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Fortuna Düsseldorf

Fortuna Düsseldorf

4
:
5

im Elfmeterschiessen
0:0 (0:0,0:0)
Borussia Dortmund

Borussia Dortmund


FORTUNA DÜSSELDORF
BORUSSIA DORTMUND
15.
30.
45.


60.
75.
90.








 
105.
120.










 

Trotz Unterzahl, Dortmund siegt in Düsseldorf

Weidenfeller entscheidet das Nervenspiel

Trotz beinahe einer gesamten Spieldauer in Überzahl ist Fortuna Düsseldorf durch ein 4:5 i.E. gegen Borussia Dortmund aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Zwar investierten die Gastgeber nach Owomoyelas Platzverweis viel, ließen gegen über weite Strecken auch zu zehnt gut organisierte Dortmunder aber die nötige Durchschlagskraft vermissen. Am Ende musste also das Elfmeterschießen die Entscheidung bringen. Dort behielt der BVB die Nerven, während Bröker an Weidenfeller scheiterte.

Frühe Schwächung: Schiedsrichter Manuel Gräfe zeigt Dortmunds Owomoyela (li.) bereits nach 34 Minuten die Ampelkarte
Frühe Schwächung: Schiedsrichter Manuel Gräfe zeigt Dortmunds Owomoyela (li.) bereits nach 34 Minuten die Ampelkarte.
© getty imagesZoomansicht

Düsseldorfs Trainer Norbert Meier vertraute derselben Elf wie bei der 2:3-Niederlage gegen Paderborn. BVB-Coach Jürgen Klopp hatte nach dem 4:1-Sieg in Freiburg dagegen zwei weitere Ausfälle zu kompensieren. Schmelzer (muskuläre Probleme) sowie Santana (Teilabriss des Außenbandes im Sprunggelenk) konnten nicht mitwirken. Löwe und Owomoyela kamen von Beginn an zum Einsatz.

Ausverkauftes Haus, eine bärenstarke Hinrunde, für Düsseldorf kein Grund gegen den deutschen Meister aus Dortmund sehenden Auges ins Verderben zu rennen. Auf Konter lauernd zog sich der Tabellenführer der 2. Liga zunächst zurück und überließ Dortmund den Spielaufbau. Optisch präsentierte sich der BVB deshalb überlegen, allein die zündende Idee im Angriff wollte den Gästen zu Beginn einfach nicht einfallen. Einzig zwei kaum druckvolle Kopfbälle von Barrios (4.) und Lewandowski (9.) riefen Fortunen-Keeper Ratajczak auf den Plan, der jedoch sicher parierte.

Beinahe 20 Minuten benötigten die Gastgeber, um ihren Respekt vor dem "großen" Gegner abzulegen. Lukimyas wuchtiger Distanzschuss, der nur knapp über den Querbalken strich (19.), fungierte dabei als Knotenlöser. In der Folge agierte Düsseldorf mutiger und beschäftigte Dortmund zusehends in der Defensive. Erst Lambertz (27.), dann Beister (29.) nährten sich dem Gäste-Gehäuse an, zum Torerfolg genügten die Abschlüsse aus jeweils gut 16 Metern jedoch nicht.

Insbesondere das schnelle Umschaltspiel der Gastgeber setzte dem BVB nun deutlich zu. So auch als Rösler sich links auf die Reise machte. Ausgerechnet der zuvor nach einem taktischen Foul an Bröker bereits verwarnte Owomoyela kam einen Schritt zu spät und bezahlte sein Einsteigen mit Gelb-Rot (34.). Beinahe wäre die Borussia sogar doppelt bestraft worden, doch Weidenfeller entschärfte Röslers gefährlichen Freistoß direkt im Anschluss (36.).

Zunächst wussten die Düsseldorfer ihre zahlenmäßige Überlegenheit allerdings nicht gewinnbringend zu nutzen. In der Schlussphase der ersten Hälfte spielte sich das Geschehen über weite Strecken im Mittelfeld ab. Einzig Lewandowskis schönes Zuspiel auf Barrios ließ die Fortunen noch einmal den Atem anhalten. Lukimya ließ sich vom Paraguayer aber nicht abschütteln und bereinigte die Situation (45.).

Lambertz hatte sich offenbar vorgenommen, den zweiten Durchgang mit einem Paukenschlag zu eröffnen. Direkt nach Wiederbeginn nahm der Düsseldorfer Kapitän Maß, scheiterte aus der Distanz aber am aufmerksamen Weidenfeller (46.). Der Treffer blieb der Meier-Elf zwar verwehrt, richtungsweisend war die Gelegenheit aber dennoch. Dortmund hatte nun bisweilen arge Probleme im Spielaufbau, leistete sich einige schnelle Ballverluste, während die Gastgeber deutlich die Intensität erhöhten.

