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VfR Aalen

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FC Schalke 04

 
VfR Aalen

1:2 (0:1)

FC Schalke 04
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VfR Aalen
FC Schalke 04
1.
15.
30.
45.




46.
60.
75.
90.










Zehn Aalener wehren sich - ohne Happy-End

Metzelder patzt, aber Farfans Doppelschlag hält

Es bleibt dabei: Der FC Schalke 04 ist kein Kandidat für eine Erstrunden-Blamage im DFB-Pokal. Die Königsblauen, die 1991 zuletzt zum frühestmöglichen Zeitpunkt gescheitert waren, setzten sich bei Drittligist VfR Aalen mit 2:1 durch. Die Gastgeber zeigten vor allem vor der Pause eine engagierte Leistung - zwei Nackenschläge waren dann aber zu viel für den Underdog.

Andreas Schön gegen Jermaine Jones
Notbremse: Andreas Schön bringt Jermaine Jones zu Fall und muss mit Rot vom Feld.
© picture-allianceZoomansicht

Aalens Trainer Rainer Scharinger, der die Chance aufs Weiterkommen mit der eines Lottogewinns verglich, musste im Vergleich zur Nullnummer gegen Unterhaching auf Mössmer (Rippenprellung) und Kakoko verzichten. Dafür nominierte er Klefenz und Dausch für die Startelf.

Auf der anderen Seite ließ Schalke-Coach Felix Magath Superstar Raul zuhause, der lieber an seiner Fitness arbeiten sollte. Jendrisek vertrat den Spanier. Außerdem begannen nach dem 0:2 gegen die Bayern im Supercup Escudero, Hao und Jones (erstes Pflichtspiel seit Mai 2009!) für Schmitz, Matip und Kluge.

Und auch das Schiedsrichtergespann wechselte personell einmal: Dr. Jochen Drees, der die Partie eigentlich leiten sollte, musste sich aufgrund einer Magenverstimmung kurzfristig von Deniz Aytekin vertreten lassen.

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Wie erwartet, machte Schalke vom Anpfiff weg das Spiel. Der Ball lief phasenweise gut, allerdings wollte es in den ersten rund 25 Minuten nicht mit einer Torchance klappen. Da waren die Aalener den Königsblauen voraus: Lechleiter prüfte Neuers Reaktionsfähigkeit mit einem Schuss aus spitzem Winkel schon nach vier Minuten. Der erste echte Aufreger ereignete sich allerdings vor dem VfR-Strafraum - und hatte die Dezimierung der Gastgeber zur Folge: Jones legte den Ball bei einem schnellen Schalker Konter an Schön vorbei, hätte freie Bahn gehabt, wurde vom Aalener "Zehner" aber von der Seite umgegrätscht. Notbremse - Aytekin zückte völlig zu Recht sofort Rot (18.).

Doch von Schock zunächst keine Spur beim Underdog, vielmehr blieben die Hausherren das gefährlichere Team. Beispiel Lechleiter, der aufgrund eines Abstimmungsproblems zwischen Höwedes und Metzelder eine Kopfballverlängerung noch erwischte, die Kugel aber klar übers Tor spitzelte (23.). Auf Schalker Seite setzte in dieser Phase lediglich Farfan mit einem Fernschuss ein Offensivzeichen (30.).

Dann kamen die Minuten vor der Pause, und plötzlich machte S04 ernst. Edu legte Farfan zweimal per Kopf auf; beim ersten Mal rutschte der Peruaner noch weg (40.), der zweite Versuch eine Minute später saß: Edu verlängerte Uchidas Einwurf im Duell mit Dausch an den Elfmeterpunkt, wo Farfan, von Scheuring nicht angegangen, platziert flach einschoss. Rakitics Freistoß-Schlenzer an den Außenpfosten war dann das letzte Highlight einer ansprechenden ersten Hälfte.

