit viel Laufarbeit, immer wieder den ballführenden Bayern-Spieler doppelnd, versuchten sie dem Favoriten Paroli zu bieten. Diese, sehr laufintensive Taktik zeigte zunächst Wirkung beim FC Bayern. Oft wurde der Ball im Mittelfeld hin und her bewegt, ein Loch in der Bochumer Abwehr wollte sich aber nicht auftun.

Die Heynckes-Elf konnte zwar das Spielgeschehen fast aussschließlich in die Bochumer Hälfte verlagern, schaffte es aber nicht, sich durch die engmaschige VfL-Abwehr zu spielen. Torwart Luthe hatte, bei allem Aufwand den der Rekordmeister betrieb, nur einen harmlosen Distanzschuss von Luiz Gustavo zu halten (18.).

Anders die Bochumer: Der Zweitligist tat sich zwar anfangs ungeheuer schwer, in der Vorwärtsbewegung Zählbares zu Stande zu bringen. Nach gut 20 Minuten hatte der VfL die erste echte Tormöglichkeit. Kramer kam, dank einer lässigen Bayern-Defensive, nach einem Toski-Freistoß zum Kopfball. Er erwischte das Leder aber nicht richtig, so dass Neuer locker abfangen konnte (23.).

Die Hausherren setzten nach und der Rekordmeister blieb unaufmerksam in der Abwehr. Inui konnte vor dem Strafraum lange die geeignete Anspielstation suchen und fand Aydin mit einem Steilpass. Dieser legte vor dem Tor quer zu Federico, der am zweiten Pfosten den Ball über die Linie drückte (26.).

Die Gäste antworteten auf die Bochumer Führung mit wütenden Angriffen, die aber keinen Erfolg zeitigten. Die Bergmann-Elf verteidigte den eigenen Strafraum mit Zähnen und Klauen. Dies wurde ihnen von den unpräzise agierenden Heynckes-Schützlingen allerdings auch nicht wirklich schwer gemacht.

Zwei Schüsse von außerhalb des Strafraums durch Kroos (31.) und Lahm (34.) blieben bis zur Pause die Highlights des Bayern-Angriffs. Der Rekordpokalsieger merkte offenbar selbst, dass es gegen die aufopferungsvoll verteidigenden Bochumer schwer werden wird. Strittig wurde es in der 41. Minute: Maltritz traf Robben im Sechzehner am Fuß, der Niederländer machte noch einen Schritt und hob dann theatralisch ab. Er bekam Gelb für sein Schauspiel - das Foul zuvor wäre jedoch durchaus elfmeterreif gewesen.

Unmittelbar nach der Pause reagierte Jupp Heynckes und brachte mit Gomez und Alaba für Olic und Luiz Gustavo frische Kräfte.

Diese Maßnahme zeigte bereits Sekunden nach dem Wiederanpfiff Wirkung. Ribery ließ auf der linken Seite den ebenfalls gerade eingewechselten Freier stehen und tauchte frei vor Luthe auf. Dieser konnte mit einem Reflex zur Ecke klären und hatte Sekunden später Glück, als Boateng an die Latte köpfte (47.).

Die Gäste hatten jetzt aber die Oberhand endgültig gewonnen. Pausenlos stand die Abwehr der Hausherren unter Druck. Dies ging nicht lange gut. Von halblinks kommend kombinierten sich Kroos und Gomez durch die Reihen der Bochumer. Schließlich kam Kroos zehn Meter vor Luthes Kasten zum Schuss und ließ dem Keeper keine Abwehrchance (52.).

Die Bayern setzten sofort nach. Mit Glück und Geschick überstanden Luthe und seine Vorderleute diese extreme Druckphase der Heynckes-Elf. In der 61. Minute eröffnete sich sogar eine weitere Torchance für den VfL. Der eingewechselte Ginczek trieb bei einem Konter den Ball bis zur Strafraumgrenze und prüfte Neuer mit einem halbhohen Schuss. Dieser klärte sicher zur Ecke.

