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ZFC Meuselwitz

ZFC Meuselwitz

0
:
4

Halbzeitstand
0:2
Hertha BSC

Hertha BSC


ZFC MEUSELWITZ
HERTHA BSC
15.
30.
45.


60.
75.
90.









Viertligist Meuselwitz verpasst die Überraschung

Deutlicher Fingerzeig von Doppelpacker Ramos

Wegen einer Verletzung am Mittelfinger musste Herthas Adrian Ramos am vergangenen Wochenende das Trainingslager abbrechen. In der Partie beim Viertligisten Meuselwitz schien den Kolumbianer das nicht mehr sonderlich zu stören. Dank seines Doppelpacks vor der Halbzeit geriet die Babbel-Elf beim Außenseiter nie in ernsthafte Gefahr, zumal die Berliner kurz nach der Pause erneut zuschlugen. Einen letzten Höhepunkt lieferte Lell - allerdings einen der Kategorie Kuriosum.

Adrian Ramos (re.) trifft per Kopf zur 2:0-Führung für Hertha
Höhenluft: Adrian Ramos (re.) trifft per Kopf zur 2:0-Führung für Hertha.
© picture allianceZoomansicht

ZFC-Trainer Holm Pinder musste im angekündigten "Spiel des Jahres" auf seinen Kapitän Karsten Oswald verzichten, ansonsten konnte er aus dem Vollen schöpfen. Den vor der Partie offenen Zweikampf im Tor entschied Teichmann gegen Dix für sich.

Sein Gegenüber Markus Babbel musste auf den im Pokal gesperrten Raffael verzichten, zudem waren Franz (Bluterguss im Obwerschenkel), Hubnik (Mittelfußprellung), Rukavytsya (Erkältung), Friend (Rückenprobleme) sowie die Keeper Kraft (Sprunggelenkverletzung) und Aerts (Muskelfaserriss) nicht mit von der Partie. Dafür durfte Burchert im Tor ran.

Der Zipsendorfer Fußballclub versuchte in der Anfangsphase, der spielerischen Unterlegenheit mit Härte entgegenzuwirken. Referee Schriever drückte jedoch bei den harten Fouls von Latowski und Gasch noch einmal beide Augen zu. Einen ersten Schussversuch wagte Weis nach wenigen Sekunden, doch Burchert bestand die Bewährungsprobe.

Es sollte für lange Zeit die letzte Meuselwitzer Chance sein. Hertha übernahm aufgrund eines klaren Übergewichts im Mittelfeld immer mehr die Initiative - und profitierte von den Fehlern der Amateure. Teichmann verschätzte sich bei einer Ebert-Flanke, doch Torun traf per Kopf nur die Latte und Ottl im Nachschuss das Tor überhaupt nicht (8.).

Angriff auf Angriff rollte nun auf das Gehäuse der Meuselwitzer, die sich ausschließlich in der Defensive wiederfanden. Den Knoten zum Platzen brachten letztendlich zwei Standards. Nach einer Freistoßflanke von Ebert bekam Meuselwitz das Leder nicht aus der Gefahrenzone. Niemeyer bugsierte das Leder zu Ramos, der aus kurzer Distanz mit der Pike traf (22.). Auch den zweiten Treffer besorgte der Kolumbianer. Bei einer Ecke von Ebert konnte kein Meuselwitzer mit der Sprungkraft von Ramos mithalten, per Kopf traf er zum beruhigenden 2:0 (26.).

Auch Ottl bekam die Gelegenheit, eine der vielen Unstimmigkeiten in der Abwehr des Außenseiters zu nutzen. Teichmann parierte aber den Distanzschuss des Ex-Münchners mit Mühe. Erst gegen Ende der ersten Hälfte nahm die Konzentration der Berliner ab, der Druck ließ nach. Und beinahe hätte Gasch der Partie neue Würze verliehen. Der Angreifer scheiterte jedoch nach einem Konter am aufmerksamen Burchert (44.).

Entscheidung durch Ebert, Lells Lachnummer

Also keine neue Würze. Stattdessen versalzte Hertha den Meuselwitzern kurz nach der Pause endgültig die Suppe. Und das mit klasse Kombinationsfußball: Ramos scheiterte zwar nach einem Konter über mehrere Stationen an Teichmann, Ottl war aber im Nachschuss zur Stelle (49.). Mit spielerischen Mitteln gelag den Hauptstädtern dann auch die endgültige Vorentscheidung. Wieder lief der Ball gefällig durch die eigenen Reihen. Lasogga steckte auf den freien Ebert auf rechts durch - und schon stand's 4:0 (56.). Teichmann war im Eins-gegen-Eins machtlos.

Hätten die Berliner ihre Chancen besser genutzt, wäre ein deutlich höherer Sieg drin gewesen. Ebert kam aus ähnlicher Position wie bei seinem Treffer zum Abschluss, drosch den Ball aber diesmal auf die Tribüne. Lasogga scheiterte per Kopf (66.) und Distanzschuss (70.) an Teichmann. In der Schlussviertelstunde ließ Hertha die letzte Vehemenz vermissen, beschränkte sich auf Ballbesitz und kontrollierte Offensive. Den gegen Spielende entkräftet wirkenden Meuselwitzern wollte somit nicht mehr der erhoffte Ehrentreffer gegen den Hauptstadtklub gelingen.

Kurz vor Schluss hatte Lell noch einmal die Lacher auf seiner Seite. Der Herthaner ließ Teichmann stehen, dribbelte auf der Torauslinie entlang. Als er den Pfosten "umspielt" hatte, wollte er lässig einnetzen - doch sein Heber ging klar am Kasten vorbei.

Meuselwitz startet am kommenden Freitag mit einem Auswärtsspiel bei der zweiten Mannschaft des Hamburger SV in die Regionalligasaison. Die Hertha empfängt am Samstagabend den 1. FC Nürnberg zum Bundesliga-Auftakt der beiden Mannschaften.

31.07.11
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

ZFC Meuselwitz
Aufstellung:
Fr. Müller    
D. Müller    
Latowski    
Ferl    
Riese    
Kmiec
Weis    

Einwechslungen:
46. Weinert für Ferl
60. Starke für Weis
66. Böhme für D. Müller

Reservebank:
Dix (Tor)
,
Luck
,
Kind

Trainer:
Pinder
Hertha BSC
Aufstellung:
Lell
Janker
Mijatovic    
Ottl    
Ebert        
Torun
Ramos            

Einwechslungen:
70. Ronny für Ebert
77. Morales für Ramos

Trainer:
Babbel

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Ramos (22., Rechtsschuss, Niemeyer)
0:2
Ramos (26., Kopfball, Ebert)
0:3
Ottl (49., Linksschuss, Ramos)
0:4
Ebert (56., Rechtsschuss, Lasogga)
Gelbe Karten
Meuselwitz:
Riese
(1. Gelbe Karte)
,
Latowski
(1.)
Hertha:
-

Spielinfo

Anstoß:
31.07.2011 16:00 Uhr
Stadion:
Bluechip-Arena, Meuselwitz
Zuschauer:
7707
Schiedsrichter:
Thorsten Schriever (Wurster Nordseeküste)