TuS-Coach Uwe Rapolder wechselte nach dem 1:1 gegen Union Berlin einmal. Debütant Morack begann anstelle von Lense.
Auf Cottbuser Seite tauschte Trainer Claus-Dieter Wollitz im Vergleich zur jüngsten 1:5-Klatsche in Paderborn viermal Personal aus. Mitreski, der erstmals in der Startelf stehende Sokolenko, Sörensen und Kurth ersetzten Brzenska, den Wollitz vor der Öffentlichkeit nach zuletzt harscher Kritik schützen wollte, Angelov (Infekt), Shao (Risswunde) und Schwarz.
Nach den jüngsten Ergebnissen nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzend begannen beide Teams verhalten und begegneten sich zunächst abtastend. Lediglich Radu und Melinho versuchten sich in den Anfangsminuten aus der Distanz, ohne dabei freilich Gefahr zu entfachen. So fiel die Gästeführung nach neun Minuten aus heiterem Himmel. Zwei schnelle Pässe im Mittelfeld hebelten die aufgerückte TuS-Defensive aus. Kurth spielte in die Gasse zu Jula, der alleine vor Yelldell cool bleib und überlegt zum 0:1 einschob (9.).
Koblenz wirkte kurzzeitig verunsichert, während Energie die Abwehr der Hausherren auf die gleiche Weise ein weiteres Mal aufriss, Yelldell aber nach Julas Flanke vor Radu rettete (13.). So überraschend das 0:1 fiel, so überraschend schlug Koblenz plötzlich zurück. Forkel flankte von rechts und fand Shefki Kuqi, dessen missglückter Kopfball zur Vorlage für Stieber wurde, der die Kugel von links aus spitzem Winkel fulminant in die Maschen drosch (14.).
Die Rapolder-Elf hatte nun Blut geleckt und erarbeitete sich ein Übergewicht. Weder Kuqi (20.), noch Müller per Freistoß konnten aber nachlegen. Danach tat sich in den Strafräumen nur noch wenig. Spielerisch lieferten die Teams erwartungsgemäß keinen Leckerbissen ab, dafür wurde im Mittelfeld um jeden Zentimeter gekämpft. Einsatz und Laufbereitschaft waren auf beiden Seiten nun Trumpf, Vorteile konnte keine der beiden Mannschaften für sich verbuchen. Erst kurz vor dem Seitenwechsel kam Energie noch einmal. Mitreski (45.) brachte den Ball aber ebensowenig an Yelldell vorbei ins Tor, wie wenig später Radu (45.+2).
Die Gastgeber kamen mit mehr Schwung aus der Kabine und bereiteten Energie Probleme. Dass es nach geblockten Schussversuchen von Kuqi und Müller aber Ecke für Koblenz gab, hatte die TuS Referee Christian Fischer zu verdanken, denn Stieber hatte das Leder zuletzt berührt. Dies war dennoch keine Entschuldigung dafür, dass die Abwehr der Lausitzer nach dem Eckstoß erneut nicht im Bilde war, die Kugel nicht wegbrachte und so den Weg freimachte für Everson, der das Leder aus kurzer Distanz zum 2:1 unter die Latte bugsierte (52.).
Kuqi hatte nur wenige Augenblicke nach dem Führungstreffer die Möglichkeit, nachzulegen, scheiterte per Flachschuss aber an Tremmel (54.). Erst jetzt fand auch Cottbus wieder in die Partie und verbuchte eine Reihe von Standards, ohne vorerst aber zu dicken Möglichkeiten zu kommen. Die bot sich Jula erst nach knapp 70 Minuten in Folge eines langen Passes von Kruska. Der Rumäne legte das Spielgerät per Kopf an Yelldell vorbei, traf dann aber das leere Tor nicht (67.).
Langsam wurde es eng für die Wollitz-Schützlinge, zumal Unsicherheiten in der Hintermannschaft Kuqi und Co wiederholt die Möglichkeit zur Entscheidung bescherten. Es kam aber anders. Der zuletzt vielgescholtene Dum düpierte bei einer sehenswerten Einzelaktion gleich drei Koblenzer, flankte mit dem Außenrist nach innen und ließ Sörensen praktisch keine andere Wahl, als den Ball mit dem Kopf ins rechte Eck zu lenken - 2:2 (79.). Energie bekam nun die "zweite Luft" und war gegen Ende der regulären Spielzeit dem Siegtor näher, die Entscheidung wollte aber noch nicht nach 90 Minuten fallen.
In der Verlängerung war es dann erneut eine Standardsituation, die die Entscheidung brachte. Wieder war es Hartmann, der für Everson vorlegte, und der Brasilianer nickte nach 104 Minuten zur 3:2-Führung für die TuS ein. Cottbus rannte in den letzten 15 Minuten zwar ungestüm an, Yelldell und Co wussten das Elfmeterschießen aber zu verhindern und machten in der Schlusssekunde den Deckel auf die Partie. Geißler spazierte auf Tremmel zu und schob locker zum 4:2-Endstand ein.
Koblenz gastiert am Sonntag in Augsburg, Cottbus empfängt bereits am Freitag den FSV Frankfurt.
| TuS Koblenz |
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| Energie Cottbus |
Gelbe Karten |
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