Für die zweiten 45 Minuten nahm Magath seine beiden Außenverteidiger runter. Mit dem 22-jährigen Quotschalla aus der zweiten Mannschaft, der 2007 schon einmal zwei Kurzeinsätze in der Bundesliga für Aachen absolviert hatte, überraschte der Schalker Coach mal wieder mit einem jungen Mann. Doch spielentscheidend sollte sein zweiter Joker sein: Schmitz schlug nämlich keine Minute nach Wiederanpfiff eine Traumflanke von links an den zweiten Pfosten, wo Farfan Bauers Stellungsfehler mit einem schulmäßigen Kopfball ins lange Eck zur Vorentscheidung nutzte.

Schalke jubelt, Ralf Kettemann ist bedient
Gegensätze: Während die Schalker Matchwinner Farfan herzen, ist Aalens Kettemann bedient.
© picture-alliance

Nach dem Platzverweis also der zweite Nackenschlag für die Aalener, doch hängende Köpfe suchte man auf Seiten der Gastgeber vergeblich. Trotzdem: Schalke schien die Partie nun ganz abgeklärt herunterzuspielen, die Gäste hatten lange alles im Griff und mit Quotschallas 16-Meter-Schuss (72.) sogar die beste Chance - bis zur Schlussphase. Die hatte es nämlich noch mal in sich; denn Metzelders ungeschicktes Einsteigen im Laufduell mit VfR-Joker Soriano brachte Aalen einen Elfmeter - Bauer verwandelte sicher (82.) - und den Zuschauern ungeahnt spannende letzte zehn Minuten. In denen warf der Außenseiter, angepeitscht von der Kulisse, alles nach vorne, eine Ausgleichschance ergab sich jedoch nicht mehr. Königsblau mogelte sich ins Ziel.

Mit Schalke ist also auch die 32. Kugel, die bei der Auslosung der zweiten Runde am kommenden Samstag im Topf sein wird, gefunden. Zunächst aber beginnt die Bundesliga! Zum Auftakt geht es für die Schalker am Samstag (18.30 Uhr) zum Hamburger SV. Aalen muss sich nach dem Pokal-Abenteuer wieder auf den Abstiegskampf in der Dritten Liga konzentrieren. Dort wartet am Samstag (14 Uhr) das Gastspiel in Babelsberg.

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 17.08., 11:45 Uhr
Schalkes Qualen in Aalen
Auch Routinier Lechleiter konnte Aalens Niederlage gegen Schalke 04 nicht verhindern. Trotzdem herrschte große Zufriedenheit beim Drittligisten. Auch Trainer Scharinger lobte sein Team. Dagegen wussten die Schalker nicht zu überzeugen. Magath gab sich nach der Partie dennoch gelassen.
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16.08.10
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

VfR Aalen
Aufstellung:
Klefenz    
Sulu    
Bauer    
Dausch    
Lechleiter    
Schön    
Grüttner    

Einwechslungen:
56. Hohn für Dausch
68. Soriano für Grüttner
74. Brechler für Lechleiter

Trainer:
Scharinger
FC Schalke 04
Aufstellung:
Neuer    
Uchida    
Escudero        
Rakitic    
Farfan        
Hao

Einwechslungen:
46. Schmitz für Escudero
46. Quotschalla für Uchida
71. Matip für Rakitic

Trainer:
Magath

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Farfan (42., Linksschuss, Edu)
0:2
Farfan (46., Kopfball, Schmitz)
1:2
Bauer (82., Foulelfmeter, Linksschuss, Soriano)
Rote Karten
Aalen:
Schön
(18., Notbremse, J. Jones)
Schalke:
-
Gelbe Karten
Aalen:
Klefenz
(1. Gelbe Karte)
Schalke:
Escudero
(1. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
16.08.2010 20:30 Uhr
Stadion:
Scholz-Arena, Aalen
Zuschauer:
13452 (ausverkauft)
Schiedsrichter:
Deniz Aytekin (Oberasbach)
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