Diese Szene sorgte für steigendes Selbstvertrauen bei der Heimmannschaft. Die Bochumer konnten sich aus der ganz großen Umklammerung befreien. Bei allem Kampfeswillen waren sie aber zu selten in der Lage, das Tor von Neuer in Gefahr zu bringen. Anders die Bayern: Der Rekordmeister blieb ständig gefährlich. Gomez und Ribery stellten die Bochumer Abwehr immer wieder vor große Aufgaben. Diese konnten bis zur Schlussminute mit Glück und Geschick ihr Tor vor weiterem Flurschaden jedoch bewahren.

Als alle schon mit der Verlängerung gerechnet hatten führte einer der seltenen Fehler der Bochumer zur Entscheidung. Ein kopfloser Querpass von Dabrowski wurde von Lahm im Mittelfeld aufgenommen. Der Bayern-Kapitän schickte sofort Ribery auf die Reise, der, im Strafraum angekommen, den freien Robben bediente. Dieser nutzte den Stellungsfehler trocken aus und ließ Luthe keine Abwehrmöglichkeit (90.+1.).

In den verbleibenden zwei Minuten waren die konsternierten Bochumer nicht mehr in der Lage zu antworten, traten aber trotzdem zur Ehrenrunde bei ihren Fans an, während die Bayern zu Recht jubelten.

Für den VfL Bochum beginnt die Rückrunde der 2.Bundesliga am Sonntag, dem 5. Februar (13.30 Uhr) gegen Rostock. Die Bayern müssen in der Bundesliga bereits am Freitag, 20. Januar (20.30 Uhr) in Mönchengladbach ran. Die nächste Runde im DFB-Pokal findet am 7./8. Februar statt.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

VfL Bochum
Aufstellung:
Luthe (3) - 
Kopplin (3,5) , 
Maltritz (3,5) , 
Acquistapace (4) , 
Toski (3,5)        
Kramer (3,5)    
Federico (3,5)        
Dabrowski (3,5)    
Inui (3) - 
Chong Tese (4,5) , 
Aydin (4)

Einwechslungen:
46. Freier (3,5) für Toski
58. Ginczek (3,5) für Federico

Trainer:
Bergmann
Bayern München
Aufstellung:
Neuer (3) - 
J. Boateng (4)    
van Buyten (5)    
Badstuber (3) , 
Lahm (2)    
Tymoshchuk (4) , 
Luiz Gustavo (4)    
Robben (3,5)        
T. Kroos (2)    
F. Ribery (2) - 
Olic (4,5)    

Einwechslungen:
46. Gomez (3,5) für Olic
46. Alaba (3,5) für Luiz Gustavo
68. Rafinha für J. Boateng

Trainer:
Heynckes

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Federico (26., Linksschuss, Aydin)
1:1
T. Kroos (52., Rechtsschuss, Gomez)
1:2
Robben (90. + 1, Linksschuss, F. Ribery)
Gelbe Karten
Bochum:
Toski
(1. Gelbe Karte)
,
Kramer
(2.)
Bayern:
Robben
(1. Gelbe Karte)
,
van Buyten
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
20.12.2011 19:00 Uhr
Stadion:
Rewirpower-Stadion, Bochum
Zuschauer:
29299 (ausverkauft)
Spielnote:  3,5
spannend, aber nicht immer spielerisch hochwertig.
Chancenverhältnis:
2:8
Eckenverhältnis:
1:7
Schiedsrichter:
Michael Weiner (Hasede)   Note 3
mehrere kleine Fehler bei der Beurteilung von Zweikämpfen. Dass er beim unabsichtlichen Handspiel von Tymoshchuk nicht auf Elfmeter entschied (37.), war vertretbar.
Spieler des Spiels:
Franck Ribery
Ständig in hohem Tempo auf Achse, bei seinen Dribblings kaum zu stoppen, fädelte zudem präzise den Siegtreffer ein.

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