Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
FC Schalke 04

FC Schalke 04

5
:
4

im Elfmeterschiessen
2:2 (1:1,0:0)
Werder Bremen

Werder Bremen


FC SCHALKE 04
WERDER BREMEN
15.
30.
45.

60.
75.
90.






 
105.



120.















 

Halbfinale: FC Schalke 04 - Werder Bremen 2:2 (1:1, 0:0) n.V., 5:4 i.E.

Rost der Held des Abends

Nach dem 1:2 gegen den HSV am vergangenen Wochenende konnte Schalke-Coach Ralf Rangnick wieder auf Lincoln, in der Liga nach Gelb-Roter Karte gesperrt, zurückgreifen. Der Brasilianer rückte für Altintop in die Startelf. Des Weiteren kam ebenfalls im Mittelfeld Vermant neu ins Team. Kobiashvili wurde auf die Linksverteidigerposition zurückgezogen - Rodriguez musste auf die Bank. Eine Heimniederlage musste auch Bremen gegen Hertha ( 0:1 ) hinnehmen. Der Trainer des Titelverteidigers, Thomas Schaaf, tauschte zwei Mal Personal aus und brachte in der Abwehr Pasanen und Davala für Fahrenhorst und Schulz.


Das Halbfinale im Überblick


In der ausverkauften Arena starteten beide Teams temporeich und mit offenem Visier. Bis zur ersten echten Chance des Spiels sollte allerdings fast eine Viertelstunde vergehen: Nach Micouds Freistoßflanke hechtete Oude Kamphuis in den Ball und zwang seinen eigenen Keeper aus elf Metern zu einer Glanzparade (14.). Unschöne Szene dann nach 18 Minuten, als Krstajic mit unnötig hartem Körpereinsatz an der Seitenlinie Valdez checkte und den Paraguayer in die Seitenbande beförderte. Der Angreifer musste mit blutender Kopfwunde behandelt werden, Krstajic sah den gelben Karton. Die Aktion des Serben hatte zunächst negative Auswirkungen auf die Partie, denn in der Folge gab es viele Fouls und Nickligkeiten zwischen beiden Teams, gepaart mit vielen Spielunterbrechungen. Große Tormöglichkeiten blieben in der intensiv geführten Partie weiterhin Fehlanzeige - im zweiten Abschnitt der ersten 45 Minuten kam nur Ailton aussichtsreich in Tornähe, aber dem Torjäger prallte das Leder allein vor Reinke, nachdem er sich den Ball prima mit der Brust gestoppt hatte, anschließend zu weit vom Fuß (23.). Das Spiel wogte dann bis zur Pause hin und her. Sowohl die Heimelf als auch der Titelverteidiger suchten ihr Heil weiterhin mit temporeichem und schnörkellosem Angriffsspiel. Allerdings schlichen sich allzuviele Ungenauigkeiten dabei ein, so dass die Angriffsaktion meist schon vor dem jeweiligen Strafraum vom Gegner unterbunden werden konnte. Mit mehreren knappen, aber stets richtigen Abseitsentscheidungen gegen Ailton zog sich das Schiedsrichtergespann in den letzten zehn Minuten vor dem Wechsel den Unmut der Schalker Fans zu. Schalkes Coach Ralf Rangnick schien in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben. Jedenfalls agierte sein Team nach dem Wechsel mit deutlich mehr Zug zum Tor. Vor allem Ailton erwies sich in der Folge gegen seine alten Kameraden als ständiger Unruheherd: Zunächst verzog der Brasilianer nach einem Sprint in den Strafraum mit rechts aus zwölf Metern nur knapp (53.), wenig später fand er in Reinke aus erneut aussichtsreicher Position seinen Meister (55.). Nachdem auf der Gegenseite Klasnic einen Fehler von Rost - der Schalker Schlussmann unterlief einen Eckball - per Kopf nicht ausnutzen konnte (61.), gingen die "Königsblauen" wenig später in Führung: Kobiashvili erkämpfte gegen Ismael an der Außenlinie den Ball. Poulsen passte auf Lincoln, der von links in den Strafraum eindrang und Sand anspielte. Der Däne setzte sich gegen Davala durch und schoss aus neun Metern mit rechts flach ins linke Eck ein (64.). Bremen intensivierte in der Folge logischerweise seine Angriffsbemühungen. Micoud (68.), Borowski (73.) und erneut der Franzose (79.) scheiterten, doch Abwehrmann Ismael brachte die Hanseaten zurück in die Partie: Der Franzose erwischte eine Davala-Flanke von rechts und schoss aus elf Metern ins linke Eck an Rost vorbei zum Ausgleich ein (84.). Danach ging es hochdramatisch zu in der Arena: Zunächst hatte Bremen Oberwasser. Rost hielt gegen Valdez mit Bravour (87.), war aber wenig später machtlos, als Klasnic nach Kopfballvorlage von Stalteri einnetzte - das Schiedsrichtergespann aber versagte den Bremern wegen angeblichen Abseits die Anerkennung des Tores (90.). Beim Gegenzug hätten dann sowohl Ailton, der den rechten Pfosten anvisierte, als auch Lincoln, der den Nachschuss Reinke in die Arme schoss, ihrem Team die Verlängerung ersparen können (90.+2). Feurig ging es auch in der Extrazeit weiter. Beide Teams suchten entschlossen die Entscheidung in einem nun sehenswerten Pokalfight, und mit Vorteil Bremen ging es zunächst weiter: Der eingewechselte Hunt erwischte einen zu kurzen Abwehrversuch der Heimelf und bediente Borowski, der den Ball per Dropkick aus acht Metern ins Netz drosch (94.). Doch die Freude der Schaaf-Elf währte nicht lange: Nach einer Rechtsflanke brachte der Titelverteidiger den Ball nicht weg. Asamoah holte den Ball mit der Brust runter, der Richtung Sechzehner prallte. Dort rauschte Ailton heran und knallte die Kugel mit links ins linke Eck (96.). Keine zwei Minuten später verhinderte Rost gegen Joker Hunt einen erneuten Rückstand - genau wie Reinke gleich zu Beginn der zweiten Verlängerung gegen Lincoln (107.) und sechs Minuten später bei einer Riesenchance von Hanke. Der packende Pokalfight wurde schließlich im Elfmeterschießen entschieden - mit dem glücklicheren Ende für die Schalker.

