Im Hexenkessel von Istanbul wollten die Schalker ihre Liga-Sorgen vergessen, helfen sollte dabei der wiedergenesene Huntelaar, Kolasinac verteidigte auf links. Bei Galatasaray standen die beiden Winter-Starneuzugänge Sneijder und Drogba erstmals gemeinsam in der Startformation. Nach kurzer Zeit entwickelte sich ein rasantes Duell, das beiden Teams kaum Zeit zum Verschnaufen ließ. Den ersten Wirkungstreffer setzte Galatasaray, dessen Torjäger Burak Yilmaz den Ball unhaltbar in die Maschen drosch (12.). Danach gab es Torszenen hüben wie drüben: Die Königsblauen waren einem Treffer zweimal nahe, der Ex-Schalker Altintop traf die Latte. Schalke lieferte einen beherzten Auftritt ab und drängte gegen nun zu passive Gastgeber auf den Ausgleich, der Jones kurz vor der Pause gelang.
In Durchgang zwei, den Sneijder nicht mehr auf dem Platz erlebte, ging der Partie das Feuer der ersten 45 Minuten verloren. Schalke schaffte es lange Zeit, die ideenlosen Türken vom Tor fernzuhalten und geriet erst in der Schlussphase wieder in Gefahr (Yilmaz/Sabri). Selbst konnte S04 zwar auch noch vereinzelte Nadelstiche setzen, von Erfolg waren diese jedoch nicht mehr gekrönt. So blieb es beim 1:1, das dem Bundesligisten eine gute Ausgangslage für das Rückspiel in drei Wochen verschafft. Einziger Wermutstropfen: Torschütze Jones handelte sich die dritte Gelbe Karte ein, weil er eine Verwarnung für einen Gegenspieler forderte, und fehlt damit in Gelsenkirchen.
Im Giuseppe-Meazza-Stadion empfing der AC Mailand den FC Barcelona zu einem illustren Duell - 20 europäische Titel haben beide Klubs zusammen schon gewonnen. Milan war von seiner Glanzzeit in den letzten Monaten allerdings ein ordentliches Stück entfernt, ins Spiel gegen Barça gingen die Schützlinge von Massimiliano Allegri daher als Außenseiter. Zumal die Rossoneri von vier Duellen vergangene Saison keines gewinnen konnten und auf ihren nicht spielberechtigten Neuzugang Balotelli verzichten mussten. Umso mehr überraschte es, dass Milan die Gästeoffensive um Weltfußballer Messi 90 Minuten lang voll im Griff hatte. Die Katalanen, bei denen Trainer Tito Vilanova einmal mehr von Assistenzcoach Jordi Roura vertreten wurde, verzeichneten zur Pause zwar 74% Ballbesitz, gegen geschickt verteidigende Italiener aber keine einzige Torchance. Mit etwas mehr Kaltschnäuzigkeit hätten die Hausherren durch El Shaarawy oder Boateng sogar führen können.
In der 56. Minute brachte der gebürtige Berliner San Siro dann aber zum Beben. Barca protestierte, weil Zapata den Ball vor Boatengs Schuss an die Hand bekommen zu haben schien - vergeblich. Als Weckruf fungierte das Gegentor für den Favoriten immer noch nicht. Es dauerte bis zur 77. Minute, ehe Iniesta den ersten halbwegs gefährlichen Schuss aufs Tor abgab. Milan machte es besser: Muntari erhöhte nach starkem Zuspiel von El Shaarawy. Auch danach fiel erstaunlich ideenlosen Katalanen nichts mehr ein. Milan reist mit einem 2:0 im Gepäck zum Rückspiel ins Camp Nou, Barça wankt mächtig.
Der deutsche Rekordmeister begann im Emirates Stadium mit der erwarteten Startaufstellung - sprich mit Müller auf der rechten Seite. Es war auch der deutsche Nationalspieler, der in der siebten Minute seinen Kollegen Kroos bediente, der vom Strafraum präzise und hart die Heynckes-Elf in Front schoss. Der Führungstreffer gab den Bayern mächtig Auftrieb, die Gunners, die mit Podolski und Mertesacker begannen, kamen nur schwer in die Partie. Nach van Buytens Kopfball staubte Müller zum 2:0 ab (21.) und münzte damit die Überlegenheit in Zählbares um. Fast hätte Mandzukic noch einen nachgelegt, angesichts der Überlegenheit der Münchner im ersten Abschnitt wäre dies nicht unverdient gewesen. Denn: Bayern-Keeper Neuer wurde in Hälfte eins nicht ernsthaft geprüft.
Auch der zweite Durchgang begann zunächst mit einer klaren Überlegenheit der Münchner, doch der FCB wirkte speziell über Ribery zu verspielt. Das sollte sich rächen: Nach einem unberechtigten Eckstoß irrte Neuer durch den Fünfmeterraum und Podolski konnte per Kopf verkürzen (55.). Nun hatten die Gunners Lunte gerochen und drängten die Bayern in die Defensive. Die Münchner brauchten einige Zeit, um sich zu sortieren, hatten aber Glück, dass der Joker Giroud kurz nach seiner Einwechslung Keeper Neuer aus kurzer Distanz anschoss. Dann belohnte sich Mandzukic für seine aufopfernde Arbeit als einzige Spitze und vollstreckte mit seiner letzten Aktion zum 3:1 (78.). Dies sollte der letztlich verdiente Endstand sein. Einziger Wermutstropfen: Schweinsteiger sah die dritte Gelbe Karte und fehlt im Rückspiel.
Im zweiten Achtelfinale des Abends standen sich der FC Porto und der FC Malaga gegenüber. Das Duell zwischen dem Spitzenreiter Portugals und dem Vierten in Spanien sah im ersten Abschnitt keine Chancen, was vor allem den beiden sehr gut verteidigenden Abwehrreihen zu verdanken war. Porto, das optisch überlegen war, versuchte es zudem immer wieder mit langen Bällen, doch der kolumbianische Stürmer Jackson Martinez war bei Demichelis & Co. zunächst in besten Händen.
Im zweiten Durchgang gingen die Portugiesen, CL-Sieger von 2004, dann verdient in Front. Nach Zuspiel von Alex Sandro schaltete Joao Moutinho schneller als Demichelis und schob das Leder aus leicht abseitsverdächtiger Position unbedrängt in die Maschen.
Nach dem Rückstand änderte sich das Bild kaum: Porto verwaltete den knappen Vorsprung, Malaga wagte sich nicht aus der Deckung und schien mit der knappen Niederlage leben zu können.
| 1. Cristiano Ronaldo | Real Madrid | ![]() |
| Spiele: 12 | Tore: 12 | |
| 2. Lewandowski, Robert | Borussia Dortmund | ![]() |
| Spiele: 12 | Tore: 10 | |
| 3. Burak | Galatasaray Istanbul | ![]() |
| Spiele: 9 | Tore: 8 | |
| 4. Messi, Lionel | FC Barcelona | ![]() |
| Spiele: 11 | Tore: 8 | |
| 5. Müller, Thomas | Bayern München | ![]() |
| Spiele: 12 | Tore: 8 | |