Allerdings spielten die Fortunen ihre Angriffe zu selten wirklich konsequent zu Ende. Gerade im Sturmzentrum gaben sie das Leder zu schnell her. Als Rösler nach Beisters Vorarbeit den etwas weit vor seinem Kasten postierten Weidenfeller mit einem sehenswerten Heber zu überlisten versuchte, sorgte der Zweitligist dennoch für das nächste Highlight. Die Belohnung in Form der Führung blieb jedoch aus (56.).

In der Folge brachte der BVB wieder etwas mehr Ruhe in seine Aktionen und somit auch ins Geschehen. Zudem wirkte Düsseldorf ob des bis dahin betriebenen Aufwands ein wenig müde, der Druck der Gastgeber ließ merklich nach. Im Wissen, dass bereits der kleinste Fehler das Aus bedeuten könnte, mieden beide Mannschaften in der Schlussphase das letzte Risiko. Das Resultat? Verlängerung.

Ein Elfmeterschießen wollten die Gastgeber aber offenbar um jeden Preis vermeiden. Die Fortunen investierten viel, für die Höhepunkte war jedoch sowohl auf der einen - Piszczek setzte Dums Flanke per Flugkopfball an den eigenen Pfosten (98.) - als auch auf der anderen Seite, wo Gündogan mit einem schlampigen Pass eine klasse Kontermöglichkeit vergab (101.), der Gast zuständig.

Damit ließen es die Akteure bewenden. Je länger die Verlängerung dauerte, desto besser bekamen die Dortmunder das Geschehen in den Griff, so dass am Ende das Elfmeterschießen die Entscheidung bringen musste. Dort behielten alle Schützen der Borussia die Nerven, während Bröker mit seinem schwach geschossenen Strafstoß an Weidenfeller scheiterte. Kuriosum am Rande: Kapitän Lambertz vergab zunächst, durfte, da Weidenfeller zu weit vor der Linie postiert gewesen war, aber noch einmal antreten und verwandelte im zweiten Versuch sicher.

Düsseldorf gastiert zum Rückrundenauftakt am Samstag, den 4. Februar 2012 (13 Uhr), in Ingolstadt, während die Borussia bereits am Sonntag, den 22. Januar (15.30 Uhr), nach Hamburg reist. Die nächste Pokalrunde steht dann am 7./8. Februar an.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Fortuna Düsseldorf
Aufstellung:
Ratajczak (2,5) - 
Levels (3,5) , 
Lukimya (1,5) , 
Langeneke (2,5) , 
Bodzek (3)    
Lambertz (2)        
Beister (3,5)    
O. Fink (4)    
Rösler (3,5)    

Einwechslungen:
63. Dum (2)     für O. Fink
79. Jovanovic (3,5) für Beister

Trainer:
Meier
Borussia Dortmund
Aufstellung:
Weidenfeller (1)    
Piszczek (4) , 
Owomoyela (5)    
Hummels (1) , 
Löwe (3)    
Gündogan (3) , 
Kehl (2)        
Lewandowski (3) , 
Barrios (4,5)    

Einwechslungen:
74. Perisic (3) für Barrios
80. Kringe (4) für Löwe

Trainer:
Klopp

Tore & Karten

 
Torschützen
keine
 
Elfmeterschießen
1:0
Jovanovic (verwandelt)
1:1
Hummels (verwandelt)
2:1
Langeneke (verwandelt)
2:2
Blaszczykowski (verwandelt)
3:2
Lambertz (verwandelt)
3:3
Kehl (verwandelt)
3:3
Bröker (nicht verwandelt)
3:4
Gündogan (verwandelt)
4:4
Rösler (verwandelt)
4:5
Perisic (verwandelt)
Gelb-Rote Karten
Düsseldorf:
-
Dortmund:
Owomoyela
(34.)

Gelbe Karten
Düsseldorf:
Rösler
(1. Gelbe Karte)
,
Lambertz
(1.)
,
Bodzek
(2.)
,
Dum
(2.)
Dortmund:
Kehl
(1. Gelbe Karte)
,
Weidenfeller
(1.)

Besondere Vorkommnisse
Düsseldorfs Co-Trainer Klein (86.) und Dortmund-Trainer Klopp (119.) wurden wegen Reklamierens auf die Tribüne verwiesen. Weidenfeller und Kehl sahen während des Elfmeterschießens Gelb.

Spielinfo

Anstoß:
20.12.2011 20:30 Uhr
Stadion:
Esprit-Arena, Düsseldorf
Zuschauer:
54000 (ausverkauft)
Spielnote:  2
ein echtes Pokaldrama mit einer am Ende fast unerträglichen Spannung, nur spielerisch selten hochwertig.
Chancenverhältnis:
7:3
Eckenverhältnis:
8:2
Schiedsrichter:
Manuel Gräfe (Berlin)   Note 2
wohltuend sachlich im Auftreten, korrekt bei den persönlichen Strafen, nur bei der Wiederholung des Lambertz-Elfmeters zu pedantisch.
Spieler des Spiels:
Roman Weidenfeller
Viele starke Reaktionen, ein gehaltener Elfmeter und eine sensationelle Rettungstat bei Piszczeks verunglückter Abwehraktion.

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