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Rot-Weiss Essen

Rot-Weiss Essen

4
:
3

im Elfmeterschiessen
2:2 (2:2,1:0)
1. FC Union Berlin

1. FC Union Berlin


ROT-WEISS ESSEN
1. FC UNION BERLIN
15.
30.
45.




60.
75.
90.












 
105.

120.











 

Essen fightet sich in die nächste Runde

Lamczyk ist der Pokalheld

In der DFB-Pokal-Partie zwischen Rot-Weiss Essen und dem 1. FC Union sahen die Gastgeber schon in der regulären Spielzeit wie der sichere Sieger aus, ließen sich von den zwei Klassen höher angesiedelten Berlinern aber doch noch in ein Elfmeterschießen zwingen. Dabei wurde RWE-Keeper Lamczyk dann aber zum großen Helden, parierte zwei Elfmeter und machte damit den Weg zum Essener Pokaltriumph frei.

Jubel ohne Grenzen: Essens Brauer bejubelt seinen Kopfballtreffer
Jubel ohne Grenzen: Essens Brauer bejubelt seinen Kopfballtreffer zum 1:0.
© picture-allianceZoomansicht

Für Rot-Weiss Essen war die DFB-Pokal-Partie das erste Pflichtspiel der Saison. RWE-Trainer Waldemar Wrobel setzte in der Startelf des Regionalligisten auf seine Neuzugänge Rodenberg, Grund und Heppke.

Sein Gegenüber Uwe Neuhaus vertraute nach dem 0:4 gegen die SpVgg Greuther Fürth am vergangenen Wochenende auf drei Neue in der Startelf: Torhüter Glinker, Zoundi und Mattuschka ersetzten den Keeper Höttecke, Madouni und Menz.

Beide Mannschaften begannen sehr agil, es kam bereits früh zu vielen Zweikämpfen. Den Gastgebern war eine gewisse Nervosität anzumerken, denn die schnell eroberten Bälle im Mittelfeld wurden gleich wieder leichtfertig verschenkt. Auf der anderen Seite war der Zweitligist bemüht, vor einer bemerkenswerten Kulisse von 15.000 Zuschauern ein gepflegtes Kurzpassspiel aufzubauen, doch misslang dieses Unterfangen aufgrund der kompakten Defensivleistung der Hausherren. Torraumszenen waren in der Anfangsphase Fehlanzeige, da beide Abwehrreihen konzentriert agierten. Somit spielte sich das Geschehen überwiegend im Mittelfeld ab.

Nachdem die Essener den anfänglichen Respekt abgelegt hatten, versuchten sie, mit blitzartigem Umschalten von Abwehr auf Angriff für Gefahr zu sorgen, doch kam der finale Pass zumeist nicht an. Deshalb verpufften viele Angriffe bereits in der Entstehung. Die Gäste aus Berlin waren zwar spielerisch überlegen, allerdings konnten sie das nicht in Zählbares ummünzen. So geschah es, dass in der 22. Minute Essens Lenz zwar noch an Glinker scheiterte, Brauer jedoch die darauf folgende Ecke zur 1:0-Führung für den Gastgeber in die Maschen köpfte. Die Eisernen brauchten eine kurze Zeit, um den Schock zu verdauen, kamen aber durch Quiring zu ihrer ersten Chance der Partie: Nach einem Freistoßtrick setzte der Mittelfeldspieler zu einer Flanke an, die nur knapp am linken Winkel vorbeiflog (29.).

Die Hausherren wurden zunehmend sicherer in ihren Aktionen und hielten die Berliner geschickt von ihrem Tor fern. Die Gäste hingegen waren zu einfallslos gegen aufopfernd kämpfende Essener. Zum Ende der ersten Hälfte forcierten sie ihre Bemühungen um den Ausgleich, aber die zündende Idee fehlte weiterhin. Nur eine Einzelleistung von Quiring (40.) und ein direkt getretener Freistoß von Mattuschka (43.) brachten Torgefahr.

Die Berliner kamen frischer und agiler aus der Kabine, drückten die Gastgeber in deren Hälfte und schlugen eine andere Schlagzahl an. So ergab sich in der 50. Minute ihre bis dato besten Gelegenheit: Nach einer sehenswerten Ballstafette tauchte Quiring frei vor Lamczyk auf und zog ab. Der Torhüter bewahrte mit einem sehenswerten Reflex sein Team vor dem Ausgleich. Terodde versenkte zwar das Leder mit dem Nachschuss, doch der Linienrichter hob die Fahne - Fehlentscheidung! Die Eisernen ließen sich nicht hängen und kamen nur wenige Zeigerumdrehungen später zur nächsten Möglichkeit, Silvio (56.) und Mattuschka (57.) verfehlten ihr Ziel nur knapp. Die Gastgeber hielten zwar noch dagegen, allerdings wirkten die Berliner in den meisten Zweikämpfen einen Tick gedankenschneller.

