Personal: Bei Leverkusen begannen im Vergleich zum 2:2 in Freiburg Nowotny (war Gelb-gesperrt), Berbatov und Sebescen an Stelle von Zivkovic, Kirsten und Bastürk. Beim FC standen gegenüber dem 1:1 gegen Berlin Voigt (nach Gelb-Sperre), Dziwior und Kurth für Springer, Sinkala und Donkov in der Startelf.
Das Spiel im Live-Ticker Das Halbfinale auf einen Blick
Taktik: Bei Bayer übergaben die Innenverteidiger Nowotny und Lucio sowie Placente die beiden Kölner Spitzen Kurth und Scherz. Sebescen beackerte vorgerückt die rechte Außenbahn gegen Voigt. Leverkusen setzte auf Kurzpassspiel und versuchte immer wieder über die Flügel, auf die Berbatov oft auswich, nach vorne zu stoßen.
Beim FC agierte Libero Cichon durchweg im Mittelfeld. Die Manndecker übergaben die Leverkusener Spitzen. Ab der Mittellinie bauten die Gäste einen kompakten Defensivverbund auf, störten aggressiv und versuchten zu kontern. Im Mittelfeld kam es meist zu den Duellen Dziwior gegen Schneider sowie Balitsch gegen Ballack.
Spielverlauf: Kölns Defensivtaktik ging auf, Bayer bot sich gegen das dichte Defensivgeflecht kaum Entfaltungsspielraum. Durch ihre aggressive Spielweise provozierte die Funkel-Elf zahlreiche Abspielfehler bei den Gastgebern, ohne aus den Ballgewinnen Kapital in Form von klaren Torchancen zu schlagen. Zur zweiten Halbzeit erhöhte Toppmöller den Vorwärtsdrang, brachte Bastürk fürs offensive Mittelfeld, Schneider rückte nach rechts. Köln gewann erst nach dem Rückstand an Durchschlagskraft, wurde aber durch Donkovs dumme Tat zurückgeworfen. Doch der FC bewies Moral, glich aus und vergab durch Laslandes in der Verlängerung eine Großchance. Danach nutzte Bayer seine Dominanz zur Führung und Schneider Cullmanns Fehler zur Entscheidung.
Fazit: Auf Grund des klaren Chancenübergewichts ein verdienter Sieg für Leverkusen gegen aufopferungsvoll kämpfende Kölner.
Von Frank Lußem und Stephan von Nocks
| Bayer 04 Leverkusen |
|---|
| 1. FC Köln |
Rote Karten |
|---|
Gelbe Karten |

