| Vorname: | Serdar |
| Nachname: | Tasci |
| Nation: | Deutschland |
| Verein: | VfB Stuttgart |
| Geboren am: | 24.04.1987 |

"Stuttgart hat eine brutale Qualität", sagte Kölns Trainer Holger Stanislawski am Dienstag über den VfB, und tatsächlich entspannt sich die Personalsituation im "Ländle" etwas. Gotoku Sakai und Serdar Tasci, beide in der Liga rotgesperrt, dürfen im Pokal spielen. Doch Tasci kann nicht: Der VfB-Kapitän kämpft mit Rippen- und neuerdings auch noch mit Achillessehnenproblemen. Damit dürfte Maza seine Abschiedsvorstellung geben, den Mexikaner zieht es zurück in die Heimat. Shinji Okazaki ist noch fraglich.
Möglich ist ein Einsatz von Rückkehrer Daniel Didavi, der als Einwechselspieler beim 1:3 in Mainz 217 Tage nach seiner Knorpelverletzung im Knie zu seinem Saisondebüt kam. In jedem Fall ist der offensive Mittelfeldmann eine willkommene Option mehr für Labbadia, der zuletzt keine Gelegenheit ausließ, die außerordentliche Belastung seiner Mannschaft hervorzuheben. "Sie spielt schon seit langem am Limit", sagte er am Wochenende. Am Mittwoch steigt Stuttgarts 28. Pflichtspiel der Saison.
„Es wird ein Geduldsspiel.“Bruno Labbadia
Ob es mal wieder eine zähe Angelegenheit wird? Der VfB ist schließlich Favorit, laut Labbadia werde man selbst gefordert sein, "das Spiel zu machen". Eine Kombination, mit der sein Team in dieser Saison häufig nicht gut zurecht kam, man denke an einige Europa-League-Auftritte oder Ligaheimspiele gegen defensivorientierte, konterstarke Teams (Wolfsburg, Hoffenheim, Düsseldorf, Hannover). "Es wird ein Geduldsspiel", befürchtet Labbadia.
Fredi Bobic ist sich aber sicher: "Ich glaube, die Mannschaft ist gewillt, alles abzurufen." Zumal es einen finanziellen Anreiz gibt: "Der Pokal wird gut vergütet", weiß der VfB-Sportdirektor und sprach von einem "super Wettbewerb". Auch er weiß schließlich, wie eng der finanzielle Handlungsspielraum in Stuttgart weiterhin ist. Da käme ein Erfolg gegen den Angstgegner durchaus gelegen.
Der 1. FC Köln erlebte nämlich in den vergangenen gut 15 Jahren - auch mit dem Spieler Labbadia (Juli 1994 bis Dezember 1995) - einige Höhen und viele Tiefen, eines aber blieb immer gleich: In Stuttgart sah er stets gut aus. Neun Heimspiele in Folge hat der VfB gegen den FC in der Liga nicht gewonnen, unterbrochen nur von einem Pokalerfolg: Am 30. November 1999 fertigten Jens Keller, Zvonimir Soldo, Doppeltorschütze Ioan Viorel Ganea & Co. die Gäste mit 4:0 ab. Es blieb eine große Ausnahme, der FC ist der Stuttgarter Heim-Angstgegner schlechthin.

Bricht der VfB mit dieser statistischen Regelmäßigkeit, könnte es im Viertelfinale zur nächsten kommen: In drei der letzten vier Spielzeiten mussten die Schwaben im Pokal - zweimal im Achtel-, zuletzt auch im Viertelfinale - daheim gegen den FC Bayern ran und war immer chancenlos (1:5, 3:6, 0:2). Am Mittwochabend wird nach dem Abpfiff gelost.