Die Essener überließen dem Gast das Spiel und lauerten tief in der eigenen Hälfte auf Fehler, um überfallartig zu kontern. Mit zunehmender Spieldauer ging den beiden Teams die Luft aus, viele Fehlpässe waren die Folge. In der 71. Minute folgte rin erneuter Schock für die Gäste: Glinker ließ die Kugel nach einem Freistoß fallen, Lemke scheiterte noch beim ersten Versuch, doch Koep war der Nutznießer und nutzte den Nachschuss - 2:0!

Union versuchte noch einmal, mit allen Mitteln zum Anschlusstreffer zu kommen, doch wirkten die Hauptstädter ob des zweiten Treffers angeschlagen. Der Regionalligist verschob selbst zum Ende der Partie geschickt und ließ weiterhin kaum etwas zu. Wie aus dem Nichts verkürzte Zoundi nach einer Einzelleistung in der 82. Minute auf 1:2. Die Schlussphase wurde hitzig, die Berliner schöpften noch einmal Hoffnung. Nachdem Mosquera (86., 90. + 1) noch scheiterte, traf Terodde zum nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich (90. + 1).

In der Verlängerung neutralisierten sich beide Mannschaften, so dass bis auf Edes Torschuss aus der Distanz (102.) auf Seiten der Berliner und Jasmunds Versuch aus rund 25 Metern, der abgefälscht nur ganz knapp am linken Pfosten des Union-Tores vorbeirauschte (114.), keine Torszenen mehr zu notieren waren.

Für die Entscheidung dieses Pokalfights musste somit das Elfmeterschießen herhalten, in dem die Nummer eins der Essener zum Pokalhelden wurde: Lamczyk parierte die Versuche von Terodde und Ede. Wagner war es vorbehalten, den letzten und entscheidenen Elfmeter für die Rot-Weissen zu verwandeln und den Viertligisten damit in die zweite Runde zu schicken.

In der kommenden Woche startet für Rot-Weiss Essen aber zunächst der Liga-Alltag. RWE empfängt am Samstag die zweite Mannschaft des 1. FSV Mainz 05. Union Berlin muss am dritten Spieltag der zweiten Liga am Freitag gegen den SC Paderborn ran.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Rot-Weiss Essen
Aufstellung:
Wagner    
Kuta
Heppke
Brauer        
Tokat        
Grund    
L. Lenz        

Einwechslungen:
63. Koep         für L. Lenz
89. Jasmund für Tokat
91. K. Avci für Grund

Trainer:
Wrobel
1. FC Union Berlin
Aufstellung:
Pfertzel    
Stuff
Kohlmann        
Quiring    
Mattuschka    
Karl    
Zoundi    
Terodde        
Silvio    

Einwechslungen:
46. Menz für Pfertzel
60. Mosquera für Quiring
73. Ede für Mattuschka

Trainer:
Neuhaus

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Brauer (22., Kopfball, Tokat)
2:0
Koep (71., Rechtsschuss, H. Lemke)
2:1
Zoundi (82., Linksschuss, Karl)
2:2
Terodde (90. + 1, Rechtsschuss, Mosquera)
 
Elfmeterschießen
0:0
Terodde (nicht verwandelt)
1:0
Jasmund (verwandelt)
1:1
Menz (verwandelt)
1:1
Rodenberg (nicht verwandelt)
1:1
Ede (nicht verwandelt)
2:1
Brauer (verwandelt)
2:2
Silvio (verwandelt)
3:2
Heppke (verwandelt)
3:3
Karl (verwandelt)
4:3
Wagner (verwandelt)
Gelbe Karten
RW Essen:
Tokat
(1. Gelbe Karte)
,
L. Lenz
(1.)
,
Wagner
(1.)
,
Koep
(1.)
Union:
Silvio
(1. Gelbe Karte)
,
Terodde
(1.)
,
Karl
(1.)
,
Kohlmann
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
29.07.2011 20:30 Uhr
Stadion:
Georg-Melches-Stadion, Essen
Zuschauer:
12701
Schiedsrichter:
Robert Kempter (Sauldorf)

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