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Germania Windeck

Germania Windeck

1
:
3

nach Verlängerung
1:1 (1:0)
TSG Hoffenheim

TSG Hoffenheim


GERMANIA WINDECK
TSG HOFFENHEIM
15.
30.
45.


60.
75.
90.










105.

120.



Sechstligist Windeck ging in Führung

Johnson übertüncht einen mäßigen Auftritt

Auch Hoffenheim schrammte nur hauchdünn an einer handfesten Blamage vorbei. Die Mannschaft von Trainer Holger Stanislawski gewann bei Sechstligist Germania Windeck mit 3:1 in der Verlängerung - nach 90 Minuten stand es 1:1. Der Matchwinner für die behäbig auftretende TSG war der eingewechselte Johnson.

Windeck bejubelt das überraschende 1:0 durch Buchholz (2. v. li.) gegen Hoffenheim.
Windeck bejubelt das überraschende 1:0 durch Buchholz (2. v. li.) gegen Hoffenheim.
© imagoZoomansicht

Windecks neuer Trainer Hermann-Josef Werres setzte in der Startelf unter anderem auf seinen Vorgänger Markus Voike. Der spielende Assistenztrainer sortierte beim Sechstligisten das Mittelfeld. Aus dem letztjährigen Pokal-Highlight gegen den FC Bayern (0:4) war nur noch ein Duo vertreten: Keeper Cebulla und Abwehrspieler Reed.

Sein Gegenüber Holger Stanislawski setzte im zentralen Mittelfeld Firmino ein, im Sturm erhielt die Stuttgarter Leihgabe Schipplock seine Chance, nachdem der vermeintlich gesetzte Angreifer Ibisevic noch ein DFB-Pokalspiel gesperrt war.

Vom Anpfiff weg war die taktische Ausrichtung der Amateure klar. Ein Torwart, neun defensiv ausgerichtete Feldspieler und mit Kamara ein Stürmer, der auf jeden weiten Ball oder Befreiungsschlag wartete und diesen auch in den ersten 45 Minuten bedingungslos hinterherjagte. Zunächst jedoch ohne großen Erfolg.

Die Stanislawski-Elf hingegen wollte mit viel Ballbesitz den Gegner müde spielen. Sehr geduldig ließen die Hoffenheimer den Ball zirkulieren, doch Chancen ergaben sich dabei nicht. Wenn es gefährlich wurde für die Amateure dann zunächst nur nach Distanzschüssen von Firmino: Der erste ging drüber, der zweite touchierte die Oberkante der Latte und den dritten parierte Keeper Cebulla mit den Fäusten. Firmino hatte dann auch noch eine Chance mit dem Kopf, doch nach einer Mlapa-Flanke setzte er den Ball einen Meter neben das Gehäuse.

Auf der Gegenseite waren Chancen natürlich Mangelware. Und doch war die erste auch schon drin für Germania Windeck. Nach einer Ecke von Ottersbach war am ersten Pfosten Buchholz völlig frei und drückte den Ball aus wenigen Metern ins kurze Eck (36.). Der Jubel war natürlich groß beim Sechstligisten.

Hoffenheim versuchte direkt zu antworten, Beck flankte von rechts, der Ball sprang Kamara an den Arm, doch Schiedsrichter Dankert entschied auf Ecke. Sehr zum Unmut von Babel, der so lautstark reklamierte, dass er Gelb sah. Kurz darauf war Halbzeit, die TSG-Trainer Stanislawski nutzte, um Mlapa durch Obasi zu ersetzen.

Das Spiel der Hoffenheimer wurde dadurch nicht automatischer schwungvoller, aber doch effektiver. Als Schipplock plötzlich alleine vor Cebulla auftauchte, konnte sich Germanias Torwart nur noch mit einem Foul helfen - den fälligen Strafstoß versenkte Salihovic sicher zum 1:1 (51.).

Wer gedacht hätte, dass Windeck nun endgültig die Puste ausgehen würde, sah sich getäuscht. Eine kurze Schwächephase überstand Germania und hatte sich dann wieder sortiert. Die Hoffenheimer machten aber auch den Fehler, das Tempo nicht allzu hoch zu halten. Die Kraichgauer blieben natürlich absolut spielbestimmend, aber Eingreifen musste Cebulla weiterhin nur bei Schüssen aus der 2. Reihe durch Firmino und Obasi.

Auch in der Schluss-Viertelstunde tat sich der Bundesligist weiterhin sehr schwer, Chancen herauszuspielen. Die Kraichgauer kombinierten sich "fast zu Tode", doch Lücken fanden sie dabei nicht.

In diesem Stil ging es weiter bis in die Nachspielzeit, als die Hoffenheimer plötzlich eine bundesliga-reife Kombination hinlegten: Firmino bediente den eingwechselten Tagoe, der den Ball ins leere Tor schieben konnte, doch dann kam Reed angeflogen und schlug den Ball mit einer sensationellen Grätsche von der Linie. Statt des vermeintlich sicheren 2:1-Siegtreffers in der Schlussminute ging es in die Verlängerung.

Hoffenheim versuchte nun einen Gang hochzuschalten, um das "Glücksspiel Elfmeterschießen" zu verhindern. Dabei gingen die Kraichgauer jedoch nicht mit der Brechstange zu Werke, sondern versuchten es weiterhin mit der Endlos-Kombination-Strategie. Allerdings nicht in der 99. Minute: Da trat der eingewechselte Johnson mächtig an, spielte am Strafraum etwas glücklich Doppelpass mit Obasi und lupfte das Leder gekonnt über den herausstürzenden Keeper Cebulla zum 2:1 für Hoffenheim. Den Schlusspunkt setzte Babel mit einem direkten Freistoß-Schlenzer in der 116. Minute zum 3:1 für die TSG.

Das erste Ligaspiel für Germanie Windeck findet erst am 28. August statt. Dann trifft die Mannschaft in der Mittelrheinliga auf den TSV Hertha Walheim. 1899 Hoffenheim startet am kommenden Samstag mit einem Auswärtsspiel bei Hannover 96 in die neue Bundesligasaison.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Germania Windeck
Aufstellung:
Reed
Bogdanow    
Voike        
Buchholz    
N'Goua    
El-Tahiri    

Einwechslungen:
55. Schmitz     für El-Tahiri
108. Tomanek für Voike
112. Spitali für N'Goua

Trainer:
Werres
TSG Hoffenheim
Aufstellung:
Starke
Beck    
Vorsah
Weis
Salihovic        
Mlapa    
Babel        
Schipplock    

Einwechslungen:
46. Obasi für Mlapa
69. Tagoe für Schipplock
84. F. Johnson     für Salihovic

Trainer:
Stanislawski

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Buchholz (36., Linksschuss, Ottersbach)
1:1
Salihovic (51., Foulelfmeter, Linksschuss, Schipplock)
1:2
F. Johnson (98., Rechtsschuss, Obasi)
1:3
Babel (116., direkter Freistoß, Rechtsschuss)
Gelbe Karten
Germ. Windeck:
Voike
(1. Gelbe Karte)
,
Bogdanow
(1.)
,
Schmitz
(1.)
Hoffenheim:
Babel
(1. Gelbe Karte)
,
Beck
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
31.07.2011 16:00 Uhr
Stadion:
Sportpark Höhenberg, Köln
Zuschauer:
2588
Schiedsrichter:
Bastian Dankert (Rostock)