In einem intensiv geführtem Halbfinale blieben Torchancen in der ersten Halbzeit Mangelware. Danach gab es in einem packenden Pokalfight Torchancen in Hülle und Fülle, ein Wechselbad der Gefühle für die Anhänger nach wechselnder Führung ihrer Teams, eine prickelnde Verlängerung und einen Nachschlag im Elfmeterschießen. Rost schließlich entschied den Thriller mit drei gehaltenen Elfmetern und dem alles entscheidenden Treffer.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

FC Schalke 04
Aufstellung:
Rost (1) - 
Waldoch (3)    
Krstajic (2,5)    
Kobiashvili (3) - 
Vermant (3) , 
C. Poulsen (3) - 
Lincoln (3) - 
Asamoah (2,5)    
Sand (2)        
Ailton (3)    

Einwechslungen:
91. Hanke (3,5) für Sand
106. Hamit Altintop für Asamoah

Trainer:
Rangnick
Werder Bremen
Aufstellung:
Reinke (1) - 
Ismael (2,5)        
Pasanen (3) , 
Stalteri (4)    
F. Ernst (2)    
D. Jensen (3,5)    
Borowski (2,5)    
Micoud (4) - 
Klasnic (4) , 

Einwechslungen:
74. Hunt (3) für D. Jensen

Trainer:
Schaaf

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Sand (64., Rechtsschuss, Lincoln)
1:1
Ismael (84., Rechtsschuss, Ümit Davala)
1:2
Borowski (94., Rechtsschuss, Hunt)
2:2
Ailton (96., Linksschuss, Asamoah)
 
Elfmeterschießen
0:1
Ismael (verwandelt)
1:1
Lincoln (verwandelt)
1:1
Stalteri (nicht verwandelt)
2:1
Vermant (verwandelt)
2:2
Micoud (verwandelt)
3:2
Krstajic (verwandelt)
3:2
Borowski (nicht verwandelt)
3:2
Oude Kamphuis (nicht verwandelt)
3:3
Ümit Davala (verwandelt)
3:3
Ailton (nicht verwandelt)
3:4
Pasanen (verwandelt)
4:4
Kobiashvili (verwandelt)
4:4
F. Ernst (nicht verwandelt)
5:4
Rost (verwandelt)
Gelbe Karten
Schalke:
Krstajic
(1. Gelbe Karte)
,
Waldoch
(1.)
Bremen:
F. Ernst
(1. Gelbe Karte)
,
Stalteri
(1.)
,
Ismael
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
19.04.2005 20:40 Uhr
Stadion:
Arena AufSchalke, Gelsenkirchen
Zuschauer:
61524 (ausverkauft)
Spielnote:  1
Chancenverhältnis:
11:9
Eckenverhältnis:
4:9
Schiedsrichter:
Lutz Michael Fröhlich (Berlin)   Note 4
Klasnic einen Treffer wegen Abseits abzuerkennen (89.), war ein spielentscheidender Fehle; er schaffte, in einem schwer zu leitenden Spiel seine Linie durchzuhalten, ging aber klug mit den teils hitzigen Gemütern um.
Spieler des Spiels:
Frank Rost
Parierte in 120 Minuten etliche Bremer Chancen, hielt drei Elfmeter und verwandelte den entscheidenden Elfmeter selbst.

DIE GANZE WELT DER KICKER APPS!
Informieren Sie sich über unser vielfältiges App Angebot:
Smart TV Tippspiel kicker MeinVerein FußballQuiz eMagazine